Ukraine-Krieg: Drohne beschädigt Wohnhaus nahe dem Zentrum Moskaus
Ukraine - Bisher hat er einen Besuch in Kiew strikt vermieden - nun will der Moskau-freundliche slowakische Regierungschef Robert Fico (61) erstmals in die Ukraine reisen.
Nach einem Telefonat mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) erklärte Fico am Samstag: "Wir werden das Format gemeinsamer Regierungssitzungen fortsetzen und zudem gegenseitige Besuche in unseren Hauptstädten vornehmen."
Nach der Abwahl von Ungarns Regierungschef Viktor Orban (62) ist Fico der engste Verbündete von Kreml-Chef Wladimir Putin in der EU.
Der nationalistische slowakische Regierungschef erklärte nun, er habe bestätigt, "dass die Slowakei den EU-Beitritt der Ukraine unterstützt, denn wir wollen, dass die Ukraine, unser Nachbar, ein stabiles und demokratisches Land ist".
Er äußerte zudem den Wunsch nach freundschaftlichen Beziehungen zwischen den beiden Nachbarländern.
Er werde Selenskyj auch am Montag am Rande des Gipfeltreffens der Europäischen Politischen Gemeinschaft (EPG) in der armenischen Hauptstadt Eriwan sehen.
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4. Mai, 6.57 Uhr: Ukrainische Drohne beschädigt Wohnhaus nahe dem Zentrum Moskaus
Wenige Tage vor der traditionellen Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau ist eine ukrainische Drohne nahe dem Zentrum der russischen Hauptstadt in ein Wohnhaus eingeschlagen.
Das schrieb Bürgermeister Sergej Sobjanin am frühen Morgen laut staatlicher Nachrichtenagentur Tass auf der Plattform Telegram. Es habe keine Verletzten gegeben. Das beschädigte Gebäude - laut "Kyiv Independent" ein luxuriöses Hochhaus - liegt in einem Wohngebiet im Westen der Hauptstadt, in dem sich auch Botschaften befinden. Zwei weitere ukrainische Drohnen wurden Sobjanin zufolge von der Luftabwehr abgeschossen.
Das russische Verteidigungsministerium hatte bereits Ende April mitgeteilt, aus Furcht vor ukrainischen Drohnenangriffen finde die Militärparade am Samstag in diesem Jahr ohne Panzer und Raketen statt. Russland feiert am 9. Mai traditionell den Sieg über Nazi-Deutschland im Zweiten Weltkrieg 1945.
3. Mai, 23 Uhr: Tote nach ukrainischen Drohnenangriffen
Infolge eines ukrainischen Drohnenangriffs sind in der grenznahen russischen Region Belgorod mindestens zwei Menschen getötet worden.
Eine Frau sei zudem mit Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden, teilte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow bei Telegram mit. Die dreiköpfige Familie sei in ihrem Auto im Dorf Netschajewka von einer ukrainischen Drohne attackiert worden. Die Siedlung ist knapp acht Kilometer von der russisch-ukrainischen Grenze entfernt.
Zuvor wurde nach Angaben der Besatzungsbehörden des russisch besetzten Teils der südostukrainischen Region Saporischschja in der Kleinstadt Kamjanka-Dniprowska ein Jugendlicher durch eine Drohne getötet.
Titelfoto: Uncredited/AP/dpa
