Ukraine-Krieg: Drohnen attackieren Moskau am Wahltag

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Ukraine - Am letzten Tag der Parlamentswahl in Russland ist die Hauptstadtregion Moskau erneut zum Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden.

Russland überzieht die Ukraine seit mehr als viereinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg, der schon unzählige Menschen das Leben gekostet und gewaltige Schäden angerichtet hat.
Russland überzieht die Ukraine seit mehr als viereinhalb Jahren mit einem zerstörerischen Angriffskrieg, der schon unzählige Menschen das Leben gekostet und gewaltige Schäden angerichtet hat.  © Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

Seit Mitternacht seien mehr als 180 Drohnen abgefangen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Sergej Sobjanin, Bürgermeister der Millionenmetropole.

Allerdings seien laut dem Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, auch mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden, als Drohnen in zwei Wohnhäuser einschlugen, hieß es in dem Bericht. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Heute endet die dreitägige Parlamentswahl in Russland. Nach dem Ausschluss der Opposition will sich Präsident Wladimir Putin seinen Kriegskurs gegen die Ukraine offiziell bestätigen lassen.

Ukraine-Krieg: US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor
Ukraine Ukraine-Krieg: US-Senatoren stellen Gesetz für neue Russland-Sanktionen vor

Trotz Wirtschaftskrise, Kriegsmüdigkeit und weit verbreiteter Unzufriedenheit soll auch diesmal wieder eine Zweidrittelmehrheit für die seit mehr als 20 Jahren regierende Kremlpartei "Geeintes Russland" erzielt werden.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

20. September, 7.32 Uhr: Ukraine-Krieg laut Slowakei-Premier Robert Fico "nicht unser Krieg"

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico hat seine Forderung erhärtet, die Nato dürfe sich nicht in einen Krieg gegen Russland hineinziehen lassen.

Obwohl Russland mit seinem Angriff "eine Verletzung des Völkerrechts" begangen habe, sei der Krieg in der Ukraine "weder unser Krieg noch ein Krieg der Nato", sagte der Linkspopulist am Samstagabend in einer Videoansprache. Schon jetzt habe der Krieg Millionen Tote und enorme Zerstörungen verursacht. Statt eine weitere Eskalation zu riskieren, müsse ein Ausweg auf dem Verhandlungsweg gesucht werden.

20. September, 7.30 Uhr: Wahl in Russland endet, wie schneidet Putins Partei ab?

In Russland endet heute die dreitägige Parlamentswahl. Nach dem Ausschluss der Opposition will sich Präsident Wladimir Putin seinen Kriegskurs gegen die benachbarte Ukraine offiziell bestätigen lassen.

Trotz Wirtschaftskrise, Kriegsmüdigkeit und weit verbreiteter Unzufriedenheit im Volk soll auch diesmal wieder eine Zweidrittelmehrheit für die seit mehr als 20 Jahren regierende Kremlpartei "Geeintes Russland" erzielt werden.

Die Wahl wird trotz Protesten der Ukraine erstmals auch in den von Russland kontrollierten Teilen der annektierten ukrainischen Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson abgehalten. Auf der schon 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim wird ebenfalls wieder abgestimmt. Die ukrainische Führung sprach von einer Stimmabgabe mit vorgehaltenen Sturmgewehren und will das offizielle Ergebnis in den besetzten Gebieten nicht anerkennen.

20. September, 7.27 Uhr: Ukrainische Drohnen attackieren Moskau am Wahltag

Am letzten Tag der Parlamentswahl in Russland ist die Hauptstadtregion Moskau erneut zum Ziel ukrainischer Drohnenangriffe geworden.

Seit Mitternacht seien mehr als 180 anfliegende Drohnen abgefangen worden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Sergej Sobjanin, den Bürgermeister der Millionenmetropole. Allerdings seien laut dem Gouverneur der Hauptstadtregion, Andrej Worobjow, auch mindestens zwei Menschen getötet und mehrere verletzt worden, als Drohnen in zwei Wohnhäuser einschlugen, hieß es in dem Bericht. Die Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

Bei der Wahl in Russland will sich Kremlchef Putin seinen Kriegskurs bestätigen lassen. Am letzten Tag der Abstimmung meldet die russische Luftabwehr massenhaft aus der Ukraineeinfliegende Drohnen.
Bei der Wahl in Russland will sich Kremlchef Putin seinen Kriegskurs bestätigen lassen. Am letzten Tag der Abstimmung meldet die russische Luftabwehr massenhaft aus der Ukraineeinfliegende Drohnen.  © -/AP/dpa

20. September, 7.25 Uhr: Mutter und Kinder bei Angriff im Kiewer Umland getötet

Infolge eines russischen Angriffs sind im Umland der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens drei Menschen getötet worden.

Dabei handele es sich um eine Mutter mit zwei kleinen Kindern, teilte Militärverwaltungschef Tymur Tkatschenko bei Telegram mit. Die "schreckliche Tragödie" habe sich im Landkreis Fastiw südwestlich von Kiew ereignet. Demnach wurden mehrere Wohnhäuser und ein Auto beschädigt. Ein Brand sei gelöscht worden.

