Sozialer Bauernhof kurz vor dem Aus? Kosten für Energie und Tierfutter explodieren

Little Eaton (Großbritannien) - Überall steigen die Lebenshaltungskosten. In England steht nun eine gemeinnützige Tierfarm vor einer ungewissen Zukunft.

Die Versorgung der Tiere bereitet Bridget Adams-Shaw die größten Sorgen.
Die Versorgung der Tiere bereitet Bridget Adams-Shaw die größten Sorgen.  © Helping Hooves

Helping Hooves (auf Deutsch: "helfende Hufen") ist eine Sozialfarm mit Tradition: Der Bauernhof in Little Eaton nahe Nottingham setzt sich für Schulklassen sowie hilfsbedürftige Menschen ein und bietet etwa Therapietage mit den Tieren an.

Doch maßlos gestiegene Energie- und Lebensmittelpreise setzen die Farm unter enormen Druck.

"Die Zeiten sind hart", erklärt Gründerin Bridget Adams-Shaw gegenüber der BBC. Vor allem die Futterkosten für Pferde, Ziegen, Schafe und Hühner seien massiv gestiegen, aber auch die Rechnungen für Versorgungsleistungen.

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Tiere Summ, summ! Bienen sind jetzt schon fleißig

Helping Hooves unterstützt Menschen mit Drogen- und Alkoholmissbrauch, Essstörungen und psychischen Problemen - auch, indem sie ihnen einen Arbeitsplatz in der Farm anbietet.

"Sie beteiligen sich an der Ausbildung und Pflege der Tiere, an der Gartenarbeit, am Naturschutz und an der allgemeinen Instandhaltung", sagt Adams-Shaw. "Es ist ein sicherer Ort, an dem sie das Gefühl haben, dass sie dem Alltag entfliehen können."

Zwar wächst der Bedarf an den sozialen Diensten der Tierfarm, gleichzeitig steigen aber auch die Betriebskosten.
Zwar wächst der Bedarf an den sozialen Diensten der Tierfarm, gleichzeitig steigen aber auch die Betriebskosten.  © Helping Hooves

Sorgen um Bauernhof: "Unsere finanziellen Mittel werden knapp"

Doch wie lange kann sich der soziale Bauernhof finanziell noch über Wasser halten? "Die Kosten für den Betrieb des Hofes und die Versorgung der Tiere steigen. Heu kostet uns zum Beispiel 280 Pfund pro Woche und auch das eigentliche Hartfutter, die Einstreu und die Versorgung der Tiere sind teuer", so die Engländerin.

"Außerdem müssen wir Miete und Versicherung zahlen, und das wird immer schwieriger. Unsere finanziellen Mittel werden knapp, während der Bedarf an unseren Dienstleistungen weiter wächst", fasst Adams-Shaw die prekäre Lage von Helping Hooves zusammen.

"Unsere größte Sorge ist die Versorgung der Tiere über den Winter. Schließlich gibt es ohne Tiere keinen Bauernhof."

Titelfoto: Helping Hooves

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