Hillsborough (North Carolina/USA) - Sie war gekommen, um ihm zu helfen. Doch schon bald weinte Alexa Chapman von "Longleaf Animal Rescue" bittere Tränen. Der Grund: In der Akte von Kater Merlin steckte ein Brief, der es in sich hatte.
Chapman war Ende September zum örtlichen Tierheim in Hillsborough, North Carolina, gefahren, nachdem sie von Merlins Ankunft erfahren hatte. Zuvor hatte der Kater in einer Katzenkolonie auf der Straße gelebt.
Dennoch hatte eine Frau aus der Nachbarschaft ein Auge auf ihn und die anderen Katzen gehabt. Deshalb waren ihr auch die Probleme aufgefallen, die er beim Fressen entwickelt hatte.
In ihrem handgeschriebenen Brief schüttete die Katzenfreundin ihr Herz aus: "Er würgt und verschluckt sich beim Fressen. Das macht ihm große Angst und in den letzten Tagen hat er das Fressen ganz eingestellt. Dieser Zustand besteht schon seit Monaten und verschlimmert sich zusehends."
An anderer Stelle schrieb sie: "Ich liebe ihn. Ich würde mich für immer um ihn kümmern." Doch für eine Behandlung habe sie schlicht nicht genug Geld. Nach der Lektüre des Briefs griff Chapman sofort zum Telefon, um die Verfasserin anzurufen. Kurz darauf wurde es noch emotionaler.
Kater Merlin wartet auch laut einem Facebook-Update noch auf sein Happy End
"Sie fing an zu weinen, weil sie nicht glaubte, dass ihm irgendjemand helfen würde. Sie wollte einfach nicht, dass er leidet", erzählte Chapman jetzt in einem Gespräch mit The Dodo.
"Es brach ihr das Herz, ihn abgeben zu müssen [...]. Sie möchte, dass er sicher ist und geliebt wird", fügte sie hinzu.
Chapman hat Merlin seitdem als Pflegekatze bei sich aufgenommen. Tragischerweise blieb seinem Tierarzt nichts anderes übrig, als ihn wegen einer Infektion im Maul zu behandeln und ihm die Zähne zu entfernen. Jetzt kann Merlin nur noch Futter zu sich nehmen, das er nicht mehr zerkauen muss.
Auch ein Happy End lässt noch auf sich warten. Bei seiner Pflegemutter wird er nicht für immer bleiben können. Deshalb hofft Chapman, dass bald jemand die Samtpfote für immer aufnimmt.