Japankäfer-Invasion in Hessen befürchtet: Sie können großen Schaden anrichten
Von Jan Brinkhus
Gießen/Trebur - Sie können erheblichen wirtschaftlichen Schaden anrichten: Erst waren es nur wenige Japankäfer, jetzt sind im südhessischen Trebur mehr als 200 Exemplare der aus Asien eingewanderten und äußerst gefräßigen Tiere entdeckt worden.
Experten des für ganz Hessen zuständigen Pflanzenschutzdienstes des Regierungspräsidiums Gießen setzen deshalb auf mehr als 30 Fallen in der Umgebung des ersten Fundorts, um eine weitere Ausbreitung zu verhindern.
Eine chemische Bekämpfung des Japankäfers sei dort keine Option.
Aktuell gilt ein Bewässerungsverbot für Rasenflächen innerhalb der Zone in einem Radius von einem Kilometer um den Fundort. "Ziel ist, möglichst viele der Käfer zu fangen, bevor sie sich weiter vermehren und Eier ablegen können. Das machen sie in feuchten Rasenflächen", sagte der Leiter des Pflanzenschutzdienstes, Christian Hillnhütter.
Im August 2025 war in dem Gebiet im Kreis Groß-Gerau der erste Japankäfer in Hessen entdeckt worden. Die Käferart kann großen Schaden anrichten, weil sie rund 400 verschiedene Pflanzenarten befällt und deren Blätter, Früchte und Blüten frisst.
Der ursprünglich aus Asien stammende Käfer ist rund einen Zentimeter groß - etwa so groß wie eine Kaffeebohne und kleiner als ein Ein-Cent-Stück.
Titelfoto: Uli Deck/dpa
