Ukraine-Krieg: Geburtstagsgrüße aus Moskau an Trump

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Ukraine - Die Ukraine hat erneut russische Ölanlagen an der Ostsee bei St. Petersburg mit Drohnen angegriffen. Der Gouverneur des Umlands der Metropole, Alexander Drosdenko, berichtete, dass 67 feindliche Drohnen abgeschossen worden seien.

Rauch steigt auf im Hafen von St. Petersburg, Russland.
Rauch steigt auf im Hafen von St. Petersburg, Russland.  © Ulf Mauder/dpa

Dafür gab es keine unabhängige Bestätigung, es deutet aber auf einen größeren Angriff hin. 

Im Hafen von Wyssozk am Finnischen Meerbusen seien Teile von Drohnen abgestützt, sagte Drosdenko der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. In Wyssozk gibt es ein großes Terminal zur Ölverladung.

Zudem scheint auch der Ölhafen von St. Petersburg selbst getroffen worden zu sein, wie Videos in russischen wie ukrainischen Telegramkanälen nahelegen. Von der Führung der Millionenstadt gab es dazu keine Angaben. 

Ukraine-Krieg: Selenskyj bezweifelt starke russische Frühjahr-Offensive
Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj bezweifelt starke russische Frühjahr-Offensive

Das russische Verteidigungsministerium bestätigte nur Angriffe auf das Umland von St. Petersburg, aber nicht auf das Stadtgebiet. Landesweit seien über Nacht 389 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen worden, hieß es.

Zuletzt hatte die Ukraine Anfang Juni Tanks im Ölhafen von St. Petersburg in Brand geschossen, als dort das Internationale Wirtschaftsforum von Kremlchef Wladimir Putin beginnen sollte. Die Stadt liegt mehr als 1000 Kilometer von der Ukraine entfernt.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

4. Juli, 16.02 Uhr: Geburtstagsgrüße aus Moskau an Trump

Kremlchef Wladimir Putin hat den USA zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit gratuliert. "Sehr geehrter Herr Präsident, lieber Donald", leitete Putin sein Glückwunschtelegramm ein, das vom russischen Außenministerium in Moskau veröffentlicht wurde.

Die Unabhängigkeitserklärung der USA habe nicht nur den Beginn des Staates markiert, sondern sei auch ein wichtiger Meilenstein in der Weltgeschichte gewesen. Russland, damals noch unter den Zaren, habe die nordamerikanischen Kolonisten unterstützt.

Putin hob "zahlreiche ruhmreiche Kapitel" in zweieinhalb Jahrhunderten der Geschichte der Beziehungen zwischen den beiden Ländern hervor. "Wir waren Verbündete in zwei Weltkriegen, haben gemeinsam die Menschheit von den Schrecken des Nationalsozialismus befreit und anschließend eine wichtige Rolle bei der Schaffung der Grundlagen der modernen Weltordnung gespielt", schrieb Putin.

Auch in der heutigen Welt trügen Russland und die USA als Atommächte eine besondere Verantwortung für die Gewährleistung von Sicherheit und Stabilität auf globaler Ebene.

Wladimir Putin (73) hat Donald Trump (80) und den USA zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit gratuliert.
Wladimir Putin (73) hat Donald Trump (80) und den USA zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit gratuliert.  © Alex Brandon/AP/dpa, Pavel Byrkin/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

4. Juli, 15.01 Uhr: Selenskyj spricht mit Merz über Flugabwehr

Zwei Tage nach einem russischen Raketenangriff auf Kiew mit 30 Toten hat Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über den Bedarf der ukrainischen Flugabwehr gesprochen. "Oberste Priorität haben derzeit Raketen für die Patriot-Systeme", schrieb Selenskyj nach dem Telefonat in sozialen Netzwerken.

Es sei bei dem Telefonat darum gegangen, wie mehr Munition für die Patriot-Flugabwehrsysteme beschafft werden könne. "Russland spielt mit den Raketenangriffen auf die Ukraine seine letzte Karte aus. Es hat keine anderen Optionen mehr, um den Krieg in die Länge zu ziehen", erklärte Selenskyj.

