Ukraine-Krieg: Kampfjet abgestürzt

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Ukraine - Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) ihre Vorschläge für Verhandlungen und eine Friedenslösung an Kriegsgegner Russland übermittelt.

Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) würde sich wohl gern mit Machthaber Putin an einen runden Tisch setzen. Stößt er in Russland damit auf offene Ohren?
Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) würde sich wohl gern mit Machthaber Putin an einen runden Tisch setzen. Stößt er in Russland damit auf offene Ohren?  © Malin Wunderlich/dpa

"Die Freunde von Putin haben von uns gehört, dass ein Treffen und ein Ende des Kriegs möglich sind", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft.

Zuletzt hatten Vertreter Russlands und der Ukraine im Februar unter US-Vermittlung in den Vereinigten Arabischen Emiraten über ein Kriegsende verhandelt. Ergebnisse wurden damals nicht bekannt.

Selenskyj lobte in seiner Rede den jüngsten Austausch von Kriegsgefangenen und wiederholte auch die Forderung nach einem schnellen Kriegsende. Die Drohnenangriffe auf Ziele im russischen Hinterland bezeichnete Selenskyj als gerechte Antwort auf den von Moskau entfachten Krieg.

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Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

27. Juni, 14.15 Uhr: Ukrainischer Kampfjet abgestürzt

In der zentralukrainischen Region Poltawa ist offiziellen Angaben nach ein Kampfjet des Typs MiG-29 abgestürzt.

Der Pilot habe sich per Schleudersitz retten können und werde medizinisch versorgt, teilte die ukrainische Luftwaffe mit. Der Vorfall ereignete sich demnach in der Nacht während eines Kampfeinsatzes. Die genaue Ursache des Absturzes ist unklar. Zu der Zeit hat Russland die Ukraine erneut mit mehr als 100 Drohnen attackiert. Die Ukraine setzt Kampfflugzeuge zum Abschuss der unbemannten Flugobjekte ein.

In der zentralukrainischen Region Poltawa ist ein Kampfjet des Typs MiG-29 abgestürzt. (Archivbild)
In der zentralukrainischen Region Poltawa ist ein Kampfjet des Typs MiG-29 abgestürzt. (Archivbild)  © Madeleine/ZUMA Press Wire/dpa

27. Juni, 13.41 Uhr: Tote und Verletzte nach gegenseitigen Angriffen

Bei neuen gegenseitigen russischen und ukrainischen Luftangriffen sind nach Angaben beider Seiten insgesamt mindestens drei Menschen getötet und 29 weitere verletzt worden.

Die ukrainischen Behörden berichteten am Samstag von zwei Toten und 19 Verletzten durch russische Angriffe. Bei ukrainischen Angriffen auf den russisch kontrollierten Teil der ukrainischen Region Donezk wurde laut einem Bürgermeister eine Frau getötet, in der südrussischen Region Wolgograd wurden nach Behördenangaben zehn Menschen verletzt.

Im Zuge neuer Angriffe wurden zwei Menschen in der Ukraine und eine Frau auf russischem Gebiet getötet. (Symbolbild)
Im Zuge neuer Angriffe wurden zwei Menschen in der Ukraine und eine Frau auf russischem Gebiet getötet. (Symbolbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

27. Juni, 7.57 Uhr: Russische Millionenstadt Wolgograd mit Marschflugkörpern attackiert

Die Ukraine hat in der Nacht und am frühen Morgen laut offiziellen Angaben Industrieanlagen in der russischen Millionenstadt Wolgograd mit Marschflugkörpern angegriffen.

Mindestens zehn Menschen seien verletzt und die Produktionsanlagen eines Betriebs beschädigt worden, schrieb Gouverneur Andrej Botscharow. Zum Einsatz kamen seinen Worten nach "Flugobjekte mit Hochgeschwindigkeit".

Mehrere lokale Brände seien gelöscht worden. Wohngebäude waren demnach nicht betroffen. Genauere Angaben zur Art des getroffenen Unternehmens machte er nicht.

Unbestätigten russischen und ukrainischen Medienberichten zufolge handelt es sich dabei um die russische Rüstungsfabrik Titan-Barrikady. Das Internetportal "Astra" berichtete von Rauchwolken, die aus der Fabrik aufstiegen.

Die Schläge seien mit Marschflugkörpern des ukrainischen Typs Flamingo geführt worden.
Die Schläge seien mit Marschflugkörpern des ukrainischen Typs Flamingo geführt worden.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

26. Juni, 22.23 Uhr: Selenskyj übermittelt erneut Friedensvorschlag an Putin

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) ihre Vorschläge für Verhandlungen und eine Friedenslösung an Kriegsgegner Russland übermittelt.

