Mann misshandelt Hund, Nachbar filmt alles mit: Jetzt kassiert der Tierquäler seine Strafe
Privet Drive (Bristol/Großbritannien) - Wie Müll weggeworfen: In der britischen Großstadt Bristol wurde ein Mann wegen Tierquälerei zu einer hohen Geldbuße und einem Tierhalteverbot verurteilt, nachdem er einen Hund rücksichtslos über einen Zaun schmiss - ein Nachbar filmte die Szene.
Vor rund zehn Monaten wurde der 42-jährige James Andrew Marchant aus Privet Drive von einem Anwohner dabei beobachtet, wie er den abgemagerten Vierbeiner einer Freundin qualvoll misshandelte. Im Zuge des grausamen Vorfalls kontaktierte der Zeuge die Polizei, welche den Täter wenig später in Gewahrsam nahm.
"Die gefühllose Art und Weise, wie er Boomer über den Zaun warf, verschärft durch das Versäumnis, ihn anschließend von einem Tierarzt untersuchen zu lassen, und zeigt, dass er seine Pflicht, ihn vor Schmerzen, Leiden, Verletzungen und Krankheiten zu schützen, nicht erfüllt hat", erklärte der Nachbar gegenüber BBC.
Die Aufnahme des Augenzeugen zeigte, wie Marchant den Hund fest am Hals packte, durch den Garten trug und anschließend fast zwei Meter in die Luft warf.
Der Nachbar forderte den 42-Jährigen auf, das Tier loszulassen - jedoch ohne Erfolg. Die abgemagerte Fellnase Boomer schlug auf den gepflasterten Boden des Grundstücks auf.
Die polizeilichen Ermittlungen ergaben, dass sich Marchant zum Zeitpunkt des Vorfalls bei einer Freundin aufhielt – der Tierbesitzerin Clair Yvonne Malik (43).
Nun folgte die Strafe: Wegen seines Fehlverhaltens erhielt der Brite ein zehnjähriges Tierhalteverbot sowie eine Geldstrafe in Höhe von 400 Pfund (circa 467 Euro). Die 43-Jährige musste sich wiederum wegen der Vernachlässigung ihres Tieres verantworten.
Der Vierbeiner Boomer wog während des Vorfalls nur noch zwei Kilogramm
Ein am Verfahren beteiligter Tierarzt untersuchte den Hund und stellte ein extremes Untergewicht fest - Boomer wog nur zwei Kilogramm. Gegenüber dem Gericht betonte der zuständige Mediziner, die Fellnase hätte während des Vorfalls unter Angstzuständen und Schmerzen gelitten.
Die Tierschutzorganisation RSPCA nahm den Vierbeiner in Obhut und päppelte ihn wieder auf.
"Tiere empfinden Schmerz und Leid genauso wie wir und verdienen es immer, dass man ihnen Freundlichkeit und Mitgefühl entgegenbringt", betonte Kim Walters, Inspektorin des Vereins.
Titelfoto: 123RF/nattashutter