Während die ukrainische Flugabwehr eine relativ hohe Trefferquote gegen russische Drohnen und Marschflugkörper hat, ist sie gegen ballistische Raketen weitgehend machtlos. Beste Abwehrwaffe sind die Patriot-Systeme aus US-Produktion, von denen die Ukraine aber nur wenige hat. Die Vorräte an Munition dafür haben sich durch den US-Krieg gegen den Iran weiter verknappt. Deutschland hat Kiew Patriot-Einheiten abgetreten und hilft bei der Beschaffung von Raketen dafür.

Gegen Russlands ballistische Raketen helfen am besten US-Patriot-Systeme - doch davon hat die Ukraine nur wenige.
Gegen Russlands ballistische Raketen helfen am besten US-Patriot-Systeme - doch davon hat die Ukraine nur wenige.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

4. Juli, 8.37 Uhr: Tote bei Bombenangriff auf ukrainische Stadt Sumy

In der nordostukrainischen Großstadt Sumy wurden am Freitagabend mindestens vier Menschen durch einen russischen Bombenangriff getötet, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj mitteilte.

Außerdem gebe es 27 Verletzte. In den Trümmern eines Wohnhauses würden noch Verschüttete vermutet. Nach Angaben der Gebietsverwaltung von Sumy hatte die russische Luftwaffe das Stadtzentrum mit sechs Gleitbomben angegriffen. Kampfjets klinken diese Bomben noch im sicheren eigenen Luftraum aus, sie werden dann über Dutzende Kilometer ins Ziel gelenkt.

3. Juli, 22.26 Uhr: Putin feiert Eroberung ukrainischer Stadt

Kremlchef Wladimir Putin (73) hat nach offizieller Darstellung die Eroberung der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka im Gebiet Donezk durch seine Truppen gefeiert.

Die Industriestadt sei unter hohen Verlusten für die ukrainischen Verteidiger erobert worden, wurde Putin von seinem Sprecher Dmitri Peskow zitiert. Putin habe noch am Abend die sofortige Evakuierung aller in Kostjantyniwka verbliebenen Zivilisten angeordnet.

Von ukrainischer Seite gab es zu den Siegesmeldungen aus Moskau keinen Kommentar. Zuletzt hatten ukrainische Militärs eine schwierige Lage in der bereits schwer zerstörten Stadt eingeräumt.

Kremlchef Wladimir Putin (73) soll den angeblichen Sieg feiern.
Kremlchef Wladimir Putin (73) soll den angeblichen Sieg feiern.  © Gavriil Grigorov/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

3. Juli, 19.02 Uhr: Größere Teile der Krim ohne Strom

Wiederholte ukrainische Drohnenangriffe haben auf der von Russland besetzten ukrainischen Halbinsel Krim in größeren Gebieten für Stromausfälle gesorgt.

"Derzeit sind mehr als zehn Bezirke ganz oder teilweise ohne Strom", wurde der von Moskau eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow von der Agentur Tass zitiert. "Der Feind greift das Stromnetz der Halbinsel täglich mit Drohnen an." Die Lage sei schwierig. Er machte keine Angaben darüber, wie viele Menschen von den Stromabschaltungen betroffen seien.

3. Juli, 18.19 Uhr: Kiew meldet Zerstörung von Brücke auf Krim

Die ukrainischen Streitkräfte haben auf der von Russland besetzten Halbinsel Krim eine Reihe von Zielen angegriffen und nach eigenen Angaben schwer getroffen. Wichtigstes Ziel sei eine Brücke im Gebiet Krasnogwardejsk im Zentrum der Krim gewesen, die nach Angaben des Generalstabs in Kiew vollständig zerstört worden ist. Damit sei die Versorgung der Fronten im Osten der Ukraine mit Nachschub deutlich erschwert worden.

Daneben seien Radaranlagen sowie eine Anlage zur elektronischen Aufklärung bei Sewastopol von Drohnen angegriffen worden. Eine Bestätigung von unabhängiger Seite war nicht möglich.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) setzt immer stärker auf umfangreiche Angriffe in Russland.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) setzt immer stärker auf umfangreiche Angriffe in Russland.  © Niall Carson/PA Wire/dpa

3. Juli, 11.23 Uhr: Stromausfall in Belgorod nach ukrainischem Raketenangriff

Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die westrussische Großstadt Belgorod ist nach Behördenangaben eine Frau ums Leben gekommen.

