Stillstand des Nahverkehrs? Warnstreik sorgt wohl für volle Autobahnen
Von Wolf-Dietrich von Dewitz
Düsseldorf - Ein Warnstreik der Gewerkschaft Verdi wird am Freitag voraussichtlich große Teile des Nahverkehrs in Nordrhein-Westfalen lahmlegen.
Es wird mit zahlreichen Ausfällen von Bussen und Bahnen gerechnet, Städte wie Dortmund gehen sogar von einem Stillstand des Nahverkehrs aus. In anderen Städten werden die Folgen moderat bleiben, am Niederrhein rechnet das Verkehrsunternehmen Niag nur mit dem Ausfall von einzelnen Fahrten.
Beim ersten Warnstreik im laufenden Tarifkonflikt am 2. Februar legten laut Verdi 12.000 Busfahrer, Triebfahrzeugführer und andere Beschäftigte die Arbeit nieder, es ging um mehr als 30 kommunale Unternehmen mit gut 30.000 Beschäftigten.
Der ADAC rechnet vor allem am Freitagnachmittag mit vollen Straßen und Autobahnen, weil viele Pendler auf das Auto ausweichen.
S-Bahnen und Regionalzüge sind von den Warnstreiks nicht betroffen. Die Warnstreiks sollen am Samstag fortgesetzt werden und in der Nacht zu Sonntag enden.
Verdi fordert deutlich mehr Geld und kürzere Arbeitszeiten für die Beschäftigten, um den Beruf attraktiver zu machen und dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Arbeitgeber halten die Forderungen für unbezahlbar.
Titelfoto: Roberto Pfeil/dpa
