Ukraine-Krieg: Sicherheitsdienst findet russische Drohne mit erhöhten Strahlenwerten

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Ukraine - Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) will der Ukraine als Antwort auf ihre Forderung nach einem schnellen EU-Beitritt einen neuen Sonderstatus als "assoziiertes Mitglied" der Europäischen Union anbieten.

Schneller Beitritt oder Sonderweg? Kanzler Merz (70, CDU) will der Ukraine einen exklusiven Status als EU-Partner verschaffen. (Archivbild)
Schneller Beitritt oder Sonderweg? Kanzler Merz (70, CDU) will der Ukraine einen exklusiven Status als EU-Partner verschaffen. (Archivbild)  © Michael Kappeler/dpa

In einem Brief an die EU-Spitzen schlägt der CDU-Politiker vor, Russlands Nachbarland sofort enger in die Institutionen einzubinden. Volle Mitgliedschafts- und Stimmrechte soll es zunächst aber nicht bekommen.

Merz begründet den Vorstoß mit der besonderen Lage der Ukraine als Land im Krieg und erheblichen Fortschritten in den Beitrittsverhandlungen.

Demnach soll der Vorschlag auch die von US-Präsident Donald Trump (79) initiierten Friedensgespräche erleichtern - unter anderem durch eine politische Zusage der Mitgliedstaaten, die EU-Beistandsklausel auch auf die Ukraine anzuwenden.

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Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

21. Mai, 10.45 Uhr: Sicherheitsdienst findet russische Drohne mit erhöhten Strahlenwerten

Wie der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) auf Telegram berichtet, haben Ermittler nach einem russischen Luftangriff am 7. April 2026 in der Region Tschernihiw Trümmerteile mit erhöhten Strahlenwerten entdeckt.

Es handelt sich dabei um Fragmente einer Luft-Luft-Rakete des Typs R-60, die in der Nähe des Dorfes Kamka gefunden wurden. Eine Strahlungsmessung direkt an den Trümmern ergab laut SBU eine Gamma-Strahlung von 12 Mikrosievert pro Stunde. Die ukrainischen Behörden warnen: "dieser Wert übersteigt die natürliche Hintergrundstrahlung erheblich und stellt eine Gefahr für die menschliche Gesundheit dar"

Nach Angaben der Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes deuten die Untersuchungsergebnisse darauf hin, dass der Sprengkopf der russischen Rakete Komponenten aus abgereichertem Uran enthält.

Der Sicherheitsdienst der Ukraine veröffentlichte auf Telegram Fotos der Trümmerteile mit erhöhten Strahlenwerten.
Der Sicherheitsdienst der Ukraine veröffentlichte auf Telegram Fotos der Trümmerteile mit erhöhten Strahlenwerten.  © Telegram/Screenshot/Служба безпеки України

21. Mai, 10.44 Uhr: Zwei Tote und Verletzte nach ukrainischem Angriff

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff sind nach russischen Behördenangaben zwei Menschen in der Stadt Sysran an der Wolga getötet worden.

Es gebe auch Verletzte, schrieb der Gouverneur des Gebiets Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, bei Telegram, nannte aber keine Zahlen. Weder zu Schäden noch zu genauen Orten machte er Angaben.

21. Mai, 6.05 Uhr: Ärger in Großbritannien über Öl-Sanktionen gegen Russland

Unter dem durch den Iran-Krieg entstandenen Energiepreisdruck ist die britische Regierung mit einem neuen Sanktionspaket gegen Russland in Erklärungsnot geraten.

Zwar verhängte London ein Importverbot für Flugzeugtreibstoff und Diesel, die in Drittländern aus russischem Öl hergestellt wurden - zugleich wurde aber eine Ausnahmegenehmigung erlassen, die eine Einfuhr vorerst weiterhin ermöglicht.

Nach einer lautstarken Parlamentsdebatte wehrte sich die Regierung gegen den Vorwurf unter anderem aus der Opposition, Sanktionen gegen Russland gelockert zu haben.

