Waldbrände in Hessen: Ausmaß der zerstörten Fläche vervierfacht

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Von Nicole Schippers

Kassel/Wiesbaden - Es brannte auf einer Fläche von rund 58,5 Hektar - das entspricht etwa 82 Fußballfeldern! In Hessen wurden in diesem Jahr deutlich mehr Waldbrände registriert als 2025.

Im August brannte ein größeres Waldstück bei Bad Schwalbach im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis.
Im August brannte ein größeres Waldstück bei Bad Schwalbach im südhessischen Rheingau-Taunus-Kreis.  © Jörg Halisch/dpa

Nach bislang vorliegenden Daten des hessischen Forstministeriums und des Landesbetriebs HessenForst wurden 182 Waldbrände gezählt. Im vergangenen Jahr waren es 116 Brände auf rund 15,4 Hektar. Damit hat sich die Schadfläche fast vervierfacht.

Im Jahr 2026 hätten ausbleibende Niederschläge gepaart mit hohen Temperaturen den Waldboden und die bodennahe Vegetation stark ausgetrocknet, hieß es zur Ursache der Zunahme.

Am stärksten betroffen war den Angaben zufolge Südhessen, insbesondere die Forstämter Hanau-Wolfgang, Groß-Gerau und Königstein. Der finanzielle Schaden wird landesweit mit rund 440.000 Euro beziffert.

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Bei den Einsätzen wurden laut Innenministerium keine Feuerwehrleute schwer verletzt. Vereinzelt habe es leichte Verletzungen und Erschöpfungserscheinungen durch Hitze und schwere Arbeit im unwegsamen Gelände gegeben.

Der weit überwiegenden Teil der Brände sei auf Menschen zurückzuführen, hieß es. Der genaue Hergang - etwa Rauchen im Wald oder auch vorsätzliche Brandstiftung - sei häufig nicht zu rekonstruieren.

Auch im südosthessischen Main-Kinzig-Kreis kam es im August zu einem großflächigen Waldbrand: Mehrere tausend Quadratmeter waren betroffen.
Auch im südosthessischen Main-Kinzig-Kreis kam es im August zu einem großflächigen Waldbrand: Mehrere tausend Quadratmeter waren betroffen.  © Andreas Arnold/dpa

Gezielter Waldumbau in Hessen: Mischbestände mit drei bis fünf Baumarten angestrebt

HessenForst will besonders waldbrandgefährdete Bereiche gezielt umbauen. Das seit 2025 geltende Waldbrandpräventionskonzept sieht nach Angaben des Landesbetriebes und des hessischen Forstministeriums vor, dort etwa den Laubbaumanteil zu erhöhen und Totholz zu reduzieren.

Beim Waldumbau setzt HessenForst auf Mischbestände mit mindestens drei, möglichst vier bis fünf Baumarten. Zusätzlich fördert das Land nach eigenen Angaben den Wasserrückhalt im Wald, etwa durch Moorrenaturierung.

Titelfoto: Jörg Halisch/dpa

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