Ältestes Okapi Europas gestorben: Vitu musste eingeschläfert werden

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Stuttgart - Die Wilhelma trauert um Okapi Vitu. Nach einer schweren Krankheit musste der Bulle Ende Juli eingeschläfert werden.

Okapi-Bulle Vitu wurde über 28 Jahre alt.
Okapi-Bulle Vitu wurde über 28 Jahre alt.  © Wilhelma Stuttgart

Der Bulle musste "aufgrund von alters- und krankheitsbedingten Leiden eingeschläfert werden", teilt der Stuttgarter Zoo Wilhelma mit.

Sein Gesundheitszustand wurde immer schlechter und der Zoo entschied sich zu diesem traurigen Schritt: "Vitu konnte sich zuletzt nur noch schlecht fortbewegen. Er fraß kaum mehr und zeigte immer deutlichere Alterserscheinungen. Um unnötiges Leiden zu vermeiden, mussten wir die Entscheidung treffen, ihn zu euthanasieren", erklärt Dr. Tobias Knauf-Witzens, leitender Tierarzt in der Wilhelma.

Vitu wurde 28 Jahre und vier Monate alt und war damit das älteste Okapi in Europa.

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Das Okapi wurde im Zoo in Basel geboren und lebte seit 1999 in der Wilhelma Stuttgart. Er wurde zwischen 2005 und 2015 sechsmal Vater. Seine Nachkommen leben in verschiedenen Zoos. Insgesamt gibt es bereits 17 Nachkommen in vier Generationen.

Okapis ernähren sich von frischem Laub

Okapi-Bulle Imba und Weibchen Jamili leben im Stuttgarter Zoo Wilhelma.
Okapi-Bulle Imba und Weibchen Jamili leben im Stuttgarter Zoo Wilhelma.  © Wilhelma Stuttgart

Okapis sind kurzhalsige Waldgiraffen und werden bis zu anderthalb Meter Schulterhöhe groß. Auf ihrem Speiseplan steht fast ausschließlich frisches Laub.

Okapis leben in den Regenwäldern im Norden und Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Die Art wurde erst Anfang des 20. Jahrhunderts von europäischen Forschern entdeckt. Den Menschen im Kongo waren die Waldgiraffen allerdings schon bekannt. Seit 1956 wurden sie in Europa gezüchtet. In der Wilhelma zog das erste Okapi 1989 ein.

Weil ihre Lebensräume schwer zugänglich sind, kann die Population nur geschätzt werden.

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"Fest steht jedoch: Lebensraumverlust, Wilderei und politische Instabilität bedrohen die Wildpopulation. Die Weltnaturschutzunion IUCN stuft das Okapi daher als 'stark gefährdet' ein. Eine Reservepopulation in menschlicher Obhut ist darum wichtig, um die Zukunft der Art zu sichern. Unser verstorbener Okapi-Bulle hat dafür einen wertvollen Beitrag geleistet", sagt Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin.

Der Körper von Vitu werde dem Staatlichen Museum für Naturkunde Stuttgart für wissenschaftliche Zwecke übergeben.

Titelfoto: Wilhelma Stuttgart

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