Ukraine-Krieg: Moskau warnt Ausländer vor Aufenthalt in Kiew

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Kiew - Die Ukraine hat nach Auslegung von Kremlchef Wladimir Putin (73) mit Drohnenangriffen während der Wahl zur russischen Staatsduma den Weg zur Wiederaufnahme von Friedensgesprächen erschwert.

Dem Kremlchef zufolge wollte Russland nach den Staatsduma-Wahlen eigentlich die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs wieder aufnehmen.
Dem Kremlchef zufolge wollte Russland nach den Staatsduma-Wahlen eigentlich die Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs wieder aufnehmen.  © Dmitri Lovetsky/AP/dpa

Moskau sei bereit gewesen, die Verhandlungen zur Ukraine am 21. September, einen Tag nach den Wahlen zur Staatsduma, wieder aufzunehmen, sagte Putin in Moskau beim politischen Waldai-Diskussionsforum vor internationalen Experten. 

Dennoch bleibe Russland bereit, Verhandlungen aufzunehmen und schnellstmöglich abzuschließen. "Aber natürlich zu Bedingungen, die auch für die Russische Föderation, für unser Volk und für das russische Volk akzeptabel sind."

Eine echte Gesprächsbereitschaft Moskaus wird von Kiew, seinen westlichen Verbündeten und Beobachtern allerdings stark angezweifelt.

Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt sein Volk vor russischen Raketenschlag
Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj warnt sein Volk vor russischen Raketenschlag

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

2. Oktober, 16 Uhr: Moskau warnt Ausländer vor Aufenthalt in Kiew

Das russische Außenministerium hat ausländische Besucher und Diplomaten erneut vor einem Aufenthalt in der ukrainischen Hauptstadt Kiew gewarnt. Sie sollten vielmehr die Stadt verlassen oder sich nicht in der Nähe von militärischen Objekten und Regierungsgebäuden aufhalten, heißt es weiter in einer Mitteilung des Außenamts in Moskau. 

Als Grund nannte das Ministerium, dass die russischen Streitkräfte "als Reaktion auf die terroristischen Aktionen der ukrainischen Streitkräfte gegen die Zivilbevölkerung und die zivile Infrastruktur unseres Landes (Russlands) weiterhin systematisch gezielte Schläge gegen militärische Ziele in Kiew und anderen ukrainischen Städten führen".

Russlands Präsident Wladimir Putin (73) lässt Kiew immer heftiger angreifen.
Russlands Präsident Wladimir Putin (73) lässt Kiew immer heftiger angreifen.  © -/Kremlin/dpa

2. Oktober, 18.38 Uhr: Südbrücke in Kiew erneut von Drohne getroffen

Die bereits beschädigte Südbrücke in der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist erneut von einer russischen Kampfdrohne getroffen worden.

Das teilte Bürgermeister Vitali Klitschko (55) auf Telegram mit. Er wies darauf hin, dass die Brücke nach mehreren Angriffen sowohl für den Autoverkehr als auch für U-Bahnen gesperrt bleibe. Die Südbrücke war bereits am Donnerstag von drei Drohnen getroffen worden.

2. Oktober, 17.15 Uhr: Tote und Verletzte bei russischem Luftangriff auf Charkiw

Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw sind nach offiziellen Angaben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Weitere 28 Menschen seien durch Gleitbomben verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Oleh Synjehubow auf Telegram mit. Möglicherweise befänden sich noch weitere Opfer unter den Trümmern getroffener Wohnhäuser.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) warf dem russischen Militär vor, auf Anordnung von Kremlchef Wladimir Putin (73) die Städte der Ukraine zu zerstören. "Aus Geheimdienstinformationen und von einigen Personen aus Putins Umfeld wissen wir, dass Putin Anfang September gesagt hat: 'Jetzt gibt es keine Regeln mehr'", schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Russland habe die Ukraine nicht besetzen können. "Deshalb führen sie nun massive Angriffe durch und töten in großem Umfang."

Hat Putin (73) seine letzten Regeln für den Krieg eingestellt?
Hat Putin (73) seine letzten Regeln für den Krieg eingestellt?  © Ulf Mauder/dpa

2. Oktober, 15.31 Uhr: Ukrainische Agrarexporte haben sich halbiert

Aufgrund der durch Russland blockierten Schwarzmeerhäfen haben sich die ukrainischen Agrarexporte mehr als halbiert.

"Das bedeutet, dass wir im laufenden Wirtschaftsjahr (2026/2027) etwa 30 Millionen Tonnen landwirtschaftlicher Erzeugnisse im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar (rund 26 Milliarden Euro) nicht exportieren können", sagte Landwirtschaftsminister Taras Wyssozkyj Journalisten gemäß einer Meldung von Interfax-Ukraine. 

2. Oktober, 15.08 Uhr: EU zahlt Ukraine weitere Milliardensumme aus

Die Ukraine bekommt von der EU weitere Finanzhilfen in Höhe von rund 2,9 Milliarden Euro.

"Mit der heutigen Auszahlung tragen wir dazu bei, die finanzielle Stabilität der Ukraine zu sichern und Investitionen zu unterstützen, die die Grundlage für ihren künftigen Wiederaufbau schaffen werden", teilte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67, CDU) mit. Das Land setze trotz des andauernden russischen Angriffskriegs weiter umfassende Reformen um.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67, CDU) hat gute Nachrichten für die Ukraine.
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (67, CDU) hat gute Nachrichten für die Ukraine.  © Boris Grdanoski/AP/dpa

2. Oktober, 14.49 Uhr: Wadephul will Druck auf Moskau für Ende der Getreideblockade

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) fordert mehr Druck auf Russland für ein Ende der Blockade der ukrainischen Getreideexporte über das Schwarze Meer.

