Ukraine-Krieg: Brüssel schickt Unterstützung

Ukraine - Die Europäische Union sollte sich aus Sicht von Ratspräsident António Costa (64) trotz des laufenden Ukraine-Kriegs auf mögliche Gespräche mit Russland vorbereiten.

António Costa (64), Ratspräsident der Europäischen Union, spricht über mögliche Gespräche mit Russland.  © Markus Lenhardt/dpa-ENR Pool/dpa

Es könnte eines Tages nötig sein, die Bemühungen von US-Präsident Donald Trump (79) um einen Frieden in der Ukraine zu übernehmen, sagte Costa in einem Interview des Nachrichtenagentur-Netzwerks European Newsroom (enr).

Denkbar wäre dies nach seinen Worten etwa, wenn Trump mit seinen Anstrengungen scheitern oder beschließen sollte, sie nicht mehr fortzusetzen.

Costa mahnte zugleich an, bei Kontakten mit Russland keine Alleingänge zu unternehmen.

Ukraine Ukraine-Krieg: Tote nach russischen Angriffen in der Nordostukraine

Derzeit sollten Trumps Bemühungen um einen gerechten und dauerhaften Frieden nicht gestört werden, sagte der frühere portugiesische Regierungschef. "Vorerst besteht unser Hauptbeitrag dazu darin, den wirtschaftlichen Druck auf Russland zu erhöhen und die Ukraine weiterhin mit allen Mitteln zu unterstützen."

Alle relevanten Informationen zum aktuellen Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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17. März, 14.58 Uhr: Wadephul - Keine Lockerung von Russland-Sanktionen

Außenminister Johann Wadephul (63) sieht in Russland einen Profiteur der aktuellen Krise im Nahen Osten.

"Russland ist ein Kriegsgewinnler der aktuellen Krise", sagte der CDU-Politiker bei einer Pressekonferenz mit seinem griechischen Amtskollegen Giorgos Gerapetritis in Berlin. Das Land profitiere von höheren Öl- und Gaspreisen, das fülle seine Kriegskasse.

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17. März, 14.03 Uhr: Brüssel schickt Unterstützung in die Ukraine

Im Streit zwischen Kiew und Budapest um die Ölpipeline "Druschba" stellt die Europäische Union technische Unterstützung und finanzielle Mittel zur Reparatur zur Verfügung.

Die Ukraine habe ein entsprechendes Angebot angenommen, teilten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67) und EU-Ratspräsident António Costa (79) mit. "Europäische Experten stehen sofort zur Verfügung."

Über die "Druschba" floss bis zuletzt Öl von Russland über Belarus und die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei.

Nach einer Beschädigung der Pipeline infolge russischer Angriffe Ende Januar fordert die kurz vor einer kritischen Parlamentswahl stehende Regierung in Budapest Kiew zur schnellen Reparatur und Wiederaufnahme des Transits auf.

Wegen der Ölpipeline "Druschba" herrscht derzeit ein Konflikt zwischen Ungarn und der Ukraine.  © Zsolt Szigetvary/MTI/epa/dpa

17. März, 13.52 Uhr: Selenskyj wirbt in London um Unterstützung

Vor dem Hintergrund nachlassender Aufmerksamkeit für den Krieg in seinem Land ist der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) nach London gereist.

"Unsere Prioritäten sind klar: mehr Sicherheit und Möglichkeiten für die Ukraine", schrieb Selenskyj auf sozialen Netzwerken. Geplant seien Treffen mit König Charles (77), Ministerpräsident Keir Starmer (63) und Nato-Generalsekretär Mark Rutte (59).

Zudem werde er im britischen Parlament eine Rede halten. Die britische Regierung kündigte auch eine neue Rüstungskooperation mit Kiew an.

17. März, 6.14 Uhr: Russische Offensive vereitelt

Der Ukraine ist es nach Angaben ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) gelungen, eine für den März geplante strategische Offensive des russischen Militärs zu vereiteln.

"Und auch wenn die Attacken stetig sind und die Sturmversuche anhalten, ist ihre Intensität und der Maßstab der Auseinandersetzung nicht so groß, wie die Russen das geplant und ihre Kommandeure das der politischen Führung versprochen haben", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache.

Selenskyj bedankte sich in dem Zusammenhang bei den Einheiten verschiedener Frontabschnitte für ihre Zähigkeit und ihren Durchhaltewillen.

Der ukrainische Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) bedankte sich bei seinem Militär.  © Sven Hoppe/dpa

16. März, 17.57 Uhr: Kenia besorgt wegen Landsleuten in Moskauer Ukraine-Krieg

Der kenianische Kabinettschef und Außenminister Musalia Mudavadi hat in Moskau seine Besorgnis wegen der Anwerbung von Kenianern für den russischen Krieg gegen die Ukraine geäußert.

