Streik-Alarm: Verdi will Handel in Berlin und Brandenburg lahmlegen
Von Fabian Nitschmann
Berlin - Die Gewerkschaft Verdi hat aufgrund stockender Tarifverhandlungen zu einem mehrtägigen Warnstreik im Groß- und Einzelhandel in Berlin und Brandenburg aufgerufen.
Die Arbeitgeberseite weigere sich seit Monaten, ein Angebot vorzulegen, das für alle Beschäftigtengruppen ein Einkommen oberhalb des gesetzlichen Mindestlohns sicherstelle, teilte die Gewerkschaft mit.
In einzelnen Großhandelsbetrieben werde schon heute gestreikt, Höhepunkt soll aber am Freitag sein. Im Einzelhandel werde der Warnstreik dann am Samstag fortgesetzt, teilte die Gewerkschaft mit. Am Freitag ist ab 11.30 Uhr eine Kundgebung auf dem Breitscheidplatz geplant.
Verdi forderte bei den bundesweit parallel geführten Verhandlungen sieben Prozent mehr Geld, mindestens 222 Euro, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten. In der laufenden Tarifrunde hat die Gewerkschaft auch in Berlin und Brandenburg schon mehrmals Warnstreiks organisiert.
Bundesweit arbeiten etwa 3,4 Millionen Menschen im Einzelhandel. Die Tarifbindung in der Branche ist seit Jahren rückläufig und vergleichsweise gering.
2024 waren nach Angaben des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung 23 Prozent der Beschäftigten im Einzelhandel bei einem tarifgebundenen Arbeitgeber beschäftigt. In der Gesamtwirtschaft waren es 49 Prozent.
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