Man müsse dafür sorgen, "dass Europa hier lauter wird bei diesem Thema, und zweitens, dass die Staaten des Globalen Südens hier auch noch klarer ihre Interessen formulieren", sagte der CDU-Politiker nach Gesprächen im Vatikan. "Ich glaube, dann gibt es eine ernsthafte Chance, noch zu einer Lösung zu kommen". Mit dem Begriff Globaler Süden sind meist Länder in Lateinamerika, Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten und Asien gemeint.

Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) hofft auf eine schnelle Lösung.
Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) hofft auf eine schnelle Lösung.  © Fabian Sommer/dpa

2. Oktober, 13.52 Uhr: Litauen testet ukrainisches System zum Schutz vor Drohnen

Litauen testet zum Schutz vor Drohnen ein in der Ukraine entwickeltes Luftraumüberwachungssystem.

Das System "Sky Fortress" ("Himmelsfestung") dient der Erkennung tieffliegender Objekte. "Bedrohungen aus der Luft verändern sich rasant, daher passen wir unsere Lösungen entsprechend an. Statt alles von Grund auf neu zu entwickeln, adaptieren wir Systeme, die bereits in der Ukraine im Einsatz sind", sagte Verteidigungsminister Robertas Kaunas (41). Die Ukraine gilt im fünften Jahr ihrer Abwehr einer russischen Invasion als ein weltweit führendes Land im Drohnenkampf. 

Nach litauischen Angaben nutzt "Sky Fortress" künstliche Intelligenz, um tieffliegende Drohnen und Marschflugkörper anhand ihrer akustischen oder elektromagnetischen Signaturen zu erkennen und zu verfolgen. Das System könne erkannte Objekte in Echtzeit klassifizieren, hieß es in der Mitteilung des Verteidigungsministeriums des baltischen EU- und Nato-Landes in Vilnius. 

Litauen testet ein ukrainisches System zum Schutz vor Drohnen. (Symbolfoto)
Litauen testet ein ukrainisches System zum Schutz vor Drohnen. (Symbolfoto)  © Mindaugas Kulbis/AP/dpa

2. Oktober, 8.10 Uhr: Toter nach russischen Drohnenangriffen – Brücken gesperrt

Bei russischen Drohnenangriffen ist in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens ein Mensch getötet worden.

Zwei weitere seien verletzt worden, teilte die Stadtverwaltung bei Telegram mit. Den Angaben zufolge schlug eine Drohne in einem Wohnhaus im Ostteil der Stadt ein.

Am Morgen wurden in der Dreimillionenstadt mehrere Brücken über den Fluss Dnipro gesperrt. Bürgermeister Vitali Klitschko (55) informierte über einen weiteren Drohneneinschlag auf der Südbrücke. Über diese führen eine U-Bahn-Linie und eine Straßenverbindung. Eine weitere Straßenbrücke wurde komplett und eine andere zum Teil gesperrt. Informationen zu Drohneneinschlägen gab es jedoch nicht. Insgesamt sieben Brücken für U-Bahn, Eisenbahn und Straßenverkehr verbinden den Ost- und den Westteil Kiews.

Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (55) informierte über einen Drohneneinschlag auf der Südbrücke. (Archivbild)
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko (55) informierte über einen Drohneneinschlag auf der Südbrücke. (Archivbild)  © Aleksandr Gusev/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

2. Oktober, 6.20 Uhr: Putin droht Nato bei Angriff auf Kaliningrad mit Einsatz "aller Arten von Waffen"

Russlands Präsident Wladimir Putin (73) hat für den Fall eines Angriffs von Nato-Streitkräften auf die russische Exklave Kaliningrad vor dem möglichen Einsatz "aller Arten von Waffen" einschließlich Atomwaffen gewarnt.

"Wenn es zu einem direkten Angriff auf Russland kommt, in diesem Fall auf Kaliningrad, wird die Frage des Einsatzes aller Arten von Waffen, über die wir verfügen, auf der Tagesordnung stehen", sagte Putin am Donnerstag beim jährlichen Waldai-Diskussionsforum in Moskau.

Zugleich erklärte Putin, Russland habe "nicht die Absicht, irgendjemanden anzugreifen". Sollte Russland jedoch angegriffen werden, werde es zurückschlagen. "Und die Bürger der europäischen Länder müssen das verstehen", sagte der russische Präsident.

Russlands Präsident Wladimir Putin (73) droht der Nato bei einem Angriff auf Kaliningrad mit dem Einsatz "aller Arten von Waffen".
Russlands Präsident Wladimir Putin (73) droht der Nato bei einem Angriff auf Kaliningrad mit dem Einsatz "aller Arten von Waffen".  © -/Kremlin/dpa

1. Oktober, 21.46 Uhr: Kiew verkündet ersten Einsatz eigener ballistischer Rakete

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben erstmals eine selbst entwickelte taktische ballistische Rakete des Typs FP-7 im Krieg mit Russland eingesetzt.

"Der erste Kampfeinsatz. Ich danke für das Ergebnis", teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) auf sozialen Netzwerken mit. Die nächste Aufgabe sei die Ausweitung der Raketenproduktion. Zum Ziel machte der Staatschef keine Angaben, veröffentlichte aber ein Video eines nächtlichen Raketenstarts.

Titelfoto: -/Kremlin/dpa

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