Ukraine-Krieg: Fast 50 Verletzte bei Angriff auf medizinische Einrichtung

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Ukraine - Russland plant ukrainischen Geheimdiensterkenntnissen zufolge während der Kongresswahl in den USA einen massiven Angriff auf die Energieinfrastruktur und Logistik-Ziele im Nachbarland.

Die Ukraine rechnet mit einem erneuten russischen Großangriff auf ihre Energieinfrastruktur.
Die Ukraine rechnet mit einem erneuten russischen Großangriff auf ihre Energieinfrastruktur.  © Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/dpa

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) erklärte auf der Plattform X, die Aufmerksamkeit der ganzen Welt werde sich auf die US-Wahlen konzentrieren, "und was in der Ukraine passiert, inklusive unserer Schwierigkeiten bei der Luftabwehr und mit Patriot-Raketen, wird nicht wahrgenommen". 

Selenskyj forderte, die internationale Gemeinschaft müsse Russland klarmachen, dass Terror nicht akzeptiert werde. Solange der Krieg andauere, müsse Russlands Ölindustrie weiter angegriffen werden und Moskau dürfe mit internationalen Geschäften kein Geld verdienen.

"Wir müssen einen solchen Druck auf Russland ausüben, dass es keine Alternative hat, als diesen Krieg zu beenden. Amerika kann das schaffen", sagte er mit Blick auf die USA.

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Ukraine Russischer Raketenangriff zerstört Lager von deutscher Firma Liqui Moly - auch Puma betroffen

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

3. November, 6.26 Uhr: Fast 50 Verletzte bei Angriff auf medizinische Einrichtung

Bei einem russischen Angriff auf eine medizinische Einrichtung sind nach ukrainischen Behördenangaben in Charkiw mindestens 46 Menschen verletzt worden.

Das schrieb der Bürgermeister der östlichen Großstadt, Ihor Terechow, auf der Plattform Telegram. Am Krankenhausgebäude und umliegenden Häusern seien aufgrund der Detonationen rund 1000 Fenster beschädigt.

Dem Portal Kyiv Independent zufolge müssen rund 200 Patienten aus der beschädigten Einrichtung evakuiert werden. 

Terechow hatte in der Nacht zuvor gewarnt, Russland greife die Stadt mit ballistischen Raketen und Gleitbomben an. Charkiw ist nach Kiew die zweitgrößte Stadt der Ukraine und liegt nahe der russischen Grenze und der Frontlinie.

Erneut wurden zahlreiche Menschen in der Ukraine durch einen russischen Angriff verletzt.
Erneut wurden zahlreiche Menschen in der Ukraine durch einen russischen Angriff verletzt.  © Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

3. November, 6.17 Uhr: 2800 Soldaten aus elf Ländern bei Ukraine-Übung in Polen

Rund 2800 Soldaten aus elf Ländern werden in Polen ab Montag am ersten Militärmanöver der "Koalition der Willigen" zur Unterstützung der Ukraine teilnehmen.

Dabei solle getestet werden, wie nach dem Ende des Kriegs ein dauerhafter Frieden gesichert werden könne, teilte das britische Verteidigungsministerium in der Nacht mit. 

Großbritannien und Frankreich leiten die Übung "Koalicja 2026" (Koalition 2026), die bis zum 22. November laufen soll. Auch Deutschland beteiligt sich. Das Manöver der Ukraine-Verbündeten war bereits zuvor angekündigt worden, zunächst aber ohne genauere Details wie die Zahl der beteiligten Truppen. 

3. November, 6.09 Uhr: Selenskyj: Hacken russischer Warn-App war Gegenangriff

Das Hacken des russischen Warnsystems vor Luftangriffen ist nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) ein ukrainischer Gegenangriff mit gleicher Münze gewesen.

"Wir reagieren nur auf ihre Angriffe", sagte Selenskyj dem US-Sender PBS. "Sie haben unser System angegriffen. Das war ein Cyberangriff", sagte er weiter. Natürlich habe sich die Ukraine dagegen gewehrt. 

