Herrchen gestorben: Hündin Maxi sucht ein neues Zuhause
Chemnitz - Nach dem Tod ihres betagten Herrchens musste Maxi ins Tierheim. Seit Juli wartet die neunjährige Bernhardiner-Mischlingshündin in Chemnitz auf Menschen, die ihr ein neues Zuhause schenken.
"Die Halterin konnte sich nicht mehr um den großen Hund kümmern und musste Maxi schweren Herzens abgeben", sagt die stellvertretende Tierheimleiterin Ira Weißbach (44). Nun soll die Hündin noch einmal die Chance auf ein Zuhause bekommen.
Maxi ist freundlich, braucht aber etwas Zeit, um Vertrauen zu fassen. "Mit uns hat sie nach vier Tagen so richtig Kontakt aufgenommen", erzählt Weißbach.
Inzwischen lässt sie sich bürsten und geht mit spazieren. Als Herdenschutzhündin ist Maxi wachsam. Mit anderen Hündinnen und Katzen verträgt sie sich allerdings nicht.
Mit fast 60 Kilogramm bringt Maxi einiges an Kraft mit. Ihre künftigen Halter müssen deshalb standfest sein. "Wenn sie ein Reh sieht, kann sie schnell losrennen", sagt Weißbach.
Auch gesundheitlich braucht Maxi etwas Unterstützung. Sie leidet an einer Ellenbogendysplasie und kann ihre Vorderpfote deshalb nicht vollständig belasten. Sie bekommt Gelenkzusätze und Schmerztabletten.
Für ihre letzten Jahre wünscht sich das Tierheim ein ruhiges Zuhause mit wenig Lärm. Ihre neuen Halter sollten Erfahrung mit Herdenschutzhunden haben und wissen, worauf es im Alltag mit ihnen ankommt. "Sie soll ungern ihr Rentnerleben im Tierheim verbringen", betont Weißbach.
Titelfoto: Bildmontage: Ralph Kunz (2)
