Mehrere Waldbrände im Ortenaukreis: Feuerwehr kämpft gegen die Flammen

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Von Franziska Groll, Magdalena Henkel, Marcel Gnauck

Biberach/Zell am Harmersbach - Die Feuerwehren im Ortenaukreis kämpfen gegen mehrere Waldbrände. Am Dienstagnachmittag waren zunächst zwei Brände nahe Biberach ausgebrochen, später noch ein dritter.

Einsatzkräfte betrachten auf einem Bildschirm Videobilder einer Drohne, die einen Waldbrand bei Zell am Harmersbach filmt.
Einsatzkräfte betrachten auf einem Bildschirm Videobilder einer Drohne, die einen Waldbrand bei Zell am Harmersbach filmt.  © Christian Klemm/Blaulichtreport Rottweil/dpa

Ein Ende der Löscharbeiten ist bislang nicht in Sicht. Die Maßnahmen bei beiden Bränden werden auf jeden Fall noch ein bis zwei Tage andauern, so Kreisbrandmeister Bernhard Frei. "Das wird schon noch ein kräftezehrender Job für die Feuerwehren."

Rund 16 Hektar Wald - was etwa der Fläche von 22 Fußballfeldern entspricht - stehen in Zell am Harmersbach in Flammen. Die Einsatzkräfte hätten die Lage inzwischen im Griff, erklärte der Kreisbrandmeister in der Nacht. 

Zuvor war in einer Mitteilung des Ortenaukreises von einer "angespannten Situation" die Rede gewesen. Vor allem die Wasserversorgung für die Einsatzkräfte sei schwierig, erklärte ein Polizeisprecher.

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Der Brand liege demnach an einem steilen Hang und das Löschwasser müsse etwa 300 Meter nach oben gebracht werden.

Der Sprecher rechnete damit, dass sich die Flammen im Laufe der Nacht noch ein wenig ausbreiten könnten. Auch Winde hätten das Feuer immer wieder angefacht. 

Landwirte helfen Feuerwehr mit Wassertanks

In Zell kämpfen Feuerwehr und Polizei noch gegen die Flammen - und ein Ende ist nicht in Sicht. (Symbolbild)
In Zell kämpfen Feuerwehr und Polizei noch gegen die Flammen - und ein Ende ist nicht in Sicht. (Symbolbild)  © Pia Bayer/dpa

Bis die Flammen gelöscht sind, wird es dauern. Teile der Flächen sollten am Abend zunächst kontrolliert weiterbrennen. In Zell am Harmersbach seien mehr als 500 Einsatzkräfte im Einsatz, sagte Landrat Thorsten Erny. Auch Landwirte aus der Region halfen den Einsatzkräften mit Löschwasser. Sie seien "echte Helfer in der Not" gewesen. Ein Polizeihubschrauber sei zudem im Einsatz.

Auch im rund sechs Kilometer entfernten Steinach lodern unweit von Biberach am Abend noch die Flammen. Der Brand ist laut Feuerwehr aber unter Kontrolle. Bei den Löscharbeiten verletzte sich ein Feuerwehrmann leicht. Er sei wohlauf, sagte der Kreisbrandmeister. Die Einsatzkräfte rechneten damit, dass der Einsatz noch bis weit in die Nacht dauern wird. Wind erschwere die Arbeiten, hieß es in einer Mitteilung des Landkreises.

Wegen des Brandes müssen Autofahrer auf der angrenzenden B33 langsamer fahren, hieß es. Auch am Brandort in Zell am Harmersbach sind Teile der Landstraße 94 gesperrt.

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Ein dritter Brand war am Abend noch in Nordach gemeldet worden. Dort seien die Flammen bereits gelöscht, hieß es. Warum die drei Brände ausbrachen, war zunächst unklar.

Titelfoto: Christian Klemm/Blaulichtreport Rottweil/dpa

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