Tacoma (USA) - Der Einsatz der Wasserschutzpolizei von Tacoma nahm eine unerwartete Wendung, als sie bei der Durchsuchung eines verlassenen Bootes plötzlich auf Dutzende Katzen traf. Die Tiere waren zum Großteil völlig ausgehungert und verängstigt.
In der vergangenen Woche waren bei der Wasserschutzpolizei mehrere Meldungen zu einem Boot in den Gewässern vor Owen Beach eingegangen, woraufhin sich die Beamten vor Ort ein eigenes Bild machen wollten.
Die kleine Yacht befand sich noch in Privatbesitz, weshalb die Polizei zuvor einen Durchsuchungsbeschluss benötigte, um sie überhaupt betreten und kontrollieren zu können.
"Was unsere Beamten im Inneren vorfanden, war unerwartet", schreibt das Tacoma Police Department auf Facebook. Die Beamten entdeckten mehr als 30 Katzen und Jungtiere, die teilweise in Kisten kauerten und von sehr viel Kot und Staub umgeben waren.
"Viele der Katzen waren verängstigt und unterernährt", heißt es weiter.
Wasserschutzpolizei rettet mehr als 30 Katzen von Boot
Zusammen mit der Tierkontrollbehörde und der Spurensicherung machte man sich sofort daran, die Samtpfote aus dieser Hölle zu befreien - was sich aufgrund der großen Angst der Vierbeiner als schwierig erweisen sollte. Ganze zwei Tage lang benötigten die Retter, alle Katzen vom Boot zu holen und in Sicherheit zu bringen.
Mittlerweile konnten die Ermittler mehr über den Eigentümer des Bootes herausfinden, ihn aber noch nicht ausfindig machen. Gegen ihn läuft aber schon jetzt eine Untersuchung.
"Wir sind stolz auf die Beamten der Wasserschutzpolizei und der Tierkontrolle sowie auf die Spezialisten der Spurensicherung für ihr Mitgefühl und ihren Einsatz – nicht nur für die Menschen, denen sie dienen, sondern für jedes Mitglied unserer Gemeinschaft, das Hilfe benötigt", liest man im Facebookbeitrag.
Die Fellnasen wurden vorerst zur "Tacoma-Pierce County Humane Society" gebracht, wo sie sich erst einmal von den Strapazen erholen sollen und wieder zu Kräften kommen können.