Kann man seinen Hund mit Herpes anstecken?

Ein Küsschen für den süßen Vierbeiner – das ist für viele Hundebesitzer ganz normal. Können Herrchen oder Frauchen dabei Herpes auf den Hund übertragen? Der TAG24-Hunderatgeber klärt auf.

Viele Hundebesitzer geben ihren Hunden gerne mal einen Kuss auf die Schnauze.
Viele Hundebesitzer geben ihren Hunden gerne mal einen Kuss auf die Schnauze.  © 123RF/Sergey Rasulov

Herpes ist eine Virusinfektion, die wohl bekannteste Form ist Lippenherpes, das symptomatisch vor allem als schmerzhafte Bläschen an den Lippen auftritt.

Herpesviren sind hochinfektiös, daher müssen Betroffene, bei denen Herpes akut ausgebrochen ist, besonders vorsichtig sein:

Herpes wird über Schmierinfektion zum Beispiel über gemeinsam benutztes Geschirr und Besteck, über Tröpfcheninfektion zum Beispiel beim Husten oder über direkten Kontakt der Schleimhäute zum Beispiel beim Geschlechtsverkehr, aber auch schon beim Küssen übertragen.

Vom Küssen wird während der Akutphase dringend abgeraten – doch in Sachen Kuscheln mit dem Hund kann Entwarnung gegeben werden. 

Auch Hunde können an Herpes erkranken, doch ist für die Infektion ein anderes Herpesvirus verantwortlich.

Das Canine Herpesvirus 1: Das sollten Hundebesitzer darüber wissen

Für Welpen endet Herpes meist in den ersten Tagen tödlich.
Für Welpen endet Herpes meist in den ersten Tagen tödlich.  © Unsplash/Gursimrat Ganda

Für die Herpeserkrankung beim Hund ist das Canine Alphaherpesvirus 1 verantwortlich. Symptome beim Hundeherpes können Atemwegserkrankungen sein.

Übertragung des Hundeherpes:

Auch beim caninen Herpes sind die Übertragungswege Schmier- und Tröpfcheninfektionen sowie durch Kontakt der Schleimhäute zum Beispiel beim Deckakt, aber vor allem wenn sich Hunde gegenseitig an der Schnauze beschnüffeln.

Herpes beim Hund sollte sehr ernst genommen werden. Zwar stecken erwachsene Hunde Herpes meist gut weg, doch bei tragenden Hündinnen kann es schwere Konsequenzen nach sich ziehen, denn Herpes wird hauptverantwortlich gemacht für das sogenannte Welpensterben in den ersten Tagen oder schon während der Trächtigkeit.

Wie yellowstoneaussis.de in "Canines Herpesvirus Typ 1" warnt, gibt es leider keine Möglichkeit, Hunde mit Herpes zu behandeln - auch die Vorbeugung einer Infektion ist kaum möglich. Man kann aber zumindest die Hündin mit einer Immunsystem-stärkenden Injektion impfen.

Auch wenn Herpes für Hunde also alles andere als ungefährlich ist, braucht man sich keine Sorgen zu machen, dass man sein geliebtes Tier ansteckt, wenn man selbst Herpes hat.

Umgekehrt ist es natürlich genauso: Menschen können sich nicht beim Hund mit Herpes anstecken, da sie nicht für das canine Herpesvirus empfänglich sind.

Titelfoto: 123RF/Sergey Rasulov


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