Gläubige auf der Flucht? Zahl der Kirchenaustritte mit klarem Trend

Von Oliver Auster

Düsseldorf - Im vergangenen Jahr sind in Nordrhein-Westfalen wieder weniger Menschen aus der Kirche ausgetreten als im Jahr zuvor.

Ein Kirchenaustritt muss beim zuständigen Amtsgericht beantragt werden. (Symbolbild)
Ein Kirchenaustritt muss beim zuständigen Amtsgericht beantragt werden. (Symbolbild)  © Sven Hoppe/dpa

Die Zahl der Kirchenaustritte in NRW habe 2025 bei 152.783 gelegen, teilte das Justizministerium in Düsseldorf mit. 2024 waren es 160.469 - 2023 noch viel mehr mit 197.012 Austritten.

Eine Unterteilung nach Konfessionen ist anhand der Statistik des Justizministeriums nicht möglich.

Einen Kirchenaustritt muss man beim jeweiligen Amtsgericht beantragen, weshalb das Ministerium überhaupt landesweite Zahlen dazu hat.

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Die evangelische und die katholische Kirche verlieren seit vielen Jahren permanent Mitglieder, was in erster Linie auf gesamtgesellschaftliche Veränderungen zurückgeführt wird.

Während in der Nachkriegszeit noch fast jeder Bundesbürger kirchlich sozialisiert wurde, gilt dies heute nur noch für eine Minderheit.

Anders als es früher noch der Fall war, hat man im Normalfall heute auch keine Nachteile zu befürchten, wenn man aus der Kirche austritt.

Titelfoto: Sven Hoppe/dpa

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