Die Frau habe durch den Einschlag tödliche Splitterverletzungen erlitten, teilte Bürgermeister Walentin Demidow mit. Zudem wurde das Kraftwerk in Mitleidenschaft gezogen. "Objekten der Energieinfrastruktur wurden ernsthafte Beschädigungen zugefügt. In einer Reihe von Stadtbezirken gibt es Probleme bei der Strom- und Wasserversorgung", heißt es in einer Mitteilung des Krisenstabs der Region.

3. Juli, 9.20 Uhr: Zahl der Toten bei massivem Angriff auf Kiew steigt auf 30

Nach dem massiven Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew ist die Zahl der Toten ukrainischen Angaben zufolge weiter gestiegen.

30 Menschen seien getötet worden, erklärte der staatliche Katastrophenschutz am Freitag mit Blick auf den schweren Angriff am Vortag. Der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, sagte, 91 Menschen seien verletzt worden.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hatte die russischen Attacke am Donnerstag als "massivsten Angriff des Feindes auf die Hauptstadt" bezeichnet. Er erklärte den Freitag zu einem Trauertag für die Opfer.

2. Juli, 17.48 Uhr: 800.000 Bücher bei russischem Angriff auf Kiew verbrannt

Das Hauptlagerhaus seines Logistikpartners sei zerstört werden, teilte der Verlag BookChef Publishing am Donnerstag mit.

Dabei sei der größte Teil der Auflage verbrannt. Mitarbeiter seien aber nicht zu Schaden gekommen. BookChef Publishing ist einer der größten Verlage der Ukraine und hat etwa 700 Titel im Programm. Zu seinen Autoren zählen neben George Orwell auch Michelle und Barack Obama.

2. Juli, 17.44 Uhr: Selenskyj verspricht Vergeltung nach russischem Angriff auf Kiew

"Wir sind für einen gerechten Frieden, eine gerechte Beendigung des Kriegs, und solange es das nicht gibt, für gerechte Reaktionen", sagte er Journalisten an einem der Einschlagsorte in der Hauptstadt.

Russland hat die Ukraine in der Nacht zum Donnerstag erneut mit Luftangriffen mit Drohnen und Raketen überzogen. Hauptziel war die Hauptstadt Kiew, wo in der Folge mehr als 20 Menschen getötet und mehr als 80 verletzt wurden. Mehrere Wohnhäuser wurden teilweise oder vollständig zerstört.

Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) will nach den heftigen Angriffen Russlands nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.
Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) will nach den heftigen Angriffen Russlands nicht einfach zur Tagesordnung übergehen.  © Ludovic Marin/POOL AFP/dpa

2. Juli, 13.01 Uhr: Auswärtiges Amt verurteilt "massiven" russischen Angriff auf Kiew

Deutschland hat den "massiven" russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt Kiew mit mindestens 17 Toten "auf das Schärfste" verurteilt.

"Die erschütternden Bilder der Zerstörung aus der letzten Nacht zeigen einmal mehr: Russland setzt seinen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine mit unverminderter Brutalität fort", erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin am Donnerstag. "Unsere Gedanken sind bei den Opfern und ihren Angehörigen."

Kreml-Chef Wladimir Putin zeige "keinerlei Verhandlungsbereitschaft", erklärte der Sprecher weiter. "Er setzt weiter auf Raketen- und Drohnenterror gegen die Bevölkerung, während Russland an der Front enorme Verluste bei seiner Aggression gegen die Ukraine erleidet."

Deutschland erhöhe daher gemeinsam mit seinen Partnern "weiter den Druck" auf Russland. "Wir setzen unsere Unterstützung für die Ukraine in ihrem Abwehrkampf fort", erklärte der Sprecher. "Um diese Unterstützung wird es auch kommende Woche auf dem Nato-Gipfel in Ankara gehen."

