Hunderte Beschäftigte streiken an Thüringer Hochschulen

Von Annett Gehler

Jena/Nordhausen - Einige hundert Beschäftigte sind nach Gewerkschaftsangaben für bessere Arbeitsbedingungen an den Thüringer Hochschulen in Warnstreiks getreten.

Beschäftigte mehrerer Thüringer Hochschulstandorte demonstrieren für faire Löhne, weniger Befristungen und mehr Planungssicherheit.  © Stefan Sauer/dpa

Arbeitsniederlegungen und Aktionen gab es laut der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Ilmenau, Jena, Weimar und Nordhausen.

Am Hochschulstandort in Jena hätten rund 400 Teilnehmer für mehr Geld und sichere Arbeitsverhältnisse demonstriert, hieß es von der GEW.

Sie forderten neben einer bedarfsgerechten Ausfinanzierung der Hochschulen unter anderem auch, Befristungen und prekärer Beschäftigung entgegenzutreten. Hintergrund ist der aktuelle Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst der Länder.

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Laut dem aktuellen Hochschulreport des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) arbeiten 82 Prozent der wissenschaftlichen Mitarbeiter in befristeten Beschäftigungsverhältnissen.

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Zweite Tarifrunde im öffentlichen Dienst endete Mitte Januar

"In der Wissenschaft brauchen Beschäftigte Planungssicherheit und faire Löhne statt Kettenbefristungen", erklärte Renate Sternatz, stellvertretende Vorsitzende des DGB Hessen-Thüringen. Studentische Hilfskräfte verdienten prekäre Löhne und hangelten sich von Befristung zu Befristung.

Die zweite Tarifrunde im öffentlichen Dienst der Länder endete Mitte Januar ohne ein verbindliches Angebot der Arbeitgeber.

Das treffe auch mehr als eine Million Arbeitnehmer an Hochschulen und rund 300.000 studentische Beschäftigte, denen die Tarifgemeinschaft deutscher Länder weiter einen Tarifvertrag verweigere, kritisierte die Bildungsgewerkschaft. Die GEW hatte deshalb zu einem bundesweiten Hochschulaktionstag aufgerufen.

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