Die Warn-Apps der beiden Kriegsparteien informieren ihre Bürger unter anderem über drohende Luftangriffe. Russland greife mit Cyberattacken immer wieder Ziele an, um der Zivilbevölkerung zu schaden, darunter auch ukrainische Banken oder das Rentensystem, sagte Selenskyj weiter. 

Aufgrund von Cyberattacken kam es zu Warnungen vor möglichen Angriffen mit Atomwaffen in der Ukraine. (Symbolfoto)
Aufgrund von Cyberattacken kam es zu Warnungen vor möglichen Angriffen mit Atomwaffen in der Ukraine. (Symbolfoto)  © Nicolas Armer/dpa

3. November, 6.03 Uhr: USA: Nächste Woche Verhandlungen mit Ukraine und Russland

Im Ringen um ein Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sollen nach US-Angaben nächste Woche Vertreter aus Kiew, Moskau und Washington zu Verhandlungen zusammenkommen.

Das trilaterale Treffen auf Arbeitsebene solle nächste Woche Dienstag und Mittwoch in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, stattfinden, teilte der US-Sondergesandte Steve Witkoff (69) auf der Plattform X mit. 

"Die Gespräche werden sich um Sicherheitsvereinbarungen für die Zeit nach dem Krieg, Deeskalation, humanitäre Hilfsmaßnahmen und die nächsten Schritte auf dem Weg zum Frieden drehen", erklärte er. 

Zudem sollen Witkoff zufolge US-Gesandte diese Woche mit Vertretern aus Deutschland, Frankreich, Großbritannien, der Nato sowie der EU zusammenkommen. Bei den Gesprächen in Brüssel soll es um die Themen Sicherheitsgarantien für die Ukraine, Europas Sicherheitsordnung nach dem Krieg sowie um den Wiederaufbau gehen.

2. November, 21.17 Uhr: Selenskyj wirft Moskau "hinterhältigen Terroranschlag" vor

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat den Luftangriff auf die Ortschaft Komyschuwacha nahe Saporischschja mit mindestens 26 Toten als "hinterhältigen Terroranschlag" verurteilt.

"Die Russen beweisen immer wieder, dass sie die Ukraine hassen, alles, was es hier gibt", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Der Angriff erfolgte, als sich die noch in der frontnahen Ortschaft verbliebenen Menschen bei der Schule versammelten, um humanitäre Hilfsgüter zu empfangen. Helfer suchten auch am Abend in den Trümmern nach weiteren Opfern, da noch 27 Bewohner als vermisst galten.

Selenskyj warf Moskau vor, nicht an einer friedlichen Lösung interessiert zu sein. "Wenn Russland wirklich eine Deeskalation gewollt hätte, dann wäre jetzt, nach Oleschky, der richtige Zeitpunkt gewesen, um die humanitären Maßnahmen fortzusetzen", sagte er.

2. November, 19.04 Uhr: 18 Tote bei Luftangriff in Südostukraine

Bei einem russischen Luftangriff in dem ukrainischen Dorf Komyschuwacha in der Region Saporischschja sind nach ersten Angaben mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen. Dies sei bei der Ausgabe von humanitärer Hilfe in einer Schule geschehen, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) bei Telegram sowie auf der Plattform X mit. Mindestens fünf Personen seien verletzt worden. Es werde nach weiteren Opfern gesucht.

Selenskyj erhob den Vorwurf eines gezielten Bombardements. "Russland konnte nicht entgangen sein, dass die in Komyschuwacha verbliebenen Einwohner jede Woche eben dort humanitäre Hilfe erhalten", schrieb der Präsident. Nach der humanitären Aktion von Oleschky in der Vorwoche habe es einen Moment gegeben, nach dem die nächsten Schritte einen möglichen Frieden hätten zeigen können. "Mit diesen Morden hat Russland ein absolut gegensätzliches Signal gegeben - Russland zählt auf weitere Morde", schrieb der Staatschef. Er forderte eine weltweite "starke und harte" Reaktion.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) fordert harte Gegemmaßnahmen.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) fordert harte Gegemmaßnahmen.  © Danylo Antoniuk/AP/dpa

2. November, 14.03 Uhr: Beauftragte: Menschen in Oleschky brauchen weitere Hilfe

Nach der Rettung von Menschen aus der von Moskau kontrollierten ukrainischen Frontstadt Oleschky hat die russische Menschenrechtsbeauftragte Jana Lantratowa (37) weitere humanitäre Aktionen angekündigt.

