Skagerrak - Aufregende Szenen für die Gäste des Kreuzfahrtschiffes "AIDAnova"! Am Sonntag musste das Kussmund-Schiff für einen Rettungseinsatz vom Kurs abweichen.
Die AIDAnova befand sich gerade auf dem Weg von Kiel nach Bergen, als die Crew am Nachmittag offenbar per Funk ein Hilferuf erreichte.
Wie "Schiffe und Kreuzfahrten" berichtet, änderte das Schiff gegen 14.30 Uhr den Kurs und gab Gas. Mit einer Fahrtgeschwindigkeit von 21 Knoten (39 km/h) steuerte die AIDAnova auf den Einsatzort zu.
Im Skagerrak war ein Fischkutter in Brand geraten. Die aus vier Personen bestehende Crew evakuierte das Boot und begab sich auf eine Rettungsinsel.
Gegen 15 Uhr traf der Ozeanriese an der Unglücksstelle ein und ließ ein Boot zu Wasser. In kurzer Zeit konnten alle vier Seemänner geborgen und an Bord genommen werden.
Die Fischer hatten Glück im Unglück: Durch das ruhige Wetter wurde der Rettungseinsatz begünstigt.
Neben der AIDAnova eilte auch die Color Line SuperSpeed 1 zur Unglücksstelle. Das Passagierschiff war auf dem Weg von Hirtshals nach Kristiansand und traf um kurz nach 15 Uhr am Einsatzort ein.
Da die AIDA die Rettungsaktion bereits eingeleitet hatte, kehrte die SuperSpeed 1 auf die ursprüngliche Route zurück.
Passagiere filmten das brennende Schiff
AIDAnova setzt Reise planmäßig fort
Passagiere verfolgten das Manöver und teilten Bilder und Videos der Rettung in den sozialen Medien. Offenbar kreiste auch ein Helikopter über dem Einsatzort.
Die Fischer sollen an Bord der AIDA gebracht worden sein. Das Kreuzfahrtschiff ist für medizinische Notfälle auch mit einem Bordhospital und Schiffsärzten ausgestattet.
Ob die Schiffbrüchigen bei dem Feuer Verletzungen davongetragen haben, ist nicht bekannt. Auf eine TAG24-Anfrage hat die Reederei bislang nicht reagiert.
Trotz des Zwischenfalls konnte die Crew den ursprünglichen Zeitplan einhalten. Um kurz nach 8 Uhr machte das Kreuzfahrtschiff planmäßig in Bergen fest.
Nach internationalem Seerecht sind Schiffe, die ein Mayday-Signal erreicht, verpflichtet, Kontakt zu der in Not geratenen Crew oder der zuständigen Rettungsleitstelle aufzunehmen.
Sofern das Fahrzeug zur Rettung geeignet sei und sich dadurch nicht selbst in Gefahr begebe, sei auch die Hilfeleistung verpflichtend, bestätigte eine Sprecherin der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) auf TAG24-Nachfrage.