Feuer nahe Kloster Lehnin - hohe Waldbrandgefahr in Brandenburg

Von Monika Wendel, Thorsten Meiritz

Potsdam/Emstal - Am späten Dienstagabend ist nahe dem Kloster Lehnin in Brandenburg ein Feuer ausgebrochen: An der Landstraße 88 hat der Waldboden gebrannt!

Am späten Dienstagabend hat der Waldboden in der Nähe vom Kloster Lehnin gebrannt.  © Julian Stähle

Die Flammen loderten am Ortseingang von Emstal im Landkreis Potsdam-Mittelmark. Als die Feuerwehr eintraf, hatte bereits eine Fläche von rund 1500 Quadratmetern Feuer gefangen.

Die Einsatzkräfte mussten rasch handeln, um den Brand einzudämmen. Für die Löscharbeiten wurde sogar eigens ein Pendelverkehr mit Tanklöschfahrzeugen eingerichtet, die ständig Wasser zur Einsatzstelle brachten.

Nach rund eineinhalb Stunden konnten die Feuerwehrkräfte den Einsatz beenden, nachdem zuvor auch die letzten Glutnester gelöscht wurden. Zur Brandursache lagen zunächst keine Informationen vor. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

Menschliches Handeln verursacht laut Umweltministerium mehr als 90 Prozent aller Waldbrände. Bislang ist es bereits zu mehreren kleinen Bränden gekommen - unter anderem möglicherweise durch Zigaretten. Am Montag fing Wald- und Wiesenboden in Löwenberger Land (Oberhavel-Kreis) Feuer.

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Hohe Waldbrandgefahr in allen Brandenburger Landkreisen

Durch das schnelle Eingreifen der Feuerwehr konnten das Feuer an der Landstraße 88 noch rechtzeitig eingedämmt werden.  © Julian Stähle

Nach einer milden Wetterphase ohne Regen ist das Waldbrandrisiko in Brandenburg gestiegen. In allen Landkreisen gilt eine hohe Gefahr - das entspricht der Stufe 4 von insgesamt 5 Stufen.

Die Behörde ruft bei erhöhter Waldbrandgefahr zu besonderer Vorsicht auf. Als Maßnahmen gelten: Rauchen im Wald und in der Feldflur ist zu unterlassen, im und am Wald darf kein Feuer entzündet werden.

Ordnungswidrigkeiten können nach dem Waldgesetz mit einer Geldbuße bis zu 20.000 Euro geahndet werden, wie es hieß.

In Brandenburg gilt die Waldbrandgefährdung allgemein wegen ausgedehnter Kiefernwälder, geringem Niederschlag und leichter Sandböden bundesweit als besonders hoch.

Vorerst können die Behörden aber aufatmen, denn nach dem trockenen Frühlingswetter folgen laut der Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes Schauer, Gewitter und niedrigere Temperaturen.

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