Ukraine-Krieg: Brand in russischer Raffinerie nach Drohnenangriff

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Ukraine - Wenige Tage nach dem Besuch von US-Präsident Donald Trump (79) hat Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping (72) Russlands Präsidenten Wladimir Putin (73) in Peking empfangen.

Der russische Präsident Wladimir Putin (73) ist am Dienstag in Peking eingetroffen.
Der russische Präsident Wladimir Putin (73) ist am Dienstag in Peking eingetroffen.  © Uncredited/Russian pool/AP/dpa

Vor der Großen Halle des Volkes begrüßte Xi den Kremlchef mit militärischen Ehren und rotem Teppich. Auf Bildern chinesischer Staatsmedien waren auch Kinder mit russischen und chinesischen Fähnchen zu sehen.

Zu den internationalen Themen dürften der Iran-Krieg und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine gehören. Ein weiteres wichtiges Thema dürfte die Energiezusammenarbeit sein. Russland wünscht seine Lieferungen nach China auszubauen.

Nach russischen Angaben ist auch ein Treffen der beiden Präsidenten bei Tee geplant. Auch die Unterzeichnung zahlreicher bilateraler Dokumente ist vorgesehen. Insgesamt sollen rund 40 Vereinbarungen unterzeichnet werden.

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Ukraine Ukraine-Krieg: US-Außenminister bezichtigt Selenskyj der Lüge

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

20. Mai, 9.45 Uhr: Brand in russischer Raffinerie nach Drohnenangriff

Die ukrainische Armee hat ihre Serie von Drohnenangriffen auf die russische Ölindustrie fortgesetzt und in der Nacht die große Raffinerie von Kstowo an der Wolga attackiert.

Wie üblich bestätigte der Gouverneur des russischen Gebiets Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, den Angriff nur teilweise: "Herabstürzende Trümmer haben Schäden mit einem anschließenden Feuer an zwei Industrieobjekten im Kreis Kstowo verursacht", teilte er bei Telegram mit. Russische und ukrainische Telegramkanäle übernahmen Videos von Augenzeugen, die einen Brand in der Raffinerie zeigen sollen. 

Die Raffinerie von Kstowo gehört dem zweitgrößten russischen Ölkonzern Lukoil und zählt zu den zehn größten des Landes. Der ukrainische Generalstab hatte auch am Dienstag einen Angriff auf die Anlage gemeldet. Die Ukraine greift seit Monaten Raffinerien, Pumpstationen und Exporthäfen der russischen Ölindustrie an. So soll die Treibstoffversorgung des Gegners gestört werden, die Exportausfälle sollen die Kriegskasse des Kremls schmälern. 

Die Ukraine hat erneut eine russische Raffinerie attackiert. (Symbolfoto)
Die Ukraine hat erneut eine russische Raffinerie attackiert. (Symbolfoto)  © Jay Kogler/AAP/dpa

20. Mai, 6.46 Uhr: Erneut russische Angriffe auf ukrainische Städte

Russland hat auch in der Nacht wieder ukrainische Städte und Regionen angegriffen.

Ukrainische Behörden meldeten nach russischen Drohnenangriffen mindestens elf Verletzte sowie mehrere zerstörte Gebäude in den Städten Odessa, Dnipro und Konotop. Von unabhängiger Seite sind diese Angaben nicht überprüfbar. 

In dem Gebiet Sumy wurden in der Stadt Konotop mehrere Gebäude getroffen, wie Militärgouverneur Oleh Hryhorow auf Telegram schrieb. Dabei seien mindestens sechs Menschen verletzt worden. Der Bürgermeister der Stadt Konotop, Artem Semenichin, sagte laut einem Medienbericht, wegen Mangels an Rettungswagen würden die Verletzten in privaten Fahrzeugen in Krankenhäuser gebracht. Auch ein Museum sei beschädigt worden. 