20. Mai, 16.08 Uhr: Ungarn und Ukraine wollen Unstimmigkeiten beilegen

Die Außenministerien Ungarns und der Ukraine haben technische Online-Konsultationen aufgenommen, um Unstimmigkeiten im beidseitigen Verhältnis beizulegen.

Das gaben Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar und seine Außenministerin Anita Orban bekannt.

"Mit der Bildung der Regierung der Tisza-Partei besteht die Möglichkeit, ein neues Kapitel in den ungarisch-ukrainischen Beziehungen zu öffnen", sagte Magyar auf einer Pressekonferenz in Warschau.

Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar (45). (Archivbild)
Ungarns neuer Ministerpräsident Peter Magyar (45). (Archivbild)  © Marek Ladzinski/ZUMA Press Wire/dpa

20. Mai, 13.38 Uhr: Xi und Putin verabschieden Erklärung – auch zu Ukraine-Krieg

Russland und China haben sich in einer Erklärung zum Gipfeltreffen ihrer Staatschefs Wladimir Putin (73) und Xi Jinping (72) für eine dauerhafte Lösung in Moskaus Angriffskrieg gegen die Ukraine ausgesprochen.

"Die Seiten unterstützen alle Bemühungen, die zur Herstellung eines langfristigen und dauerhaften Friedens beitragen", hieß es in einem der zwei zentralen Dokumente zu den Ergebnissen des Gipfeltreffens. Eine Lösung solle durch Verhandlungen und Dialog gefunden werden.

Einen Aufruf Chinas zur Beendigung des russischen Krieges gab es nicht. Vielmehr lobte Russland in dem Papier "die objektive und unvoreingenommene Haltung" Pekings im Ukraine-Krieg. Und es findet sich eine von Moskau immer wieder benutzte Formulierung zur "Notwendigkeit einer vollständigen Beseitigung der ursprünglichen Ursachen der ukrainischen Krise" in dem Dokument. Dazu zählt Moskau etwa den in der ukrainischen Verfassung angestrebten Nato-Beitritt Kiews.

20. Mai, 13.34 Uhr: Großbritannien lockert Sanktionen gegen Russland

Unter dem durch den Iran-Krieg entstandenen Energiepreisdruck lockert Großbritannien die Sanktionen auf russisches Öl.

Die britische Regierung erlaubt auf unbestimmte Zeit den Import von Flugzeugtreibstoff und Diesel, der in Drittländern aus russischem Öl raffiniert wurde, wie die Nachrichtenagentur PA mitteilte.

Hintergrund ist die Krise in der Straße von Hormus. Die für den Transport von bestimmten Treibstoffen bedeutende Meerenge ist seit Wochen weitestgehend blockiert. In Großbritannien kostet der Liter Benzin an den Tankstellen aktuell so viel wie seit Dezember 2022 nicht mehr, wie der Automobilclub RAC mitteilte. Mehrere Fluggesellschaften haben Flüge gestrichen und die Preise erhöht.

Die britische Regierung unter Premier Keir Starmer (63) lockert Sanktionen gegen Russland.
Die britische Regierung unter Premier Keir Starmer (63) lockert Sanktionen gegen Russland.  © Stefan Rousseau/PA Wire/dpa

20. Mai, 13.29 Uhr: Polen fasst drei mutmaßliche russische Agenten

Der polnische Geheimdienst hat drei mutmaßliche Agenten festgenommen, die für den russischen Geheimdienst gearbeitet haben sollen.

Es handele sich um drei polnische Staatsbürger im Alter zwischen 48 und 62 Jahren, teilte Polens Geheimdienstkoordinator Tomasz Simoniak (58) mit. Sie landeten für drei Monate in Untersuchungshaft.

Nach Angaben des Inlandsgeheimdienstes ABW deuten sichergestellte Beweismittel darauf hin, dass die Verdächtigen aktiv an der Beschaffung von Mitteln für den Kauf von Ausrüstung für die russische Armee beteiligt waren. Auch sollen sie im Auftrag eines russischen Staatsbürgers Details zur Stationierung von Nato-Truppen in Polen ausgespäht haben.

