Bay Minette (Alabama/USA) - Es ist ein Fall, der selbst erfahrene Tierretter erschüttert. Bei einer Kontrolle eines Grundstücks in Bay Minette im US-Bundesstaat Alabama fanden Beamte am 1. September einen toten Hund in einem Zwinger. 15 weitere Hunde konnten gerettet werden. Viele von ihnen waren schwer unterernährt, Futter und sauberes Wasser fehlten.
Die Hilfsorganisation "Rosalie and Friends" übernahm mehrere Hunde aus dem Tierheim - obwohl die Tierschützer nach eigenen Angaben bereits mit Hilferufen überhäuft werden und immer wieder Tiere ablehnen müssen, weil Geld, Platz und Pflegestellen fehlen.
Doch bei diesem Fall konnten sie nicht wegsehen. Insgesamt wollen die Helfer fünf der geretteten Hunde aufnehmen. Zwei völlig abgemagerte Welpen, eine Dackelhündin mit zahlreichen gesundheitlichen Problemen und zwei kleine Chihuahuas.
Die beiden Welpen befinden sich in einem kritischen Zustand. Jeder wiegt laut der Organisation nur fünf Pfund, umgerechnet etwa 2,3 Kilogramm.
Normal wären demnach rund 6,8 Kilogramm - sie bringen also nur etwa ein Drittel ihres erwarteten Gewichts auf die Waage. Hinzu kommen eine schwere Blutarmut und massiver Parasitenbefall.
Die Tiere sind so geschwächt, dass selbst das Füttern zur Gefahr werden kann. Deshalb erhalten sie ihre Nahrung nach einem streng kontrollierten Plan. Zu viel Futter auf einmal könnte ihren ohnehin kritischen Zustand verschlimmern.
Tierretter kämpfen gleichzeitig um eine weitere Hündin
Während die Helfer noch mit diesem Notfall beschäftigt waren, kam bereits der nächste Hilferuf: Das Escambia County Animal Welfare bat die Organisation, eine ältere Hündin aufzunehmen.
Auch sie ist schwer krank. Nach Angaben der Tierschützer wurde sie positiv auf Herzwürmer getestet und zeigt bereits Atemwegsprobleme. Die Organisation befürchtet, dass die Erkrankung fortgeschritten sein könnte. Eine tierärztliche Untersuchung soll zeigen, wie ihr geholfen werden kann.
Die Rettung wird für die kleine Organisation auch finanziell zur Belastungsprobe. Allein die ersten tierärztlichen Untersuchungen hätten bereits 600 Dollar gekostet.
Zumindest gibt es Hoffnung: Nach Angaben des Baldwin County Animal Shelter verbessert sich der Zustand der geretteten Tiere bereits.