19. September, 7.13 Uhr: Trump unterzeichnet Paket mit Sanktionen gegen Russland

US-Präsident Donald Trump hat das vom Parlament verabschiedete Gesetz mit neuen weitreichenden Sanktionen gegen Russland unterzeichnet.

Das teilte das Weiße Haus in Washington mit. Das Sanktionspaket hatte zuvor eine parteiübergreifende Mehrheit im Kongress bekommen und soll den Kreml im Ukraine-Krieg stärker unter Druck setzen.

Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen sieht das Paket Sanktionen gegen russische Öl- und Gas-Exporte vor, mit denen Moskau seinen Angriffskrieg finanziert.

19. September, 7.11 Uhr: Trump - Russland greift Verbündete der Ukraine seit Jahren an

US-Präsident Donald Trump hat Russland der Angriffe auf Verbündete der Ukraine bezichtigt.

"Seit etwa fünf Jahren greifen sie die Verbündeten der Ukraine an", sagte er im Weißen Haus auf eine Reporterfrage nach entsprechenden Sorgen in Polen. "Ich glaube, da sind sich alle einig", sagte Trump weiter.

Zuletzt spielte US-Präsident Trump die Gefahr durch Russland meist herunter. Nun gibt es andere Töne aus dem Weißen Haus.
Zuletzt spielte US-Präsident Trump die Gefahr durch Russland meist herunter. Nun gibt es andere Töne aus dem Weißen Haus.  © Jacquelyn Martin/AP/dpa

19. September, 7.10 Uhr: Militärverwaltung - Tote nach russischem Gleitbombenangriff in Sumy

Bei einem russischen Angriff mit Gleitbomben sind in der nordostukrainischen Stadt Sumy nach Behördenangaben mindestens zwei Menschen getötet worden.

Sieben weitere seien bei der Attacke verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung von Sumy, Oleh Hryhorow, bei Telegram mit. Darunter sei ein 13-jähriges Mädchen. Hryhorow veröffentlichte auch ein in der Nacht aufgenommenes Foto, auf dem ein schwer beschädigtes mehrstöckiges Wohnhaus zu sehen ist. Seine Angaben ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.

19. September, 7.09 Uhr: Putin wirft Ukraine Störung der Parlamentswahl vor

Kremlchef Wladimir Putin hat vor dem Hintergrund der laufenden dreitägigen Wahl für das Parlament in Russland schwere Vorwürfe gegen die Ukraine erhoben.

"Die ukrainische Führung hat es bekanntlich nicht eilig, Wahlen abzuhalten, aber uns versuchen sie auch zu stören", sagte Putin bei einer Sitzung der Militärindustrie-Kommission. Er warf der Ukraine vor, eine Wahlleiterin im von Russland besetzten Teil der Region Saporischschja in ihrem Wohnhaus bei einem Angriff getötet zu haben. Das zeige, dass Kiew kein echtes Interesse an Frieden und Friedensverhandlungen habe. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig prüfen.

18. September, 22.22 Uhr: Selenskyj nennt ukrainisches Haushaltsloch "astronomisch"

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat das Haushaltsloch seines Landes als "astronomisch" bezeichnet.

"Wir arbeiten an einigen Vorschlägen, um das von mir angesprochene Defizit zu beheben – das, unter uns gesagt, astronomisch ist", sagte Selenskyj Journalisten bei dem von ihm einberufenen Gipfel von Karpaten-Staaten im westukrainischen Gebiet Iwano-Frankiwsk. Es gebe bereits einige Vereinbarungen. 

Selenskyj berief sich dabei auf ein Telefonat vom Donnerstag mit EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, nachdem Brüssel Kiew weitere 3,3 Milliarden Euro überwies. Diese sollen dem Staatschef zufolge sofort in die Produktion von Drohnen und Raketen fließen. Die genaue Höhe des Haushaltslochs nannte er nicht. Im August hatte der Präsident es noch mit umgerechnet rund 23,5 Milliarden Euro beziffert.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat das Haushaltsloch seines Landes als "astronomisch" bezeichnet.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat das Haushaltsloch seines Landes als "astronomisch" bezeichnet.  © Danylo Antoniuk/AP/dpa

18. September, 14 Uhr: Merz drängt EU-Partner zu mehr Ukraine-Hilfe

Bundeskanzler Friedrich Merz appelliert an die Regierungen anderer EU-Staaten, mehr Geld für den Abwehrkampf der Ukraine gegen Russland bereitzustellen.

"Bei der Unterstützung der Ukraine ist ein stärkeres Engagement anderer Mitgliedstaaten sowohl angemessen als auch dringend erforderlich", schreibt der CDU-Politiker in einer gemeinsamen Erklärung mit den Regierungschefs von Dänemark, den Niederlanden, Österreich und Finnland. Gemeinsam mit Schweden leisten die fünf Länder nach eigenen Angaben derzeit rund 70 Prozent der bilateralen Ukraine-Hilfe der EU-Staaten.

Titelfoto: -/AP/dpa

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