20. Mai, 13.20 Uhr: Drohnenalarm in Litauen – Staatsspitze in Sicherheit gebracht

In der litauischen Hauptstadt Vilnius ist Luftalarm ausgelöst worden.

Die Einwohner sollten auf Aufforderung der Behörden vorsorglich Schutz suchen. Auch die Staatsspitze wurde nach Medienberichten zur Sicherheit in Schutzräume gebracht. Der Luftraum über dem Flughafen wurde gesperrt und auch der Zugverkehr zwischenzeitlich ausgesetzt. Später wurde Entwarnung gegeben und der Alarm für Vilnius nach einer halben Stunde aufgehoben.

Zuvor hatten die Streitkräfte die Bevölkerung über eine mögliche Bedrohungslage durch eine Drohne im Osten des Landes informiert. Demnach wurde in Grenznähe ein mutmaßliches Flugobjekt gesichtet, das sich aus Richtung Belarus dem baltischen EU- und Nato-Land näherte. Nato-Kampfjets seien alarmiert worden, teilte das Verteidigungsministerium in Vilnius ohne nähere Angaben mit. Vilnius befindet sich rund 30 Kilometer von der Grenze zu Belarus entfernt.

Während des Luftalarms suchten Menschen Schutz – etwa in Tiefgaragen.
Während des Luftalarms suchten Menschen Schutz – etwa in Tiefgaragen.  © Vygintas Skaraitis/Lrytas/AP/dpa

20. Mai, 10.58 Uhr: Kreml bezeichnet Treffen Putins mit Trump bei Apec-Gipfel als "möglich"

Russland schließt ein neues Treffen von Kremlchef Wladimir Putin (73) und US-Präsident Donald Trump (79) im November in China beim Gipfel der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftsgemeinschaft (Apec) nicht aus.

"Theoretisch, ja. Theoretisch sind dort Treffen mit allen Teilnehmern des Gipfels möglich", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow (58) der russischen Nachrichtenagentur Interfax zufolge in Peking.

Dort bestätigte Putin bei einem Treffen mit Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping (72) seine Bereitschaft zur Teilnahme an dem Gipfel in Shenzhen. Unklar ist bislang noch, ob Trump an dem Apec-Gipfel teilnimmt.

20. Mai, 9.45 Uhr: Brand in russischer Raffinerie nach Drohnenangriff

Die ukrainische Armee hat ihre Serie von Drohnenangriffen auf die russische Ölindustrie fortgesetzt und in der Nacht die große Raffinerie von Kstowo an der Wolga attackiert.

Wie üblich bestätigte der Gouverneur des russischen Gebiets Nischni Nowgorod, Gleb Nikitin, den Angriff nur teilweise: "Herabstürzende Trümmer haben Schäden mit einem anschließenden Feuer an zwei Industrieobjekten im Kreis Kstowo verursacht", teilte er bei Telegram mit. Russische und ukrainische Telegramkanäle übernahmen Videos von Augenzeugen, die einen Brand in der Raffinerie zeigen sollen.

Die Raffinerie von Kstowo gehört dem zweitgrößten russischen Ölkonzern Lukoil und zählt zu den zehn größten des Landes. Der ukrainische Generalstab hatte auch am Dienstag einen Angriff auf die Anlage gemeldet. Die Ukraine greift seit Monaten Raffinerien, Pumpstationen und Exporthäfen der russischen Ölindustrie an. So soll die Treibstoffversorgung des Gegners gestört werden, die Exportausfälle sollen die Kriegskasse des Kremls schmälern.

Die Ukraine hat erneut eine russische Raffinerie attackiert. (Symbolfoto)
Die Ukraine hat erneut eine russische Raffinerie attackiert. (Symbolfoto)  © Jay Kogler/AAP/dpa

20. Mai, 6.46 Uhr: Erneut russische Angriffe auf ukrainische Städte

Russland hat auch in der Nacht wieder ukrainische Städte und Regionen angegriffen.

