Sammy wurde von seinem Vorbesitzer ganz übel mitgespielt, gibt es jetzt ein Happy End?

Kassel - Die Geschichte, wie der vier bis fünf Jahre alte Cane-Corso-Mischling Sammy ins Tierheim "Wau-Mau-Insel" in Kassel kam, ist schon ein wenig abenteuerlich und wirft ein ganz schlechtes Bild auf seinen Vorbesitzer.

Zunächst dachte man im Tierheim, Sammy sei ein typischer Fundhund. Doch dann zeigte sich die traurige Wahrheit.
Zunächst dachte man im Tierheim, Sammy sei ein typischer Fundhund. Doch dann zeigte sich die traurige Wahrheit.  © Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V.

Daher ist es wahrscheinlich das Beste für den Hund, dass er mittlerweile im Tierheim gelandet ist und man dort nun nach einem neuen, passenden Zuhause für ihn Ausschau halten kann.

Aber der Reihe nach ... Ein Mann hatte den Rüden im vergangenen Juli ins Tierheim gebracht. Er sagte, dass er Sammy auf der Straße aufgelesen habe, wo der arme Kerl ganz alleine und offensichtlich ohne Frauchen oder Herrchen unterwegs gewesen war. Das berichten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf der Webseite des Tierheims.

Das traurige Schicksal eines Fundhundes also, wie es viele andere Artgenossen leider teilen – so dachte man zunächst in der "Wau-Mau-Insel".

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Doch dann das: Nachdem die Tierpfleger einige Informationen über Sammy eingeholt hatten, stellte sich heraus, dass sein angeblicher Finder in Wirklichkeit der Vorbesitzer war!

Auf Anrufe und auch Post aus dem Tierheim habe dieser nicht reagiert, weswegen mittlerweile Anzeige erstattet wurde. Das Verfahren laufe zwar noch, im Tierheim geht man aber davon aus, dass Sammy auch zu seinem eigenen Besten nicht mehr in sein altes Zuhause zurückkehren wird.

Sammy braucht Menschen mit einer gewissen Hunde-Erfahrung

Sammy ist ein überaus freundlicher Kerl. Es gibt aber einige Dinge, die er überhaupt nicht leiden kann.
Sammy ist ein überaus freundlicher Kerl. Es gibt aber einige Dinge, die er überhaupt nicht leiden kann.  © Bild-Montage: Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V./Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V.

Jetzt hoffen die Tierpfleger also auf eine baldige Vermittlung des so schäbig behandelten Hundes.

Allerdings sollten seine neuen Menschen bereits über eine gewisse Erfahrung mit Hunden verfügen und wegen Sammys Größe auch eine gewisse Standfestigkeit mitbringen.

Viel gelernt habe er in seinem bisherigen Leben auch noch nicht. Deshalb empfehlen die Mitarbeiter des Tierheims auf jeden Fall den Besuch einer Hundeschule. Auch an seiner Sozialverträglichkeit und der Leinenführigkeit müsse noch gearbeitet werden. Mit Artgenossen komme Sammy darüber hinaus überhaupt nicht klar.

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Gegenüber Menschen sei er dagegen grundsätzlich sehr freundlich. Allerdings gebe es einige wenige Dinge, die er so überhaupt nicht leiden kann, wie zum Beispiel einen Besuch beim Tierarzt. Unter anderem deshalb wird im Tierheim zurzeit ein Maulkorb-Training mit Sammy gemacht.

Wer sich vorstellen kann, Sammy bei sich aufzunehmen und ihm endlich die richtig schönen Seiten eines Hundelebens zu zeigen, kann sich gerne mit dem Tierheim "Wau-Mau-Insel" in Kassel in Verbindung setzen.

Das geht telefonisch montags bis freitags von 10 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr unter der Telefonnummer 0561/8615680 oder über das Kontaktformular.

Titelfoto: Bund gegen Missbrauch der Tiere e. V.

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