Lawine reißt Herrchen mit: Hündin LouLou bleibt allein in eisiger Wildnis zurück
Anchorage (Alaska/USA) - Zwei Nächte allein in der eisigen Bergwelt, umgeben von Schnee und steilen Abhängen! Für Husky-Pudel-Mischling LouLou (4) wurde ein Ausflug in die Berge zum Überlebenskampf.
Am 10. Oktober wurden ihre beiden Begleiter im Chugach State Park on Alaska von einer Lawine erfasst.
Die Männer erlitten unter anderem Rippenbrüche, einen Kiefer- und einen Wirbelbruch sowie eine schwere Handverletzung.
Trotz Sturm und heftiger Winde gelang es militärischen Rettungskräften, sie mit einem Black-Hawk-Hubschrauber ins Krankenhaus zu bringen. Doch von LouLou fehlte jede Spur!
Lauren Padawer, die Freundin des verletzten Bergsteigers Brian, erfuhr im Ausland von dem Unglück. Eigentlich feierte sie dort den 80. Geburtstag ihres Vaters. Dann organisierte sie über Facebook eine riesige Suchaktion.
Mehr als 20 Freiwillige machten sich bereits am ersten Tag auf den Weg. Auch Hubschrauber und Suchhunde kamen zum Einsatz.
Ein AirTag führt die Retter zu LouLou
Ein Hoffnungsschimmer: LouLou trug einen Apple AirTag. Doch dessen Standortdaten waren zunächst ungenau. Lauren verglich Satellitenbilder, bis sie anhand eines Schneefelds und markanter Felsen die vermutete Position eingrenzen konnte.
Nach rund 50 Stunden kam die erlösende Nachricht: Die freiwilligen Helfer Dave Beckett und Amanda Barker entdeckten die schneeweiße Hündin aus ihrem Hubschrauber!
Sie landeten in der Nähe und liefen noch etwa 20 Minuten durch das Gelände. LouLou saß fast regungslos am Berghang.
Erst als Dave sich ihr auf wenige Meter näherte, bellte und heulte sie kurz auf. Schließlich stellte sich heraus: LouLou blieb weitgehend unverletzt!
In einem bewegenden Facebook-Beitrag dankte Lauren den zahlreichen Helfern. Ihr Fazit: Die Technik habe alle miteinander verbunden, doch die Menschen hätten LouLou nach Hause gebracht.
Titelfoto: Screenshot/Facebook/Lauren Joy Padawer

