Gibt es noch Rettung für Ozeanriese "Global Dream"?

Wismar – Langsam drängt die Zeit! Der Insolvenzverwalter der MV-Werften sucht weiterhin nach einem Käufer für das unfertige Kreuzfahrtschiff "Global Dream".

Der Kreuzfahrtriese "Global Dream" wurde niemals fertiggestellt.
Der Kreuzfahrtriese "Global Dream" wurde niemals fertiggestellt.  © Jens Büttner/dpa

Die Standorte der insolventen MV-Werften haben alle bereits neue Eigner gefunden. Doch wie es mit dem letzten Großprojekt der Werften-Gruppe weitergeht, ist offen.

"Ich bemühe mich weiter intensiv um die Suche nach einem Käufer. Bis Ende 2023 habe ich die Wismarer Werft von TKMS zurück gemietet", teilte Insolvenzverwalter Christoph Morgen mit.

Im Laufe des kommenden Jahres müsse der Ozeanriese die Schiffbauhalle verlassen. Darüber hinaus stehe bis Ende 2024 die Ausrüstungskaje der Werft als Liegeplatz zur Verfügung.

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Das zu 75 Prozent fertiggestellte Kreuzfahrtschiff mit einer Kapazität von fast 10.000 Passagieren liegt seit der pandemiebedingten Insolvenz der Werften-Gruppe in der Wismarer Werfthalle. Bisher konnte Morgen keinen Käufer finden.

Das Schiff war vom ehemaligen Eigner der MV-Werften, dem ebenfalls insolventen Kreuzfahrt-Konzern Genting Hongkong, für Kreuzfahrten in Asien gedacht. Der dortige Markt war im Zuge der Corona-Pandemie zusammengebrochen.

Ein Kauf der "Global Dream" durch die schwedische Reederei Stena hatte sich im Mai zerschlagen, nachdem das Unternehmen seine Pläne zum Aufbau einer eigenen Kreuzfahrtsparte aufgegeben hatte.

Gründe waren einerseits die weiterhin unklare Lage auf dem asiatischen Markt und die Konkurrenz durch den ehemaligen Genting-Inhaber, den malaysischen Milliardär Lim Kok Thay.

Titelfoto: Jens Büttner/dpa

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