Rettungskräfte löschen einen Brand und arbeiten in einem beschädigten Wohngebäude, nachdem die ukrainische Hauptstadt von Raketenangriffen getroffen wurde.
Rettungskräfte löschen einen Brand und arbeiten in einem beschädigten Wohngebäude, nachdem die ukrainische Hauptstadt von Raketenangriffen getroffen wurde.  © Genya SAVILOV / AFP

2. Juli, 11.22 Uhr: Selenskyj fordert nach russischem Luftangriff Hilfen bei Flugabwehr

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert nach dem schweren russischen Luftangriff auf Kiew schnellere Hilfen für die Flugabwehr. In der Hauptstadt seien mindestens 13 Tote zu verzeichnen, schrieb er in sozialen Netzwerken.

Zunächst war von zehn Toten die Rede gewesen. Nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko gab es mindestens 86 Verletzte.

"Der Nachschub an Flugabwehr für die Ukraine hat eine absolute und kritische Priorität", schrieb Selenskyj. Wichtig sei jeder Beitrag zum PURL-Programm, bei dem Nato-Staaten Waffen in den USA kaufen und an die Ukraine übergeben.

Die Vereinbarungen zur Produktion neuer Abfangsysteme für ballistische Raketen müssten vorangetrieben werden. Selenskyj hoffte auch darauf, dass die USA der Ukraine den Bau von Patriot-Abwehrraketen in Lizenz erlauben.

Nach einem russischen Angriff steigt Rauch auf.
Nach einem russischen Angriff steigt Rauch auf.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

2. Juli, 10.23 Uhr: Kallas kündigt Reaktion auf neue russische Angriffswelle an

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas hat nach den jüngsten russischen Angriffen auf Kiew und andere ukrainische Städte neue Sanktionsvorschläge angekündigt.

"Heute werde ich als Reaktion auf die Angriffe vorschlagen, weitere Einrichtungen und Unternehmen zu sanktionieren, die den russischen militärisch-industriellen Komplex unterstützen", teilte sie mit. Je stärker Moskau Zivilisten angreife, desto schärfer müssten die Sanktionen ausfallen.

"Verurteilungen allein werden die Angriffe auf Kiew nicht stoppen", erklärte Kallas. "Nur eine anhaltende militärische Unterstützung der Ukraine und ein erhöhter Druck auf Moskau können das erreichen." Man werde den Preis für Russland weiter erhöhen, bis Moskau verstehe, dass es diesen Krieg nicht gewinnen könne. Details zu den neuen Sanktionsvorschlägen nannte Kallas zunächst nicht.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (49).
Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas (49).  © Britta Pedersen/dpa

2. Juli, 9.44 Uhr: Russischer Angriff auf Kiew war laut Klitschko schwerster seit Kriegsbeginn

Der nächtliche russische Angriff auf Kiew war nach den Worten von Bürgermeister Vitali Klitschko der schwerste seit Kriegsbeginn. Klitschko erklärte den Freitag zum Trauertag in Gedenken an die Opfer des Angriffs vom Donnerstag.

Bei der Attacke mit Drohnen und ballistischen Raketen wurden nach ukrainischen Angaben mindestens 13 Menschen getötet, 86 weitere wurden demnach verletzt.

Laut Vitali Klitschko war der russischer Angriff auf Kiew der schwerste seit Kriegsbeginn.
Laut Vitali Klitschko war der russischer Angriff auf Kiew der schwerste seit Kriegsbeginn.  © Genya SAVILOV / AFP

2. Juli, 9.14 Uhr: Ukraine attackiert Raffinerie an der Wolga

Die Ukraine hat eine Raffinerie in der Wolgaregion Nischni Nowgorod angegriffen. Entsprechende Medienberichte bestätigte der Gouverneur des russischen Gebiets, Gleb Nikitin, indirekt, als er bei Telegram von "unbedeutenden Schäden an einem Industrieobjekt und an mehreren Wohnhäusern" durch herabfallende Drohnentrümmer schrieb. Seinen Angaben nach ist durch den Angriff ein Mensch ums Leben gekommen und vier weitere wurden verletzt.

In sozialen Netzwerken kursierende Bilder und Videos zeigen einen Brand, der von der Ölraffinerie in Kstowo, einer Stadt etwa 30 Kilometer südöstlich von Nischni Nowgorod, stammen soll. Die zum Ölkonzern Lukoil gehörende Verarbeitungsanlage ist eine der größten in Russland.

Titelfoto: Alex Brandon/AP/dpa, Pavel Byrkin/Pool Sputnik Kremlin via AP/dpa

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