Terroranschlag auf CSD: Hatte Attentäter Kontakte nach Nordrhein-Westfalen?
Von Oliver Auster
Düsseldorf - Nach dem Anschlag am Rande des Christopher Street Days (CSD) in Berlin fragt die SPD im Düsseldorfer Landtag nach möglichen Verbindungen des mutmaßlichen Attentäters nach Nordrhein-Westfalen.
In einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung wollen die Sozialdemokraten unter anderem wissen, ob der Tatverdächtige Kontakt zu Islamisten in NRW hatte.
"Aktuell gibt es keine konkreten Hinweise auf eine Verbindung des Tatverdächtigen nach NRW. Die öffentlich bekannten Umstände der Radikalisierung des Berliner Attentäters weisen aber zumindest Parallelen zum Solinger Attentäter auf", erklärte SPD-Fraktionsvizechefin Lisa Kapteinat (37).
Das sei ein ausreichender Anlass, um mögliche Kontakte, Aufenthalte oder digitale Verbindungen nach Nordrhein-Westfalen aufzuklären.
So fragt die Opposition die Landesregierung unter anderem, ob der Berliner Verdächtige in gleichen Chatgruppen war wie hiesige Islamisten. Zudem will die SPD wissen, ob es Verbindungen zu islamistischen Organisationen oder Gruppierungen in Nordrhein-Westfalen gibt.
Der 21 Jahre alte Täter hat am Samstagabend am Rande des Christopher Street Day mehrere Menschen mit einem Van angefahren und einer Stichwaffe attackiert. Eine Frau wurde tödlich und weitere 29 Menschen teilweise lebensgefährlich verletzt. Nach intensiver Fahndung erschossen Einsatzkräfte den Mann am Sonntagabend beim Versuch seiner Festnahme.
Laut Generalstaatsanwaltschaft hatte der mutmaßliche Täter Abdul B. vergeblich versucht, sich der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) in Syrien anzuschließen.
Titelfoto: Sebastian Gollnow/dpa
