Freital - Die Grünpfleger in Freital haben die Schnauze voll. Denn zwischen Blumenbeeten und frisch gemähtem Rasen wartet für sie inzwischen regelmäßig eine besonders stinkende Überraschung: Hundekot. Und genau diese braunen Tretminen vermiesen ihnen den Arbeitsalltag so richtig.
"Es ist nervig und definitiv mehr geworden über die letzten Jahre", sagt Gartenbau-Ingenieur Eyk Flasche (62). Die Haufen liegen nicht nur auf Wiesen und Wegen, sondern sogar auf Friedhöfen. "Das ist eine Missachtung gegenüber den Gärtnern und der Gedenkstätte."
Für die Grünpfleger gehört Hundekot inzwischen zum Arbeitsalltag: "Unser täglich Brot ist, dass wir nicht in Scheißhaufen reintreten oder reinsensen."
Besonders beim Mähen wird es heikel: "Wenn man Pech hat und einen Haufen mit dem Fadenmäher erwischt, spritzt das in alle Richtungen ..."
Besonders schlimm ist die Lage an der Weißeritz. Die Grünpfleger nennen den Abschnitt deshalb nur noch den "Kackstreifen"."Da kann man keinen Meter laufen, ohne in Scheiße zu treten", ärgert sich Leon Schröder (22) von der Natur+Stein Landschafts GmbH. Fährt dort der Traktor durch, sind anschließend auch die Reifen mit Hundekot verschmiert. Auch das muss irgendwann sauber gemacht werden.
Stadt Freital hat Aktionswoche gestartet
Beim Unkrautjäten bleibt der Ärger ebenfalls nicht aus. "Es ist einfach eklig", so Schröder. Besonders sauer macht ihn, dass manche Halter ihre Hunde sogar wenige Meter neben den arbeitenden Grünpflegern ihr Geschäft verrichten lassen und einfach weitergehen. "Die Leute haben keinen Respekt vor unserer Arbeit. Wenn wir was sagen, dann kommt keine Antwort oder wir werden angepöbelt."
Auch deshalb hat die Stadt Freital zuletzt eine Aktionswoche gestartet. Plakate hängen in Parks und Hundehaufen wurden mit auffälligen Schildern markiert. Den Abschluss bildet am Dienstag ab 18.30 Uhr ein Vortrag in der Stadtbibliothek.