Das berichtete der russische Außenminister Sergej Lawrow nach dem Gespräch, wie die staatliche Nachrichtenagentur Tass meldete.

Lawrow wiegelte bei dem Problem aber ab. "Alle Bürger Kenias wie anderer Staaten nehmen an der militärischen Spezialoperation freiwillig teil in voller Übereinstimmung mit den russischen Gesetzen", sagte er. Diese sähen auch eine vorzeitige Auflösung der Verträge vor.

16. März, 15.18 Uhr: Tote und Verletzte nach russischen Angriffen im Gebiet Dnipropetrowsk

Im südostukrainischen Gebiet Dnipropetrowsk sind mindestens zwei Zivilisten durch russischen Raketenbeschuss getötet worden.

Weitere sieben Menschen seien in der Gemeinde Sajzewe im Landkreis Synelnykowe verletzt worden, teilte der Gouverneur, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Eine Schule und zehn Wohnhäuser wurden den Angaben nach beschädigt. Die Gemeinde ist gut 80 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Sanitäter tragen eine verletzte Frau nach einem russischen Drohnenangriff in Saporischschja.  © Kateryna Klochko/AP/dpa

16. März, 11.32 Uhr: Russischer Drohnenangriff auf Kiew am helllichten Tag

Bei einem russischen Angriff am helllichten Tag auf die ukrainische Hauptstadt Kiew sind am Montag mehrere Explosionen zu hören gewesen.

Wie AFP-Reporter weiter berichteten, fing die ukrainische Flugabwehr zahlreiche russische Geschosse ab und Rauchwolken stiegen über Kiew auf. Einwohner suchten mitten in der Hauptverkehrszeit Schutz.

Kurz vor Aufhebung des Luftalarms teilte Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (54) mit, dass Drohnentrümmer in zwei Gegenden "mitten im Zentrum der Hauptstadt" herabgefallen seien. Es lägen keine Angaben über Verletzte vor.

Der Bürgermeister von Kiew Vitali Klitschko (54) äußerte sich zu dem russischen Drohnenangriff.  © Sebastian Gollnow/dpa

16. März, 6.15 Uhr: EU-Außenminister beraten über Milliarden-Hilfe

Die Außenminister der EU-Staaten kommen am Montag um 10.15 Uhr zum ersten Mal seit Beginn des Iran-Kriegs zu einem persönlichen Treffen in Brüssel zusammen.

Ein Thema des Treffens ist die Lage im Ukraine-Krieg und dabei insbesondere die ungarische Blockade milliardenschwerer Finanzhilfen für das von Russland angegriffene Land.

Auf das Darlehen in Höhe von bis zu 90 Milliarden Euro hatten sich die Staats- und Regierungschefs der EU-Staaten eigentlich bereits im Dezember des vergangenen Jahres geeinigt.

Das Geld soll den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine bis Ende 2027 decken und dem Land eine Fortsetzung seines Abwehrkampfes gegen Russland

Ein großes Thema des EU-Treffens wird der Ukraine-Krieg sein.  © NICOLAS TUCAT / AFP

15. März, 17.15 Uhr: Moldau gibt Umweltalarm nach russischem Angriff in Ukraine aus

Moldau hat nach einem durch einen russischen Angriff in der Ukraine ausgelösten Kraftstoffaustritt in den Fluss Dnister einen Umweltalarm ausgegeben. Dieser gelte ab Montag für 15 Tage, erklärte das staatliche Krisenmanagementzentrum CNMC am Sonntag. Es handele sich um eine vorbeugende Maßnahme. Der Kraftstoffaustritt soll durch einen russischen Angriff auf das Wasserkraftwerk Dnister in der Ukraine am 7. März verursacht worden sein.

Die ukrainischen Behörden hatten erstmals am 10. März eine Verschmutzung des Flusses in der Nähe von Ljadowa und anderen Ortschaften bekanntgegeben. Die Verschmutzung breitete sich schnell flussabwärts nach Moldau aus, wo Notfallteams Barrieren errichteten und die Bewohner aufforderten, sich an die offiziellen Anweisungen zu halten, solange die Lage instabil bleibe.

15. März, 15.09 Uhr: Russisches Öllager brennt stundenlang nach Drohnenangriff

Ein durch ukrainische Drohnenangriffe in der Nacht hervorgerufener Brand in einem Öllager im Süden Russlands ist gelöscht worden. Die Löscharbeiten dauerten rund einen halben Tag, wie der Krisenstab der Region Krasnodar mitteilte.

Das Depot nahe der Stadt Tichorezk war in der Nacht in Flammen aufgegangen. Es war bereits der zweite Angriff auf das Lager innerhalb weniger Tage. Bei der Attacke wurden offiziellen Angaben zufolge auch zwei Hochstromleitungen beschädigt. Tichorezk liegt Hunderte Kilometer von der Front entfernt.

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