Ukraine-Krieg: Angriff mit Oreschnik-Rakete - Zahl der Verletzten steigt immer weiter

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Ukraine - Nach dem massiven russischen Angriff in der Nacht zu Sonntag steigt die Zahl der Verletzten in der ukrainischen Hauptstadt Kiew weiter.

Nach einem massiven Angriff Russlands auf die Ukraine in der Nacht zu Sonntag werden weitere Verletzte bekannt.
Nach einem massiven Angriff Russlands auf die Ukraine in der Nacht zu Sonntag werden weitere Verletzte bekannt.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

Es seien 87 Menschen verletzt worden, darunter drei Minderjährige, schrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Medien. In Krankenhäuser seien 21 Personen gebracht worden.

Die Aufräumarbeiten dauern demnach an. Er sprach von rund 300 beschädigten Objekten, ein Großteil davon seien Wohnhäuser. Selenskyj forderte Druck auf Russland. In der Ukraine müsse die Flugabwehr verstärkt werden.

Russland hatte nach Angaben der ukrainischen Luftstreitkräfte bei dem kombinierten Angriff 600 Drohnen und 90 Raketen und Marschflugkörper eingesetzt. Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigte den Einsatz der wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchteten neuen Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik.

Ukraine-Krieg: Drohnen über der Ukraine und Russland
Ukraine Ukraine-Krieg: Drohnen über der Ukraine und Russland

Neben Dutzenden Verletzen gab es nach ukrainischen Angaben auch mindestens zwei Tote in Kiew.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

25. Mai, 11.48 Uhr: Vier Tote in ostukrainischer Stadt

Im ostukrainischen Horliwka im Gebiet Donezk sind nach Angaben der russischen Besatzungsverwaltung vier Menschen bei einem ukrainischen Angriff getötet worden.

Darunter seien zwei Jugendliche, meldeten russische Agenturen unter Berufung auf die von Moskau eingesetzte Besatzungsverwaltung, ohne Details zu nennen. Zuvor hatte diese demnach von sechs Verletzten nach einem Drohnenangriff gesprochen.

25. Mai, 11.38 Uhr: Ukrainischer Tennisstar bangt nach Angriff um Familie

Eine ukrainische Tennisspielerin hat nach ihrem Match emotional reagiert. Kurz vor ihrem Match bei den French Open hatte Marta Kostyuk (23) von dem russischen Angriff erfahren.

Das Fatale: Nur hundert Meter von ihrem Elternhaus war eine Rakete eingeschlagen. "An diesem Morgen hat hundert Meter von meinem Elternhaus entfernt eine Rakete ein Gebäude zerstört", erzählte die Ukrainerin noch auf dem Court.

Mehrmals brach die Sportlerin in Tränen aus, musste zwischenzeitlich sogar abbrechen. Trotz der schwierigen Umständen zog Kostyuk durch und setzte sich gegen ihre russische Konkurrentin Oksana Selekhmeteva (23) durch.

25. Mai, 10.36 Uhr: Zwei Tote bei ukrainischen Angriffen in Grenzregionen

Bei ukrainischen Angriffen in den russischen Grenzregionen Belgorod und Brjansk sind nach Behördenangaben am Montag zwei Menschen getötet worden.

In Belgorod wurde ein Fahrzeug in der Stadt Graiworon von einer Drohne getroffen, wie die Regionalbehörden mitteilten. Ein Zivilist sei dabei getötet worden.

In Brjansk wurde bei einem ukrainischen Angriff in der Ortschaft Belaja Berjoska nach Angaben des amtierenden Gouverneurs Jegor Kowaltschuk ein Mann getötet.

Die Ukraine überzog Russland in der Nacht zu Montag mit einem Drohnenangriff. (Archivfoto)
Die Ukraine überzog Russland in der Nacht zu Montag mit einem Drohnenangriff. (Archivfoto)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

24. Mai, 19.26 Uhr: Außenminister Sybiha fordert "starke Antwort an Aggressor"

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha (51) hat nach den massiven russischen Luftschlägen gegen die Hauptstadt Kiew die internationale Gemeinschaft zu einer "starken Antwort an den Aggressor" aufgefordert.

Der Minister beantragte laut einer Mitteilung auf der Plattform X eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats und eine Zusammenkunft der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE).

Sybiha warf Russland vor, mit der "barbarischen Raketenattacke" in der vergangenen Nacht fehlende militärische Fortschritte auf dem Schlachtfeld im Angriffskrieg gegen die Ukraine kompensieren zu wollen.

Allein in Kiew wurden mindestens zwei Menschen getötet. Die Zahl der Verletzten stieg laut Bürgermeister Vitali Klitschko (54) bis zum frühen Abend auf 81.

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha (51) äußerte sich nun zu denn russischen Angriffen.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha (51) äußerte sich nun zu denn russischen Angriffen.  © Elisa Schu/dpa

24. Mai, 15.50 Uhr: Grüne fordert europäische Friedensinitiative

Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner (46) hat nach den massiven russischen Angriffen auf Kiew eine europäische Friedensinitiative für die Ukraine gefordert.