In Konotop sind russische Drohnen in mehrere Gebäude eingeschlagen.
In Konotop sind russische Drohnen in mehrere Gebäude eingeschlagen.  © --/Ukrainian Emergency Service via AP/dpa

20. Mai, 6.20 Uhr: Nato-Kampfjet schießt verirrte ukrainische Drohne ab

Ein Nato-Kampfjet hat über Estland eine offenbar verirrte ukrainische Drohne abgeschossen.

Nach Angaben des estnischen Verteidigungsministers Hanno Pevkur (49) vom Dienstag wurde die Drohne von einem russischen Störsystem vom Kurs abgebracht und zunächst von Lettland entdeckt, bevor sie von einem in Litauen stationierten rumänischen F-16-Kampfjet abgeschossen wurde. Nahe der ländlichen Gemeinde in Poltsamaa im Zentrum Estlands gingen einem Medienbericht zufolge Trümmerteile nieder.

Es war das erste Mal seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022, dass die Nato eine ausländische Drohne über dem Luftraum der baltischen Staaten abgefangen hat. In Estland findet in dieser Woche das Nato-Manöver "Spring Storm 2026" statt.

Ein F-16-Kampfjet hat eine ukrainische Drohne eliminiert. (Symbolfoto)
Ein F-16-Kampfjet hat eine ukrainische Drohne eliminiert. (Symbolfoto)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

19. Mai, 21.10 Uhr: Selenskyj genehmigt neue Angriffspläne

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben Pläne für Angriffe im Juni im Abwehrkampf der Ukraine gegen die russische Invasion genehmigt.

Dieser Monat habe eine Veränderung der Dynamik zugunsten der Ukraine gebracht, sagte er in einer abendlichen Videoansprache. Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj und Generalstabschef Andrij Hnatow hatten ihm demnach Bericht erstattet.

Die Ukraine halte ihre Stellungen besser und unternehme mehr Angriffe, sagte Selenskyj. Als besonders bedeutend beschrieb er Gegenangriffe Kiews mit Drohnen im russischen Hinterland. Sie hätten im Mai ihre Wirksamkeit gezeigt und müssten nun kreativ weiterentwickelt werden, sagte Selenskyj.

Der Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj (48).
Der Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj (48).  © Michael Kappeler/dpa

19. Mai, 17.45 Uhr: China empfängt Putin - wenige Tage nach Trump

Wenige Tage nach US-Präsident Donald Trump ist Kremlchef Wladimir Putin zu einem Besuch in China eingetroffen.

Putin werde von einer Delegation aus Ministern und Managern von staatlichen und privaten Konzernen begleitet, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Bei den Gesprächen auf Einladung von Chinas Staatschef Xi Jinping gehe es um einen Ausbau der privilegierten strategischen Partnerschaft beider Länder.

Putin sagte in einem vor der Abreise aufgenommenen Video, er freue sich, erneut China zu besuchen. Insbesondere führe auch die noch neue Visafreiheit zu engeren Kontakten zwischen den Menschen. Putin hob zudem hervor, dass das Handelsvolumen auf mehr als 200 Milliarden US-Dollar gewachsen sei. China ist der wichtigste Handelspartner für die Energiemacht Russland.

19. Mai, 13.14 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Luftangriffen auf Ukraine

Durch russische Raketen- und Drohnenangriffe sind im Nordosten der Ukraine mindestens vier Menschen getötet und mehr als 20 verletzt worden.

In dem Eisenbahnknotenpunkt Pryluky sei eine russische Rakete eingeschlagen, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Tschaus mit. Es habe zwei Tote und mindestens 21 Verletzte gegeben. Der Angriff habe einem Industriebetrieb gegolten. Ein Einkaufszentrum und ein benachbarter Supermarkt seien beschädigt worden.

In der Kleinstadt Hluchiw im Gebiet Sumy kamen nach örtlichen Angaben zudem zwei Menschen durch Drohnenangriffe ums Leben. Drei weitere Personen seien verletzt worden.