"Die Freunde von (Kremlchef Wladimir) Putin haben von uns gehört, dass ein Treffen und ein Ende des Kriegs möglich ist", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Nähere Details gab er nicht bekannt.

Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) versucht es erneut mit einem Friedensvorschlag.
Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) versucht es erneut mit einem Friedensvorschlag.  © Malin Wunderlich/dpa

26. Juni, 18.17 Uhr: Kreml reagiert auf Kritik von der Front

Die russische Kriegsführung gerät auch bei der eigenen Truppe immer stärker in die Kritik - und zwingt den Kreml zu einer Reaktion.

Der Kreml habe von dem Video eines Soldaten mit der Kritik und der Forderung nach einer Audienz bei Präsident Wladimir Putin (73) gehört, bestätigte dessen Sprecher Dmitri Peskow (58) auf Nachfrage von Journalisten zu dem Thema. "Man muss sich das erst einmal anschauen", sagte Peskow, wobei er von "merkwürdigen Formulierungen" im Video sprach.

Zuvor hatte das Video des aus der Region Woronesch stammenden russischen Ex-Frontsoldaten Alexander Lunin Wellen geschlagen. Der Mann hatte im eigentlich in Russland verbotenen Netzwerk Instagram erklärt, er müsse Putin bei einer Live-Audienz die "ganze Wahrheit über das, was bei uns im Land passiert", sagen. An der Front würden Soldaten von ihren Vorgesetzten ausgebeutet, gequält und verheizt, klagte er.

Dmitri Peskow (58) muss sich zunehmend unangenehmen Fragen stellen.
Dmitri Peskow (58) muss sich zunehmend unangenehmen Fragen stellen.  © Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/dpa

26. Juni, 15.18 Uhr: Ukraine und Russland tauschen hunderte Kriegsgefangene aus

Russland und die Ukraine haben hunderte Kriegsgefangene ausgetauscht.

"Heute haben wir 160 Soldaten zurückgeholt", teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) bei Telegram mit. Sie seien seit 2022 in Gefangenschaft gewesen. Unter ihnen seien neben regulären Soldaten auch Angehörige der Nationalgarde und der Grenztruppen.

26. Juni, 13.08 Uhr: Ausnahmezustand auf der Krim nach ukrainischen Angriffen ausgerufen

Nach den jüngsten ukrainischen Angriffen haben die Behörden auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim den Ausnahmezustand ausgerufen.

"Es ist eine Entscheidung getroffen worden … Dekrete zu unterzeichnen, mit denen der Ausnahmezustand auf regionaler Ebene in der Republik Krim und der Stadt Sewastopol erklärt wird", teilte der von Russland eingesetzte Gouverneur Sergej Aksjonow am Freitag mit. Am Vortag hatte er Stromausfälle auf der Krim infolge der ukrainischen Angriffe gemeldet.

In der Nacht zum Freitag schoss die russische Luftabwehr nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums 660 ukrainische Drohnen ab, die unter anderem Ziele auf die Krim und in der Region Moskau ansteuerten. Am Sonntag war auf der Krim infolge der ukrainischen Attacken der Verkauf von Treibstoff eingestellt worden.

In der Nacht zum Freitag schoss die russische Luftabwehr nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums 660 ukrainische Drohnen ab, die unter anderem Ziele auf die Krim und in der Region Moskau ansteuerten.
In der Nacht zum Freitag schoss die russische Luftabwehr nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums 660 ukrainische Drohnen ab, die unter anderem Ziele auf die Krim und in der Region Moskau ansteuerten.  © Ulf Mauder/dpa

26. Juni, 10.14 Uhr: EU will wehrfähigen Ukrainern Flucht vor Krieg erschweren

Ukrainische Männer sollen sich einem Einsatz im Krieg gegen Russland künftig schwerer entziehen können und nicht mehr so einfach Zuflucht in Deutschland oder anderen EU-Staaten finden.

23- bis 60-Jährige, die von der Ukraine keine Ausreiseerlaubnis bekommen, sollen nach einem Vorschlag der Europäischen Kommission von den vereinfachten Aufnahmeregeln für Flüchtlinge ausgenommen werden.

Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine finden in der Europäischen Union nach der sogenannten Massenzustromrichtlinie Aufnahme, ihre Schutzersuchen werden also nicht individuell geprüft. Das macht es Ukrainern bisher wesentlich leichter, in der EU Schutz zu erhalten, als flüchtenden Menschen aus anderen Gruppen.

Diese Regelung will die EU-Kommission um ein weiteres Jahr bis März 2028 verlängern. Das soll allerdings nicht mehr für die betroffenen Männer gelten: Nach Willen der Behörde müssten sie künftig einen Asylantrag stellen, hätten also deutlich geringere Aussichten auf Schutz und eine Aufenthaltserlaubnis.