"Deutschland muss gemeinsam mit Frankreich, Großbritannien, Polen und unseren weiteren europäischen Partnern ein verlässliches Verhandlungsformat aufbauen", sagte sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

"Wir brauchen eine europäische Kontaktgruppe, die Gesprächskanäle offen hält, Vorschläge erarbeitet und in enger Abstimmung mit der ukrainischen Regierung handelt", sagte Brantner demnach.

"Das ist mehr als eine Notlösung – es ist eine historische Verantwortung", sagte Brantner. Und: "Europa darf diese Rolle nicht zögerlich übernehmen, sondern muss sie aktiv gestalten."

Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner (46) forderte zuletzt eine europäische Friedensinitiative für die Ukraine.
Die Grünen-Vorsitzende Franziska Brantner (46) forderte zuletzt eine europäische Friedensinitiative für die Ukraine.  © Bernd von Jutrczenka/dpa

24. Mai, 15.44 Uhr: Bundesregierung verurteilt Einsatz von Oreschnik-Rakete in der Ukraine

Bundeskanzler Friedrich Merz (70) hat die massiven russischen Angriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew scharf verurteilt.

"Die Bundesregierung verurteilt diese rücksichtslose Eskalation scharf. Deutschland steht weiter fest an der Seite der Ukraine", schrieb der CDU-Politiker auf der Plattform X.

Ähnlich äußerte sich Außenminister Johann Wadephul (63). "Russlands Raketenterror ist schockierend. Der Einsatz einer Oreschnik ist eine weitere Eskalation."

24. Mai, 12.51 Uhr: Russland bestätigt Einsatz seiner Oreschnik-Rakete

Russland hat nach eigenen Angaben in der Ukraine erneut die wegen ihrer Zerstörungskraft besonders gefürchtete neue Mittelstreckenrakete vom Typ Oreschnik eingesetzt.

Es handle sich um eine Antwort auf die "terroristischen Angriffe" der Ukraine auf zivile Objekte in Russland, teilte das Verteidigungsministerium in Moskau der Agentur Interfax zufolge mit.

Nach einem massiven russischen Luftangriff steigt bei Sonnenaufgang Rauch über Kiew auf.
Nach einem massiven russischen Luftangriff steigt bei Sonnenaufgang Rauch über Kiew auf.  © Zoya Shu/AP/dpa

24. Mai, 10.04 Uhr: Russland setzte laut Selenskyj Oreschnik-Rakete ein

Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erneut die wegen ihrer Zerstörungskraft gefürchtete Mittelstreckenrakete Oreschnik eingesetzt – erstmals nahe der Hauptstadt Kiew.

Kremlchef Wladimir Putin habe die Rakete gegen Bila Zerkwa abgefeuert, sagte Selenskyj. Die Großstadt liegt im Kiewer Gebiet.

Die auch in Belarus von Moskau stationierte Oreschnik-Rakete (auf Deutsch: Haselstrauch) kann sowohl konventionelle als auch atomare Sprengköpfe tragen. Ihre extrem hohe Geschwindigkeit von bis zu 12.000 Kilometer pro Stunde und ihre Reichweite von bis zu 5000 Kilometer machen sie zu einer potenziellen Gefahr für den gesamten europäischen Kontinent.

"Das ist wirklich unverantwortlich. Es ist wichtig, dass dies für Russland nicht ohne Folgen bleibt", sagte Selenskyj.

Die ukrainische Flugabwehr spricht von einem kombinierten Angriff mit 600 Drohnen, 90 Raketen und Marschflugkörpern.
Die ukrainische Flugabwehr spricht von einem kombinierten Angriff mit 600 Drohnen, 90 Raketen und Marschflugkörpern.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

24. Mai, 9.27 Uhr: Tote und Dutzende Verletzte in Kiew nach Moskaus Angriffen

Bei den massiven russischen Angriffen mit Kampfdrohnen und Raketen sind in der ukrainischen Hauptstadt Kiew laut Behörden mindestens zwei Menschen getötet worden.

Es gab auch mindestens 56 Verletzte – 30 von ihnen, darunter zwei Kinder, werden in Krankenhäusern behandelt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko am Morgen bei Telegram mitteilte. Einsatzkräfte seien dabei, die Trümmer getroffener Wohnhäuser und Schäden zu beseitigen.

Der Zivilschutz veröffentlichte Fotos und Videos von massiven Zerstörungen an ziviler Infrastruktur und von großen Bränden, die Einsatzkräfte löschten. Die ganze Nacht über und am Morgen hatte es Luftalarm und Berichte über Explosionen in verschiedenen Teilen der Hauptstadt gegeben. Auch die Umgebung Kiews und andere Regionen waren betroffen von den Angriffen.

Es gibt Tote, Verletzte und massive Zerstörungen an Wohnhäusern.
Es gibt Tote, Verletzte und massive Zerstörungen an Wohnhäusern.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

24. Mai, 7.22 Uhr: Luftabwehr in Polen aktiviert

Im westlichen Nachbarland Polen erklärte das Militär auf der Plattform X, angesichts der russischen Angriffe in der Ukraine sei die Luftabwehr in Alarmbereitschaft, es seien Militärflugzeuge aufgestiegen.

In Polen kommt es bei größeren Angriffen in der Ukraine immer wieder zur Alarmierung der Luftabwehr, manchmal steigen dabei auch Kampfjets von Nato-Partnern auf.

Titelfoto: Efrem Lukatsky/AP/dpa

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