17 Stunden am Abgrund gefangen: So endet das Klippen-Drama für Hund Carl
Charlotte (Tennessee/USA) - Bei einem Ausflug verschwand Hund Carl plötzlich und saß schließlich stundenlang auf einem winzigen Felsvorsprung fest. Rund 30 Meter unterhalb einer Klippe harrte der Vierbeiner aus, bis ihn eine Drohne entdeckte. Dann begann eine spektakuläre Rettungsaktion.
Am 13. August besuchte Besitzer Grissom mit Carl die Farm eines Freundes in Charlotte im US-Bundesstaat Tennessee, wie die Washington Post berichtet.
Die Gegend kannte der Hund gut. Gemeinsam mit anderen Vierbeinern durfte der fünfjährige Carl dort normalerweise frei herumlaufen.
Am späten Nachmittag fuhr Grissoms Gruppe zu einem Aussichtspunkt oberhalb einer rund 60 Meter hohen Felswand. Als die Männer wenig später aufbrechen wollten, fehlte von Carl jede Spur. Dann hörten sie plötzlich sein Bellen irgendwo unterhalb der Klippe!
Stundenlang suchten die Freunde nach dem Vierbeiner. Doch das Echo zwischen den Felsen machte es nahezu unmöglich, ihn zu orten.
Ein Nachbar und dessen Sohn rückten schließlich mit einer Drohne an und suchten bis tief in die Nacht.
Eine Drohne entdeckt Carl schließlich
Erst im ersten Morgenlicht gelang der Durchbruch: Die Drohne entdeckte Carl etwa 30 Meter unterhalb des Aussichtspunkts. Der Hund saß auf einem Felsvorsprung, der kaum größer war als sein eigener Körper.
Direkt daneben befand sich eine kleine Höhle, in der er vermutlich während der Nacht Schutz gesucht hatte.
Inzwischen war Carl seit vielen Stunden gefangen. Seine Retter alarmierten die Feuerwehr und tatsächlich rückten Einsatzkräfte aus vier örtlichen Feuerwehren mit Kletterausrüstung an.
Feuerwehrmann Ben Mayberry seilte sich gemeinsam mit Retter Nathan Ramos die Felswand hinunter. Als sie Carl erreichten, wirkte der Hund erschöpft und verängstigt.
Für den gefährlichen Weg zurück griffen die Retter zu einer ungewöhnlichen Lösung. Sie setzten Carl in eine große Reisetasche, die ihnen ein Zuschauer zur Verfügung gestellt hatte.
Für Carl nimmt das gefährliche Abenteuer ein glückliches Ende
Nach rund 20 Minuten war es geschafft. Gegen 11 Uhr stand Carl wieder sicher oben auf der Klippe - nach insgesamt etwa 17 Stunden am Abgrund.
Grissom konnte die Rettungsaktion vor Nervosität kaum mitansehen. Anschließend brachte er seinen Hund vorsichtshalber in eine Tierklinik.
Die gute Nachricht: Carl war durstig und mitgenommen, hatte aber nur leichte Verletzungen. Schon wenige Tage später rannte er wieder herum und jagte Bällen hinterher.
Titelfoto: Screenshot/Facebook/City of Dickson Fire Department

