Russischer Raketenangriff zerstört Lager von deutscher Firma Liqui Moly - auch Puma betroffen

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Von Tatjana Bojic

Ulm - Bei einem russischen Raketenangriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist neben einem Lager des Ulmer Schmierstoffherstellers Liqui Moly auch ein Puma-Logistikzentrum getroffen worden.

Liqui Moly produziert Schmierstoffe und Additive für Fahrzeuge. (Archivfoto)
Liqui Moly produziert Schmierstoffe und Additive für Fahrzeuge. (Archivfoto)  © Stefan Puchner/dpa

Es sei bei dem Angriff und einem anschließenden Brand niemand verletzt worden, sagte Liqui-Moly-Unternehmenssprecher Sina Ataei. An Schaden sei ein niedriger Millionenbetrag entstanden.

Nach Angaben einer Puma-Sprecherin wurde auch ein Logistikzentrum des Sportartikelherstellers in der Ukraine getroffen. Wo genau der Standort des Lagers ist, machte sie nicht öffentlich.

"Wir können bestätigen, dass bei einem Angriff mit ballistischen Raketen in der Nacht zum 5. August ein Logistikzentrum von Puma in der Ukraine getroffen wurde", heißt es in einer Stellungnahme.

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Mitarbeiter seien nicht verletzt worden. Puma arbeite daran, sein Sortiment für die Ukraine so schnell wie möglich wieder verfügbar zu machen. 

Das Team von Liqui Moly arbeite mit Hochdruck daran, die Lieferketten wiederherzustellen, schrieb die ukrainische Vertretung bereits am Mittwoch.

Bei dem völlig zerstörten Objekt handelt es sich nach Auskunft von Ataei um ein Lager, in dem ein langjähriger Kunde Waren lagerte. "Also ja, es ist natürlich schon ein Angriff auch auf uns indirekt", sagte Ataei.

Man wolle dem Partner so schnell wie möglich wieder ein Lager zur Verfügung stellen, dies sei jedoch nicht so leicht. An Wiederaufbau werde im Moment nicht gedacht. "Gemeinsam arbeiten wir daran, die Auswirkungen des Vorfalls zu begrenzen und die Versorgung unserer Kunden weiterhin sicherzustellen", sagte der Sprecher.

Liqui Moly beschäftigt weltweit rund 1300 Mitarbeiter

Das Ausmaß des Schadens ist enorm.
Das Ausmaß des Schadens ist enorm.  © Screenshot/Facebook/Liqui Moly Ukraine

Das Verteidigungsministerium in Moskau hatte am Mittwoch von einem Massenangriff gesprochen, der sich gegen Logistik- und Verteilzentren militärischer Güter gerichtet habe. Getroffen wurden demnach Lagerhäuser in der Hauptstadt Kiew und am Stadtrand.

Liqui Moly beschäftigt weltweit rund 1300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Schmierstoff- und Additive-Hersteller mit Hauptsitz in Ulm ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und knackte 2024 erstmals die Marke von einer Milliarde Euro Umsatz.

zuletzt aktualisiert 15.19 Uhr.

Titelfoto: Screenshot/Facebook/Liqui Moly Ukraine

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