Notfellchen in Sachsen: Kater Odin "war dem Tod näher als dem Leben"

Mittweida - Zeitgleich mit einem schwerst verletzten Kater ist dem Tierschutzverein Mittweida e.V. auch eine alte, kranke Katzendame als Notfall gemeldet worden.

Kater Odin wurde in einem sehr schlechten Zustand aufgefunden.
Kater Odin wurde in einem sehr schlechten Zustand aufgefunden.  © Tierschutzverein Mittweida e.V.

Die beiden Fellnasen gehörten nicht zusammen und wurden am 21. April aus verschiedenen Orten und von verschiedenen Leuten gemeldet. Beide Vierbeiner befanden sich in einem sehr schlechten Zustand.

Sie wurden dann stationär im Tiergesundheitszentrum Lichtenau in Sachsen aufgenommen und tierärztlich versorgt.

"Der Kater hatte eine alte Bisswunde, höchstwahrscheinlich von einem Hund. Genau kann man das aber bis heute nicht sagen. Er konnte sich kaum auf den Beinen halten, das Gewebe am Kopf war teilweise abgestorben, die Wunde eiterte ohne Ende und er roch ganz schlimm. Odin, so haben wir ihn genannt, war dem Tod näher als dem Leben", so der Tierschutzverein Mittweida e.V..

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Trotz der schlechten Prognose kämpfte sich Odin mithilfe von Tierärzten und Tierarzthelferinnen Stück für Stück ins Leben zurück. Es bildete sich sogar neues Gewebe am Kopf des Katers, eine Lücke wurde am vergangenen Freitag in einer Operation gefüllt und dem Vierbeiner sein altes Aussehen wiedergegeben.

Odin geht es nun schon besser und seine Fäden können wahrscheinlich in 14 Tagen gezogen werden.

Was wurde aus Katzendame Hummel?

Bei Oma Hummel hatte sich ein Lungenödem gebildet. Trotz sofortiger Behandlung konnte leider nichts mehr für sie getan werden.
Bei Oma Hummel hatte sich ein Lungenödem gebildet. Trotz sofortiger Behandlung konnte leider nichts mehr für sie getan werden.  © Tierschutzverein Mittweida e.V.

Vom Tierschutzverein bekam eine alte Katzendame den Namen "Oma Hummel".

In der Praxis blühte die Samtpfote richtig auf und damit wuchs die Hoffnung auf Genesung, doch bei der Katze hatte sich ein Lungenödem gebildet.

"Trotz sofortiger Behandlung konnte leider nichts mehr für sie getan werden. Wir hätten uns für die liebenswerte alte Dame noch viele schöne Jahre gewünscht, aber leider war ihre Zeit abgelaufen", berichtet der Verein traurig.

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Beide Notfellchen mussten intensiv tierärztlich betreut werden, wodurch ein großes Loch in die Vereinskasse gerissen wurde. Aber auch die anderen Schützlinge in der Katzen-WG und auf den Pflegestellen benötigen weiterhin Unterstützung.

Wer den Verein unterstützen möchte, kann das unter anderem hier tun.

Titelfoto: Bildmontage: Tierschutzverein Mittweida e.V.

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