Ukrainische Soldaten der 33. mechanisierten Brigade evakuieren ihren Kameraden während einer Übung in der Region Charkiw.
Ukrainische Soldaten der 33. mechanisierten Brigade evakuieren ihren Kameraden während einer Übung in der Region Charkiw.  © Andrii Marienko/AP/dpa

26. Juni, 6.31 Uhr: Verletzte nach Raketenangriff auf Kiew

Mindestens zwei Menschen sind nach Behördenangaben bei einem russischen Raketenangriff auf Kiew verletzt worden. Die beiden Verletzten seien ambulant behandelt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit.

Seinen Angaben nach sind im Stadtbezirk Darnyzkyj im Südosten der ukrainischen Hauptstadt Lager in Brand geraten. Über weitere Schäden ist bisher nichts bekannt.

Vor den Einschlägen hatte die ukrainische Luftwaffe Raketenalarm für Kiew gegeben. Russland beschießt in dem seit mehr als vier Jahre dauernden Krieg auch immer wieder Kiew mit Drohnen und Raketen.

Nach einem russischen Angriff auf Kiew steigt Rauch über der Innenstadt auf.
Nach einem russischen Angriff auf Kiew steigt Rauch über der Innenstadt auf.  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

25. Juni, 21.37 Uhr: Selenskyj will Russland mit 40-Tage-Geheimdienstoperation zum Frieden zwingen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat eigenen Angaben zufolge eine neue Geheimdienstoperation abgesegnet.

Die Operation werde 40 Tage dauern und diene dazu, Russland zum Frieden zu zwingen, schrieb er auf sozialen Netzwerken nach einem Treffen mit dem Chef des Inlandsgeheimdienstes SBU, Jewheni Chmara. Details nannte er nicht.

Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat eine 40-tägige Geheimdienstoperation angekündigt.
Ukraine-Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat eine 40-tägige Geheimdienstoperation angekündigt.  © Ludovic Marin/POOL AFP/dpa

25. Juni, 19.10 Uhr: Lukaschenko ruft zu Verhandlungen auf

Der belarussische Machthaber Alexander Lukaschenko (71) ruft nach Spekulationen um eine Beteiligung seines Landes am russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine zu Gesprächen auf.

Er habe erst kürzlich eine Delegation des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) empfangen und diesen davor gewarnt, Belarus in den Krieg hineinzuziehen, sagte Lukaschenko bei einem Treffen mit dem Gouverneur des Moskauer Umlands. "Unsere Position ist friedliebend", sagte Lukaschenko der staatlichen Nachrichtenagentur Belta zufolge. "Lasst uns verhandeln, Leute."

Lukaschenko betonte, keine Angriffsabsichten zu haben. Auf der anderen Seite ständen nur Einheiten der ukrainischen Territorialverteidigung. "Werden wir etwa auf diese Maschinenschlosser, Melkerinnen und Arbeiter schießen, die gar nicht gegen die Belarussen kämpfen wollen? Auch wir wollen nicht gegen die Ukrainer kämpfen", betonte der belarussische Staatschef. Darüber habe er in der Vergangenheit auch mit Kremlchef Wladimir Putin (73) geredet. Er sei sogar bereit, die Grenze zu öffnen, damit Ukrainer im belarussischen Grenzgebiet nach Beeren und Pilzen suchen könnten.

Der Machthaber von Belarus, Alexander Lukaschenko (71), appelliert an Russland und die Ukraine.
Der Machthaber von Belarus, Alexander Lukaschenko (71), appelliert an Russland und die Ukraine.  © Pavel Bednyakov/Pool Ap/dpa

25. Juni, 18.23 Uhr: Ukraine bekommt 3,4 Milliarden Dollar von der Weltbank

Die Ukraine soll nach Angaben von Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko (40) weitere 3,39 Milliarden US-Dollar (knapp drei Milliarden Euro) als Hilfen von der Weltbank bekommen.

Die Abkommen seien bei der Wiederaufbaukonferenz für die Ukraine in Danzig (Gdansk) geschlossen worden, sagte Swyrydenko laut einer Mitteilung. Sie traf dort mit Weltbank-Präsident Ajay Banga (66) zusammen.

Den Angaben nach sind 2,35 Milliarden US-Dollar Zuschüsse zur Stabilisierung von Staat und Wirtschaft in dem vom Krieg gezeichneten Land. 1,04 Milliarden US-Dollar werden speziell für wirtschaftliche Entwicklung als Kredit gegeben, garantiert durch Großbritannien und Japan.

Titelfoto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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