Nervige Nagetiere: Diese Stadt leidet unter einer massiven Rattenplage

New York - Urbane Metropolen sind ein Paradies für Ratten. In Europa sticht etwa Paris unter den Großstädten hervor, die ein Problem mit den kleinen Nagern haben. Doch in Übersee? Hier hat vor allem New York mit einer massiven Rattenplage zu kämpfen.

Eine Ratte versteckt sich hinter einer Reihe von Müllsäcken. Von Menschen weggeworfene Lebensmittel sind eine perfekte Nahrungsquelle für die kleinen Überlebenskünstler.
Eine Ratte versteckt sich hinter einer Reihe von Müllsäcken. Von Menschen weggeworfene Lebensmittel sind eine perfekte Nahrungsquelle für die kleinen Überlebenskünstler.  © Chanawat Phadwichit/123RF

Ratten gibt es in der US-amerikanischen Metropole schon seit dem 18. Jahrhundert - nie zuvor war die Plage allerdings so krass wie heute.

Mindestens zwei Millionen Ratten leben in New York zusammen mit 8,6 Millionen Menschen. Millionen von Dollar investierte die Stadt allein in den letzten zwei Jahren, um der Lage Herr zu werden, doch alle Bemühungen waren umsonst.

Denn: Im 21. Jahrhundert sind die kleinen Nager so perfekt an ihre urbane Umgebung angepasst, dass eine Beseitigung der Tierplage mittlerweile kaum noch möglich sein dürfte.

Wie der Guardian unter Bezugnahme auf aktuelle Forschungen berichtet, tragen die New Yorker Ratten mittlerweile sogar einen Teil menschlicher DNA in sich.

Die Mutation hat es den Nagetieren ermöglicht, in ihrer städtischen Umgebung perfekt klar zu kommen. Allerdings sind sie dadurch auch anfälliger für Krankheiten, von denen normalerweise nur der Mensch betroffen ist.

Die Rattenplage wird spätestens dadurch zu einem immer größer werdenden Risiko für das menschliche Leben in New York. Denn die zwei Millionen Ratten werden zu potenziellen Krankheitsüberträgern.

Urbane Ratten sind durch genetische Mutationen perfekt angepasst

"Wir wissen, dass sich Ratten in ihrem Verhalten und in ihrer Ernährung auf unglaubliche Weise verändert haben", so Arbel Harpak, Populationsgenetiker an der Columbia University. "In New York kann man sehen, wie sie Bagels essen und Bier trinken. In Paris mögen sie Croissants und Butter. Sie passen sich auf erstaunliche Weise an."

Die Genveränderungen ermöglichen es den Ratten möglicherweise auch, sich leichter durch Rohre und Abwasserkanäle zu bewegen. Daher können sie weitgehend problemlos von natürlich geprägten Umgebungen wie etwa dem Central Park in menschliche Habitate vordringen.

Das Team um Arbel Harpak möchte nun vor allem herausfinden, in welchen Zeiträumen die einzelnen genetischen Veränderungen stattgefunden haben.

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