Chemnitz - Ein frecher Blick, freudiges Hecheln. Die kleine Mischlingshündin Molly (7) spielt gern und liebt es, durch den Zeisigwald in Chemnitz zu rennen. Doch mehrere Krankheiten machen ihr das Leben schwer. Jetzt muss ihr sogar die linke Ohrmuschel entfernt werden.
"Molly hat ihr Leben lang schon Probleme", erinnert sich Hunde-Mama Dilara (27). Allergien, Unverträglichkeiten, Magenprobleme. Dazu kommt eine Ohrrandnekrose, bei der Gewebe am Rand der Ohrmuschel abstirbt.
2025 dann der erste schwere Schub: Hautknoten und hohes Fieber. "Wir waren damals ein paar Wochen getrennt. Ich dachte, es kommt vom Stress."
Doch 2026 folgt ein noch schlimmerer Schub. Für Dilara ist es erschütternd, ihren Hund so krank zu sehen: "Ich sehe sie und frage mich: 'Warum kannst du nicht aufstehen und nicht essen?'"
Besonders belastend ist die Ungewissheit. "Bisher wissen wir nicht, woher die Schübe kommen."
Nächster Schicksalsschlag: Verdacht auf Autoimmunerkrankung
Molly wurden bereits Gewebeproben entnommen. "Ihr fehlt schon eine Ohrspitze." Seitdem gibt es den Verdacht auf die Autoimmunerkrankung "Lupus". Dabei richtet sich das Immunsystem gegen gesundes Gewebe und kann auch Organe angreifen.
Am Donnerstag sollen Molly erneut Proben entnommen werden. Dazu wird ihre linke Ohrmuschel fast vollständig entfernt. Die Proben gehen anschließend in ein Speziallabor. "Antworten wären gut, damit man gezielt behandeln kann", sagt Dilara.
Doch die Behandlung kostet deutlich mehr als ein normaler Tierarztbesuch. Deshalb hat Dilara eine Spendenaktion gestartet. Eine Versicherung greift nicht. "Nach ihrem Schadensfall wurde sie gekündigt. Und aufgrund ihres Alters und ihrer Vorerkrankungen bekommen wir keine Versicherung mehr."
Für Molly geht es damit nicht nur um ein Ohr, sondern um die Chance auf ein möglichst normales Hundeleben. Weitere Infos zur Spendenaktion findet Ihr unter gofundme.com.