Jahrelange Haft oder Todesstrafe: Kirche verurteilt Homosexuellen-Gesetz in Uganda

Bonn - Die Deutsche Bischofskonferenz hat das kürzlich erlassene Homosexuellen-Gesetz in Uganda verurteilt.

Homosexuellen in Uganda, die sich "schwerer" Vergehen schuldig machen, droht seit März im schlimmsten Fall die Todesstrafe.
Homosexuellen in Uganda, die sich "schwerer" Vergehen schuldig machen, droht seit März im schlimmsten Fall die Todesstrafe.  © Ben Curtis/AP/dpa

"Die Verfolgung muss aufhören - nicht nur in Uganda, Nigeria, Russland, sondern überall in der Welt", forderte am Donnerstag der LGBTQ*-Beauftragte der Bischofskonferenz, der Essener Weihbischof Ludger Schepers (69).

Das ugandische Parlament hatte im März ein Anti-Homosexuellengesetz verabschiedet. Demnach können Menschen, die in dem ostafrikanischen Land homosexuelle Handlungen vollziehen oder Versuche homosexueller Handlungen nicht melden, mit sieben und zehn Jahren Haft oder hohen Geldstrafen belegt werden.

Homosexuellen, die sich "schwerer" Vergehen schuldig machen, droht im schlimmsten Fall sogar die Todesstrafe. Welche Vergehen im Detail darunterfallen, konkretisierten die Parlamentarier nicht.

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"Als Kirche, die leider selbst auf eine lange Tradition der Queer-Feindlichkeit zurückblickt und gerade mühsam dabei ist, diese Haltung zu überwinden, dürfen wir angesichts solcher Maßnahmen nicht schweigen", sagte Schepers.

"Die Menschenrechte gelten für alle. Erst jüngst hat Papst Franziskus klargestellt: Die Kriminalisierung von Homosexualität ist ungerecht."

Titelfoto: Ben Curtis/AP/dpa

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