Zottelbär, den keiner will: Verbringt Hund Carlo den Rest seines Lebens im Tierheim?

Delitzsch - Was tun, wenn der eigentlich beste Freund des Menschen offenbar von niemandem gewollt wird? Hund Carlo lebt schon seit vielen Jahren im Tierheim Delitzsch, doch Interessenten gibt es nicht. Soll er wirklich seine restliche Zeit dort verbringen?

Der pechschwarze Zottelbär Carlo wünscht sich nur eins: eine eigene Familie, bei der er den Rest seines Lebens verbringen kann.  © privat

Es gab eine kurze Zeit in Carlos Leben, als er zu einer Familie ziehen durfte. Die endete aber viel schneller als erwartet und so musste der circa acht Jahre alte Rüde wieder zurück ins Tierheim.

Das war Anfang 2022, vor fast fünf Jahren also, und für den Vierbeiner die Katastrophe schlechthin, wie die Tierschützer auf ihrer Webseite berichten. Carlo stehe ständig unter Strom, ist sonst aber ein lieber Kerl, der den Menschen um sich herum eigentlich nur um jeden Preis gefallen möchte.

Ähnlich sieht es auch eine frühere Pflegerin des pechschwarzen Fellbündels, die sich an TAG24 gewandt hat, weil Carlo ihr noch immer sehr am Herzen liegt und sie sich unbedingt ein neues Zuhause für ihn wünscht.

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Wie sie erzählte, gebe es nie Anfragen für das Energiebündel, viele der Ehrenamtlichen gehen wohl sogar davon aus, dass er sein restliches Leben im Tierheim verbringen wird.

Ein kleiner Lichtblick sei, dass ein Rentnerpärchen die Fellnase regelmäßig besuche und mit ihm Gassi gehe. Doch ein richtiges Zuhause für immer wäre natürlich das Beste, was ihm passieren könnte.

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Hund Carlo sucht ein Zuhause: Wer gibt ihm eine Chance?

Carlo liebt seine Menschen über alles und würde alles für sie tun.  © Bildmontage: privat

Wichtig zu wissen ist, dass er fremden Menschen gegenüber erstmal skeptisch ist. Insgesamt ist Carlo aber sehr menschenbezogen - schließt er einmal Freundschaft, dann für immer. Mit Katzen hingegen hat er es wohl nicht so, bei Artgenossen entscheidet er nach Sympathie.

Laut der ehemaligen Pflegerin muss bei dem Zottelbären intensive Fellpflege betrieben werden. An eine gewisse Routine gewöhne er sich aber schnell. Leckerli helfen bei jedweder Aufgabe, denn Carlo sei schon recht verfressen.

Beim Thema Männer scheiden sich die Geister etwas, denn laut dem Tierheim habe der Vierbeiner ein Problem mit ihnen. Seine frühere Pflegerin habe aber auch schon positive Erfahrungen in dieser Richtung mit ihm gemacht.

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Carlo sei hochintelligent und lernwillig, seine neuen Für-Immer-Menschen sollten aber bereit sein, mit positiver Bestätigung zu arbeiten. Das Alleinsein hingegen muss noch trainiert werden, was aber kein größeres Problem darstellen sollte.

Erfahrung im Umgang mit Hunden wäre vermutlich von Vorteil - Carlos Menschen sollten in der Lage sein, ihrem Schützling Entscheidungen abzunehmen.

Wer ist bereit, diesen etwas eigenwilligen Hund für seine letzten Jahre an die Pfote zu nehmen? Wenn Ihr Interesse habt, meldet Euch bitte über das Kontaktformular beim Delitzscher Tierheim. Carlo hat eine Chance mehr als verdient.

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