Polizist in Thüringen mit Faschisten-Gruß abgelichtet? Innenminister Maier: "Wir gehen der Sache nach"

Erfurt - In Thüringen soll ein Polizist mit einem faschistischen Gruß abgelichtet worden sein. Das berichtet ein "Journalist" auf der Plattform X.

Thüringens Innenminister Georg Maier (56, SPD) ist das Bildmaterial offenbar bekannt. (Archivbild)
Thüringens Innenminister Georg Maier (56, SPD) ist das Bildmaterial offenbar bekannt. (Archivbild)  © Martin Schutt/dpa

Die Aufnahme zeigt eine Person, die augenscheinlich Polizei-Uniform trägt. Mittel- und Ringfinger der linken Hand berühren den Daumen. Der Zeige- und der kleine Finger sind nach oben gestreckt.

Das Bild ist auf dem verifizierten Account eines "Journalist[en]", wie es in der Info heißt, zu sehen. In dem Post wird die Thüringer Polizei direkt angesprochen. Zudem heißt es unter anderem: "Warum zeigt Euer Kollege hier in #Arnstadt im Dönerladen von [...] den faschistischen #Wolfsgruß ('Hitlergruß türkischer #NeoNazis')?"

Markiert wurden unter anderem die Polizei Thüringen sowie Thüringens Innenminister Georg Maier (56, SPD). Letztgenannter schrieb am Freitagmorgen unter den Beitrag: "Wir gehen der Sache nach."

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Auch die Polizei Thüringen meldete sich zu Wort. Hier hieß es: "Vielen Dank für den Hinweis. Wir haben das betreffende Bildmaterial gesichert und den Vorfall zur weiteren Überprüfung an den Bereich der Internen Ermittlungen weitergeleitet."

Rechtsextremistische Bewegung

Am Vormittag teilte Maier den Beitrag zudem auf seiner X-Seite und schrieb dazu: "No Go. Interne Ermittlungen laufen bereits."

Nach Angaben des Bundesamtes für Verfassungsschutz handelt es sich bei dem Wolfsgruß um "eine der bekanntesten Gesten der 'Ülkücü'-Szene". Hierbei handelt es sich den Angaben nach wiederum um eine rechtsextremistische Bewegung, "deren Anhänger sich häufig auch selbst als 'Graue Wölfe' bezeichnen."

Unter dem Post gab es auch Hinweise auf das Handzeichen für den sogenannten "Schweigefuchs" beziehungsweise "Leisefuchs" - ein Handzeichen, das hierzulande im pädagogischen Kontext genutzt wird - mit dem Ziel, für Ruhe zu sorgen.

Erstmeldung am 24. November, um 9.58 Uhr, aktualisiert um 10.15 Uhr.

Titelfoto: Martin Schutt/dpa

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