19. Mai, 9.19 Uhr: Hunderte ukrainische Drohnen - russische Raffinerie als Ziel

Die Ukraine wehrt sich gegen den Angreifer Russland und versucht, den Gegner tief in seinem Hinterland zu treffen. Immer im Visier: die russische Ölindustrie.

315 feindliche Flugobjekte seien abgefangen worden, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Die Abschüsse erfolgten demnach über fast allen Regionen des westlichen und zentralen Russlands einschließlich der Hauptstadtregion um Moskau. Die Zahl spricht für einen großen Angriff. Die russische Militärstatistik lässt aber - anders als die ukrainische Zählung - keine Rückschlüsse auf die Abfangquote zu.

Ein Ziel schien nach Angaben russischer wie ukrainischer Telegramkanäle die Raffinerie von Jaroslawl an der Wolga nordöstlich von Moskau zu sein. Der regionale Gouverneur Michail Jewrajew teilte mit, dass Drohnentrümmer einen Brand in einem Industriebetrieb ausgelöst hätten.

18. Mai, 21.15 Uhr: Selenskyj hebt Erfolge ukrainischer Drohnenangriffe hervor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat die Wirkung der jüngsten Angriffe gegen Ziele in Russland betont.

"Wir schicken den russischen Angriffskrieg zurück nach Hause, an den einzigen Ort, von dem aus der Krieg gekommen ist", sagte er in seiner abendlichen Videoansprache. Er verwies auf die massierten Angriffe ukrainischer Langstreckendrohnen. "Früher war es ein Ereignis, wenn Dutzende ukrainischer Drohnen Russland angriffen, doch heute sind Hunderte unserer weitreichenden Angriffe täglich keine Sensation mehr, aber immer eine erfreuliche Nachricht, eine nützliche Nachricht."

Auch die Erfolge dieser ukrainischen Angriffe vor allem gegen die russische Infrastruktur, in erster Linie gegen die Erdölförderung und -verarbeitung, blieben nach Selenskyj Worten nicht aus.

Kiew hat die Schlagzahl seiner Drohnenangriffe gegen Ziele in Russland in den vergangenen Wochen massiv erhöht. Hunderte Drohnen über Russland seien keine Sensation mehr, meint Präsident Selenskyj. (Archivbild)
Kiew hat die Schlagzahl seiner Drohnenangriffe gegen Ziele in Russland in den vergangenen Wochen massiv erhöht. Hunderte Drohnen über Russland seien keine Sensation mehr, meint Präsident Selenskyj. (Archivbild)  © Suzanne Plunkett/PA Wire/dpa

18. Mai, 21.12 Uhr: USA lockern erneut Sanktionen auf russisches Öl

Die USA lockern ihre Sanktionen auf russisches Öl für weitere 30 Tage.

US-Finanzminister Scott Bessent teilte auf der Plattform X mit, die Verlängerung werde den Rohölmarkt stabilisieren und sicherstellen, dass das Öl die Länder erreiche, die mit Blick auf Energie am stärksten gefährdet seien. Konkret bezieht sich die befristete Ausnahmeregelung auf russisches Öl, das sich aktuell bereits auf Tankern auf Meeren befindet.

18. Mai, 16.59 Uhr: Moskau klagt über Angriffe Kiews auf AKW Saporischschja

Die Lage rund um das von Moskau besetzte und kontrollierte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja spitzt sich aus russischer Sicht bedrohlich zu.

"Wir nähern uns immer mehr einem Punkt, ab dem es kein Zurück mehr gibt", sagte Alexej Lichatschow, Leiter des Moskauer Atomkonzerns Rosatom. Der Konzern hatte das von russischen Truppen besetzte AKW unmittelbar nach Beginn der Invasion vor über vier Jahren unter seine Kontrolle gebracht. In der vergangenen Zeit häuften sich mutmaßlich ukrainische Artillerie- und Drohnenangriffe auf das Kraftwerksgelände.

Titelfoto: Jay Kogler/AAP/dpa

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