Es gebe in Oleschky noch viele Menschen, die Hilfe bräuchten, sagte sie nach ihrer Rückkehr nach Moskau. Sie sollten monatlich Hilfslieferungen erhalten.

Von den 25 Bussen mit insgesamt 750 Plätzen seien einige leer zurückgekehrt, weil Bewohner trotz der Lebensgefahr entschieden hätten, dort zu bleiben, um etwa Angehörige zu pflegen, sagte Lantratowa.

Konkrete Zahlen zu Geretteten nannte sie weiter nicht. "Wir haben nicht gezählt. Wir hatten keine Zeit, die Leute zu zählen", sagte sie bei einer Pressekonferenz.

2. November, 11.14 Uhr: Hackerangriff auf Warn-App in Ukraine und Russland löst Atomalarm aus

In beiden Ländern meldeten sich entsprechende Warn-Apps. Screenshots aus der Ukraine und Russland sollen das belegen.

Gefahr habe derweil keine bestanden. Für die Menschen in der Ukraine ist das Warnprogramm auf ihren Smartphones seit Jahren überlebenswichtig. Die Warnungen auf dem Handy sind oft schneller als das Heulen der Sirenen.

1. November, 21.33 Uhr: Selenskyj zu Treffen mit Putin bereit

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) wäre zu einem direkten Treffen mit Kremlchef Wladimir Putin (74) in der Türkei bereit. Das erklärte Selenskyj in einem Interview des Senders CNN Türk am Sonntag. Er hatte tags zuvor mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan (72) über eine mögliche Vermittlung der Türkei im Ukraine-Konflikt gesprochen.

Nach seinen Worten sei auch über die Möglichkeit eines Treffens auf der Ebene der Staats- und Regierungschefs im Dreierformat gesprochen worden. Wenn die Türkei dies ermöglichen könne, würde die Ukraine es akzeptieren und sich darüber freuen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) bekräftigt seine Bereitschaft zu einem Treffen mit Putin.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) bekräftigt seine Bereitschaft zu einem Treffen mit Putin.  © Khalil Hamra/AP/dpa

1. November, 17.45 Uhr: Tote und Verletzte bei russischen Drohnenangriffen

Bei einem russischen Drohnenangriff auf die Gemeinde Kosijatyn in der zentralukrainischen Region Winnyzja sind mindestens drei Menschen ums Leben gekommen. Drei Kinder und ein Erwachsener seien bei der Explosion zwischen einem Wohnhaus und einer Schule verletzt worden, teilte die regionale Militärverwalterin Natalja Sabolotnaja auf Facebook mit. 

Russische Drohnenangriffe wurden am Sonntag auch aus der westukrainischen Region Tscherniwzi gemeldet. Bei den Einschlägen sei ein Mensch verletzt worden, berichtete Militärverwalter Ruslan Osipenko auf Facebook. Ein Verwaltungsgebäude wurde schwer beschädigt.

Die Russen haben erneut mit Drohnen angegriffen. (Archivbild)
Die Russen haben erneut mit Drohnen angegriffen. (Archivbild)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

1. November, 10.17 Uhr: Abschied von Oleschky – Ukrainer und Russen in Sicherheit

In einer von den Kriegsparteien als "historisch" bezeichneten Rettungsaktion haben sich Dutzende Menschen aus der von Russland kontrollierten Frontstadt Oleschky in Sicherheit bringen lassen.

Oft nur mit ein paar Beuteln und dem Haustier im Käfig verließen sie die abgeriegelte Zone in dem von Moskau annektierten Teil des Gebiets Cherson.

Viele von ihnen sind im fünften Kriegsjahr ausgezehrt, einige verwundet, andere bewegen sich mit nur einem Bein an Krücken oder sitzen im Rollstuhl. Die Rettung kam rechtzeitig vor dem Wintereinbruch.

Titelfoto: Uncredited/Dnipro Regional Administration/AP/dpa

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