Wegen eines Instinkts musste Hündin Amai ihre Familie verlassen: Bekommt sie eine neue Chance?

Frankfurt am Main - Sie wollte alles im Blick behalten und zwar ständig. Für Border-Collie-Podenco-Mischling Amai wurde ausgerechnet ihr ausgeprägter Hüteinstinkt zum Problem. Jetzt muss sie auf eine zweite Chance hoffen.

Mischlingshündin Amai wurde 2019 geboren und ist damit aktuell etwa sieben Jahre alt.  © Tierheim Frankfurt

Die Hündin lebte seit dem Welpenalter bei einer Familie, gemeinsam mit einer weiteren Hündin, später auch mit Kindern. Doch irgendwann war der Alltag mit ihr nicht mehr zu bewältigen.

Denn Amai nahm ihre selbst ernannte Aufgabe offenbar sehr ernst: Sie versuchte immer wieder, die Familienmitglieder zu "sortieren" und ihre Bewegungen zu kontrollieren. Zwar ließ sich die Vierbeinerin mit bekannten Kommandos stoppen oder auf ihren Platz schicken.

Doch dafür hätte ständig jemand ein Auge auf sie haben müssen. Schweren Herzens brachte die Familie Amai deshalb in das Frankfurter Tierheim.

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Dort zeigt sich: Hinter dem anspruchsvollen Hüteverhalten steckt eine kluge Vierbeinerin mit viel Potenzial.

Amai beherrscht die wichtigsten Kommandos und setzt sie nach Angaben des Tierheims zuverlässig um.

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Amai benötigt sichere Hunde-Menschen mit Führungskraft

Im Frankfurter Tierheim sitzend hofft Amai darauf, möglichst schnell eine neue Bleibe zu finden.  © Tierheim Frankfurt

Was sie jetzt braucht, sind Menschen, die ihr klare Orientierung geben - besonders beim Gassigehen. Fehlt eine souveräne Führung, neigt sie dazu, Situationen selbst zu beurteilen und zu regeln.

Langweilig werden sollte es mit Amai nicht. Die bewegungsfreudige Hündin möchte gefordert werden, Neues lernen und regelmäßig trainieren.

Körperliche Beschäftigung allein reicht dabei nicht: Auch geistige Aufgaben sind für sie wichtig.

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Bei fremden Menschen hält sich Amai zunächst zurück. Wer ihr Zeit gibt, kann sich dafür über eine enge Bindung freuen. Andere Hunde findet sie mal toll, mal überhaupt nicht, am Ende entscheidet die Sympathie.

Für die Hündin sucht das Frankfurter Tierheim deshalb ein aktives Zuhause mit viel Zeit, Geduld und Lust auf gemeinsame Unternehmungen. Am liebsten wäre Amai dort Einzelhund. Kinder sollten nicht im Haushalt leben oder mindestens 16 Jahre alt sein und Erfahrung mit Hunden mitbringen.

Wer Amai kennenlernen möchte, kann sich per E-Mail an den Frankfurter Tierschutzverein wenden. 

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