Gießen - Ein Hund ging auf Spritztour und verirrte sich in den Regionalexpress von Marburg nach Gießen: Vier Beamte der Bundespolizei rückten aus, um das aggressiv wirkende Tier einzufangen!
Der tierische Einsatz ereignete sich bereits am Samstag gegen 10 Uhr, wie die Polizei am Montag mitteilte.
Demnach schlüpfte der Vierbeiner zuvor in Niederweimar südlich von Marburg unbemerkt aus dem Auto seiner Halterin, als diese gerade Einkäufe in einer Bäckerei tätigte.
Eine Anwohnerin bekam dies mit und versuchte, den Ausreißer einzufangen. "Dabei zeigte sich der Hund jedoch wenig kooperativ und machte durch Drohgebärden deutlich, dass er nicht eingefangen werden wollte", ergänzte ein Sprecher.
Im Anschluss floh das Haustier in Richtung des Niederweimarer Bahnhofs.
Polizei-Einsatz im Regionalexpress von Marburg nach Gießen wegen Hund
"Wenig später stieg der Hund offenbar in den Regionalexpress von Marburg nach Gießen ein", hieß es weiter. Eine Zugbegleiterin bemerkte den frei laufenden Hund und wollte sich ihm nähern. Doch das Tier ging sofort erneut zu eindeutigen Drohgebärden über.
Die Zugbegleiterin ließ daher von dem Hund ab und brachte sich in Sicherheit. Dann alarmierte sie die Bundespolizei.
Ein vierköpfiges Team des Bundespolizeireviers Gießen war wenig später bei dem nun gestoppten Zug. Mit "viel Geduld und dem richtigen Gespür" gelang es den Beamten, sich dem Ausreißer zu nähern. "Nachdem sich die anfängliche Skepsis des Tieres gelegt hatte, konnte es sicher eingefangen werden", erklärte der Sprecher.
Der Vierbeiner wurde auf die Wache mitgenommen. Dort zeigte sich, dass dem Hund ein Mikrochip implantiert worden war. Durch die darauf gespeicherten Informationen konnten die Beamten schnell die Halterin ausfindig machen.
"Damit endete die ungewöhnliche Zugfahrt für den Hund mit einem glücklichen Wiedersehen und ohne weitere Zwischenfälle", schloss der Sprecher der Bundespolizei seinen Bericht ab.