Ukrainische Behörden meldeten nach russischen Drohnenangriffen mindestens elf Verletzte sowie mehrere zerstörte Gebäude in den Städten Odessa, Dnipro und Konotop. Von unabhängiger Seite sind diese Angaben nicht überprüfbar.

In dem Gebiet Sumy wurden in der Stadt Konotop mehrere Gebäude getroffen, wie Militärgouverneur Oleh Hryhorow auf Telegram schrieb. Dabei seien mindestens sechs Menschen verletzt worden. Der Bürgermeister der Stadt Konotop, Artem Semenichin, sagte laut einem Medienbericht, wegen Mangels an Rettungswagen würden die Verletzten in privaten Fahrzeugen in Krankenhäuser gebracht. Auch ein Museum sei beschädigt worden.

In Konotop sind russische Drohnen in mehrere Gebäude eingeschlagen.
In Konotop sind russische Drohnen in mehrere Gebäude eingeschlagen.  © --/Ukrainian Emergency Service via AP/dpa

20. Mai, 6.20 Uhr: Nato-Kampfjet schießt verirrte ukrainische Drohne ab

Ein Nato-Kampfjet hat über Estland eine offenbar verirrte ukrainische Drohne abgeschossen.

Nach Angaben des estnischen Verteidigungsministers Hanno Pevkur (49) vom Dienstag wurde die Drohne von einem russischen Störsystem vom Kurs abgebracht und zunächst von Lettland entdeckt, bevor sie von einem in Litauen stationierten rumänischen F-16-Kampfjet abgeschossen wurde. Nahe der ländlichen Gemeinde in Poltsamaa im Zentrum Estlands gingen einem Medienbericht zufolge Trümmerteile nieder.

Es war das erste Mal seit dem russischen Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022, dass die Nato eine ausländische Drohne über dem Luftraum der baltischen Staaten abgefangen hat. In Estland findet in dieser Woche das Nato-Manöver "Spring Storm 2026" statt.

Ein F-16-Kampfjet hat eine ukrainische Drohne eliminiert. (Symbolfoto)
Ein F-16-Kampfjet hat eine ukrainische Drohne eliminiert. (Symbolfoto)  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

19. Mai, 21.10 Uhr: Selenskyj genehmigt neue Angriffspläne

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben Pläne für Angriffe im Juni im Abwehrkampf der Ukraine gegen die russische Invasion genehmigt.

Dieser Monat habe eine Veränderung der Dynamik zugunsten der Ukraine gebracht, sagte er in einer abendlichen Videoansprache. Oberbefehlshaber Olexander Syrskyj und Generalstabschef Andrij Hnatow hatten ihm demnach Bericht erstattet.

Die Ukraine halte ihre Stellungen besser und unternehme mehr Angriffe, sagte Selenskyj. Als besonders bedeutend beschrieb er Gegenangriffe Kiews mit Drohnen im russischen Hinterland. Sie hätten im Mai ihre Wirksamkeit gezeigt und müssten nun kreativ weiterentwickelt werden, sagte Selenskyj.

Der Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj (48).
Der Präsident der Ukraine Wolodymyr Selenskyj (48).  © Michael Kappeler/dpa

19. Mai, 17.45 Uhr: China empfängt Putin - wenige Tage nach Trump

Wenige Tage nach US-Präsident Donald Trump ist Kremlchef Wladimir Putin zu einem Besuch in China eingetroffen.

Putin werde von einer Delegation aus Ministern und Managern von staatlichen und privaten Konzernen begleitet, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Bei den Gesprächen auf Einladung von Chinas Staatschef Xi Jinping gehe es um einen Ausbau der privilegierten strategischen Partnerschaft beider Länder.

Putin sagte in einem vor der Abreise aufgenommenen Video, er freue sich, erneut China zu besuchen. Insbesondere führe auch die noch neue Visafreiheit zu engeren Kontakten zwischen den Menschen. Putin hob zudem hervor, dass das Handelsvolumen auf mehr als 200 Milliarden US-Dollar gewachsen sei. China ist der wichtigste Handelspartner für die Energiemacht Russland.

Titelfoto: Telegram/Screenshot/Служба безпеки України

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