Irres Hundefest: Hier werden die Vierbeiner wie Götter verehrt

Kathmandu - Menschen in Nepal ehren am Samstag Hunde mit Blumen-Girlanden und indem sie ihnen rotes Pulver auf die Stirn schmieren.

Lalitpur: Ein geretteter Hund mit einer Ringelblumengirlande und rotem Tika auf der Stirn.
Lalitpur: Ein geretteter Hund mit einer Ringelblumengirlande und rotem Tika auf der Stirn.  © Skanda Gautam/ZUMA Wire/dpa

Die Rituale sind Teil eines der wichtigsten Feste des Landes im Himalaya. Die Leute sehen Hunde als Boten des Totengottes Yamaraj und sie versuchen diesen mit dem Fest zu besänftigen - in der Hoffnung, länger zu leben.

Egal ob Haustier oder Streuner, die Leute versorgen die Hunde dann mit Essen, etwa Reis, Brot und Fleisch.

Insgesamt dauert das sogenannte Tihar-Fest jeweils vier bis fünf Tage. Das legen Sternenkundler von Jahr zu Jahr fest. An einem Tag verehren die Nepalesen Krähen, die sie ebenfalls als Boten des Totengottes sehen. Sie zünden auch kleine Lichter an, um Laxmi, die Göttin des Wohlstands und Glücks zu sich zu rufen.

Zusätzlich verehren sie an einem Tag die im Hinduismus ohnehin heiligen Kühe - eine Reinkarnation der Göttin Laxmi - und auch Ochsen werden verehrt, da die Tiere ebenfalls ein Symbol für Wohlstand und Glück sind.

Der letzte Tag des Fests schließlich ist Menschen gewidmet, genauer gesagt: Geschwistern. Sie beten zum Totengott für gute Gesundheit des jeweils anderen und beschenken sich gegenseitig.

Impressionen vom heiligen Kukkur-Tihar-Hundefest in Nepal

Ein Armeehund führt während des Kukkur-Tihar-Hundefestes, das auf den zweiten Tag des Tihar-Festes fällt, in einer Armeezwingerdivision Stunts vor.
Ein Armeehund führt während des Kukkur-Tihar-Hundefestes, das auf den zweiten Tag des Tihar-Festes fällt, in einer Armeezwingerdivision Stunts vor.  © Niranjan Shrestha/AP/dpa
Bhaktapur: Ein Soldat der nepalesischen Armee legt einem Polizeihund Ringelblumenblüten auf die Stirn.
Bhaktapur: Ein Soldat der nepalesischen Armee legt einem Polizeihund Ringelblumenblüten auf die Stirn.  © Niranjan Shrestha/AP/dpa
Tierschützerin Sneha Shrestha schmückt am Kukkur Tihar-Hundefest einen geretteten verletzten Hund mit Girlanden und zinnoberroten Farben im Sneha's Care Tierheim.
Tierschützerin Sneha Shrestha schmückt am Kukkur Tihar-Hundefest einen geretteten verletzten Hund mit Girlanden und zinnoberroten Farben im Sneha's Care Tierheim.  © Skanda Gautam/ZUMA Wire/dpa

In Nepal glaubt man, dass es das Fest schon seit dem Mittelalter gibt. Der Legende nach begann es, nachdem eine Prinzessin den Totengott überzeugt hatte, ihren Bruder erst mitzunehmen, wenn eine Blumenkette verwelken würde.

Titelfoto: Skanda Gautam/ZUMA Wire/dpa

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