Mäusebussard steckt verletzt in Baum fest: Nach vier Tagen in Freiheit entlassen

Marktschellenberg - Dass sich das Bayerische Rote Kreuz (BRK) nicht nur um Menschen kümmert, zeigt der Fall eines – vermutlich bei einem missglücktem Jagdversuch – verunglückten Mäusebussards im Raum Marktschellenberg.

Von Freitag bis Dienstag musste ein verletzter Mäusebussard gepflegt und versorgt werden. Dann konnte er wieder in die Freiheit entlassen werden.  © Bayerisches Rote Kreuz, Kreisverband Berchtesgadener Land

Dem Kreisverband des Landkreises Berchtesgadener Land wurde das Tier am Freitag (21. August) gegen 16 Uhr gemeldet.

Das Tier hatte sich mit einem seiner beiden Fänge in der Stammspalte einer Rotbuche eingeklemmt und konnte sich nicht mehr befreien.

Das BRK rief die Bergwacht zur Unterstützung, die über das notwendige Gleitschirmflieger-Rettungsset mit Baumsteigeisen verfügt.

Tiere Bär verirrt sich im Wohngebiet auf Baum, dann geht’s unsanft abwärts

Wegen der knapp vier Meter Höhe konnte man jedoch mit einer Leiter das Tier erreichen.

Der Salzberger Falkner Wolfgang Czech nahm das blutende Jungtier auf, um es ein paar Tage zu füttern und zu pflegen.

Der Experte "versorgte die offene Wunde und die durchs stundenlange Hängen eingetretene Lähmung mit speziellen Mitteln", wie das BRK am Mittwoch mitteilte.

Anzeige

Einen Tag zuvor, am Dienstag, konnte der Mäusebussard wieder gut genährt in seinem Revier in der Scheffau freigelassen werden. Ohne ein Zeichen des Abschiedsgrußes schwang er sich in die Lüfte.

Mehr zum Thema Tiere: