Ukraine-Krieg: Parlamentswahl wird laut Putin Beitrag zum Sieg Russlands

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Ukraine - US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat Deutschland Anerkennung für eine Vorreiterrolle bei der Stärkung der Nato in Europa gezollt.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (r.) ist voll des Lobes für Deutschlands Kurs in der Nato.
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth (r.) ist voll des Lobes für Deutschlands Kurs in der Nato.  © Kay Nietfeld/dpa

Bei einem Treffen mit seinem deutschen Amtskollegen Boris Pistorius (SPD) im Pentagon sprach er von "großen Fortschritten, die vor der Rückkehr von Präsident (Donald) Trump ins Amt wohl niemand für möglich gehalten hätte".

Beide Minister unterzeichneten zudem eine Rüstungsvereinbarung, die darauf abzielt, den enormen Bedarf an Waffen, Munition und Ausrüstung im Nato-Bündnis verstärkt auch aus deutscher Produktion zu decken.

Die Absichtserklärung erweitert nach den Worten von Hegseth Möglichkeiten für gemeinsame Entwicklung, Produktion und Lizenzfertigung. Ausgebaut werden sollen auch Wartungs- und Instandhaltungskapazitäten - "genau das, was verbündete Länder tun sollten", sagte er.

Partner-Team von PETA will Tiere in Ukraine retten: Dann schlägt Drohne in ihr Fahrzeug ein
Ukraine Partner-Team von PETA will Tiere in Ukraine retten: Dann schlägt Drohne in ihr Fahrzeug ein

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

16. September, 19.33 Uhr: Russischer Angriff zerstört Lager von Selenskyjs Medienfirma

Bei einem russischen Drohnenangriff ist ein Lager in Kiew mit dem Fundus des von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) mitgegründeten Medienunternehmens "Kvartal 95" zerstört worden.

"Damit haben wir eine große Menge an Kulissen, Kostümen und Gegenständen verloren, die zwanzig Jahre lang Teil unserer Konzerte, Fernsehsendungen, Filme und Serien waren", teilte das Unternehmen bei Facebook mit. Das seien nicht nur einfach Dinge, sondern die Geschichte des "Kvartals". Verletzte habe es bei dem Angriff in der ukrainischen Hauptstadt in der Nacht zum Mittwoch nicht gegeben.

Die Russen setzen ihre Angriffe gegen Kiew unvermindert fort.
Die Russen setzen ihre Angriffe gegen Kiew unvermindert fort.  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

16. September, 18.01 Uhr: Parlamentswahl wird laut Putin Beitrag zum Sieg Russlands

Der russische Staatschef Wladimir Putin (73) stellt die kommende Parlamentswahl als Symbol der Einigkeit seines kriegführenden Landes dar.

"Die Teilnahme an den Wahlen ist unser gemeinsamer Beitrag zum Sieg Russlands", sagte er in einer Videoansprache. Die Wahl solle zeigen, "dass hinter unseren Kämpfern Millionen Menschen stehen, dass wir ein geeintes Volk sind", sagte Putin. Er gehe davon aus, dass die "würdigsten Kandidaten" gewinnen. 

Kreml-Herrscher Wladimir Putin (73) erwartet weiterhin einen Sieg der Russen in der Ukraine.
Kreml-Herrscher Wladimir Putin (73) erwartet weiterhin einen Sieg der Russen in der Ukraine.  © Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

16. September, 16.12 Uhr: Zweieinhalb Wochen "Held Russlands" - General tot

Zweieinhalb Wochen nach seiner Auszeichnung als Held Russlands ist ein russischer General im Ukraine-Krieg getötet worden.

Der Tod von Generalmajor Anton Grunis, Kommandeur der 4. motorisierten Garde-Schützenbrigade, wurde von russischen Militärbloggern und von dem tschetschenischen General Apti Alaudinow auf Telegram bestätigt.

16. September, 9.34 Uhr: Drohne tötet fünf Menschen in Bus

Ein russischer Drohnenangriff hat im Süden der Ukraine mindestens fünf Menschen in einem Linienbus in den Tod gerissen.

Außerdem seien mindestens sieben Passagiere bei dem feindlichen Angriff in der Region Nikopol verletzt worden, teilte der Gouverneur des südostukrainischen Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. "Die sieben Verletzten befinden sich derzeit in ärztlicher Obhut. Sie erhalten alle notwendige Hilfe", sagte er. Er warf Russland Terror vor und veröffentlichte auch ein Foto von dem getroffenen Bus, an dem Blutspuren zu sehen sind.

Auch die ukrainische Hauptstadt Kiew meldete erneut russische Angriffe. Es stünden Lagerhallen in Flammen und es gebe einen Verletzten, teilten die Behörden mit.

Eine russische Kampfdrohne hat einen ukrainischen Linienbus getroffen. Fünf Menschen kamen ums Leben.
Eine russische Kampfdrohne hat einen ukrainischen Linienbus getroffen. Fünf Menschen kamen ums Leben.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

16. September, 8.10 Uhr: In Litauen abgeschossene Drohne hatte Sprengsatz

Eine über Litauen von Nato-Kampfjets abgeschossene Drohne war mit Sprengstoff bestückt. Dies teilte Verteidigungsminister Robertas Kaunas mit.

Die Sprengladung sei von Spezialkräften entschärft worden, schrieb Kaunas auf Facebook. Die Drohne werde weiterhin untersucht und analysiert.

In Litauen wurde in der Nacht zu Dienstag ein unbemanntes Flugobjekt von italienischen Eurofightern über einem ländlichen Gebiet nahe dem Dorf Pratkunai vom Himmel geholt. Verletzte oder Schäden gab es nicht.

Woher die von den Nato-Kampfjets abgeschossene Drohne stammt, ist weiter unklar. (Symbolfoto)
Woher die von den Nato-Kampfjets abgeschossene Drohne stammt, ist weiter unklar. (Symbolfoto)  © Mindaugas Kulbis/AP/dpa

16. September, 8.09 Uhr: Selenskyj lobt Eisenbahner und lässt Schutz verstärken

Nach intensiven russischen Angriffen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen stärkeren Schutz für die Eisenbahn angekündigt.

"Obwohl die Russen unsere Bahn als eines ihrer Hauptziele betrachten, funktioniert die ukrainische Eisenbahn weiterhin auf hohem Niveau", sagte der Staatschef. Dabei dankte er den Bahnmitarbeitern für ihre "äußerst professionelle und mutige Arbeit". Die Logistik werde trotz Verspätungen und der angerichteten Schäden aufrechterhalten.

Selenskyj stellte zusätzliche Schutzmaßnahmen für Eisenbahnanlagen und auch für die Grenzübergänge der Bahn in Aussicht.

15. September, 20.10 Uhr: Tote nach russischem Angriff auf Slowjansk

Bei einem russischen Angriff auf die ostukrainische Stadt Slowjansk sind ein Mann und eine Frau getötet worden.

Eine weitere Frau sei verletzt worden, teilte der Chef der Militärverwaltung der Stadt, Wadym Ljach, bei Facebook mit. Es seien drei Wohnhäuser beschädigt worden.

Den verwendeten Waffentyp nannte Ljach nicht. Slowjansk befindet sich im Gebiet Donezk und liegt etwa 15 Kilometer von der russisch-ukrainischen Frontlinie entfernt.

In Slowjansk kamen bei einem russischen Angriff zwei Menschen ums Leben. (Archivbild)
In Slowjansk kamen bei einem russischen Angriff zwei Menschen ums Leben. (Archivbild)  © Dan Bashakov/AP/dpa

15. September, 18.22 Uhr: Polen verstärkt Grenzposten nach russischen Drohnenangriffen

Nach den jüngsten russischen Drohnenangriffen auf einen Zug von Kiew nach Warschau und auf die ukrainische Grenzregion will Polen seine Grenzübergänge zur Ukraine befestigen.

"Die Ereignisse der vergangenen Tage zeigen, dass Russlands Vorgehen die Sicherheit ganz Europas gefährdet", schrieb Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz (45) auf X.

Pioniere der polnischen Armee sollen nun die Grenzposten mit sogenannten Hesco-Barrieren verstärken, wie das Oberkommando auf X mitteilte. Dies sind vom Militär verwendete Körbe aus Metall und Kunststofffolie, die mit Sand gefüllt werden. Außerdem sollen in der Nähe der Grenzübergänge Dorohusk, Medyka und Korczowa zusätzliche Beobachtungs- und Wachposten gebaut werden.

Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz (45) kündigte eine Verstärkung der Grenzposten an den Übergängen zur Ukraine an.
Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz (45) kündigte eine Verstärkung der Grenzposten an den Übergängen zur Ukraine an.  © Dominika Zarzycka/SOPA Images via ZUMA Press Wire/dpa

15. September, 18.09 Uhr: Ukrainisches Militär spricht von Rückeroberungen im Donbass

Das ukrainische Militär macht mit Verzögerung erfolgreiche Gegenangriffe im Norden des Gebiets Donezk öffentlich.

Der Kommandeur des 3. Armeekorps, Andrij Bilezkyj, berichtete in einem Video, nördlich der Stadt Lyman seien auf einer Fläche von 75 Quadratkilometern in mehreren Dörfern eingesickerte russische Stoßtrupps ausgeschaltet worden. Ukrainische Truppen hätten das Dorf Serednje und eine Fläche von zehn Quadratkilometern von russischen Truppen zurückerobert. Dies sei jedoch nur ein Teil der Offensive mit dem Codenamen "Vivaldi", sagte Bilezkyj.

Wegen der strikten Geheimhaltung auf ukrainischer Seite hatte es aus dieser Region seit dem Frühsommer kaum Nachrichten gegeben. Erst in den vergangenen Tagen machten von Militärexperten verifizierte Fotos und Videoaufnahmen deutlich, dass es der Ukraine gelungen war, die Stadt Lyman zu sichern und einen großen Vorstoß der russischen Streitkräfte zurückzuwerfen. Auch russische Militärblogger räumten die Probleme bei Lyman ein.

Das ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge im Donbass das Dorf Serednje und eine Fläche von zehn Quadratkilometern zurückerobert. (Symbolfoto)
Das ukrainische Militär hat eigenen Angaben zufolge im Donbass das Dorf Serednje und eine Fläche von zehn Quadratkilometern zurückerobert. (Symbolfoto)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

15. September, 14.03 Uhr: Kreml nennt Trump-Vorschlag zu Waffenruhe "gute Idee"

Der Kreml hat den Vorschlag von US-Präsident Donald Trump begrüßt, dass Moskau und Kiew wechselseitige Angriffe auf die Infrastruktur stoppen sollten.

Man habe Trumps Initiative zu einer Energie-Waffenruhe gesehen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow in Moskau, wie die Nachrichtenagentur Interfax meldete. "Wir halten das insgesamt für eine sehr gute Idee", sagte er. Man sei mit den Amerikanern in Kontakt.

Es wurde keine Äußerung Peskows zitiert, ob Moskau dem Vorschlag zustimmen werde. Der Kremlsprecher sagte, es gehe nicht nur darum, dass es keine Angriffe auf russische Raffinerien mehr geben solle. Russland müsse sein Öl auch ungehindert exportieren dürfen. Kiew sei aber nicht bereit, eine sichere Schifffahrt zu garantieren, sagte er.

Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow begrüße man Trumps Vorschlag einer Energie-Waffenruhe.
Laut Kremlsprecher Dmitri Peskow begrüße man Trumps Vorschlag einer Energie-Waffenruhe.  © Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/dpa

15. September, 10.10 Uhr: Russische Fregatte feuert Leuchtkörper auf Dänen-Helikopter

Eine russische Fregatte hat am Montagabend nach Angaben des dänischen Verteidigungsministeriums in der Ostsee zwei Leuchtkörper auf einen Hubschrauber der dänischen Streitkräfte abgefeuert.

Der Vorfall ereignete sich "in Verbindung mit einer routinemäßigen Foto-Aufklärung" der Fregatte in internationalen Gewässern vor dem dänischen Hafenort Gedser, teilte das Ministerium mit. Eine der abgefeuerten sogenannten "flares" sei in geringem Abstand an dem Hubschrauber vorbeigeflogen. Der Besatzung sei nichts passiert.

Die Leuchtkörper können der dänischen Nachrichtenagentur Ritzau zufolge auf See als Aufmerksamkeits- oder Notsignale eingesetzt werden. Nach Einschätzung des Forschers Peter Viggo Jakobsen von der dänischen Verteidigungsakademie ist bei diesem Vorfall aber von Warnschüssen oder einer Machtdemonstration auszugehen: "Die Russen sagen damit: Lasst es sein, uns zu fotografieren, und fliegt nicht so dicht an uns heran."

Der dänische Außenminister Lars Løkke Rasmussen bezeichnete den Vorfall bei X "absolut inakzeptabel" und bestellte den russischen Botschafter in Dänemark ein.

Eine russische Fregatte hat mit Leuchtkörpern auf einen dänischen Militärhubschrauber geschossen. (Archivfoto)
Eine russische Fregatte hat mit Leuchtkörpern auf einen dänischen Militärhubschrauber geschossen. (Archivfoto)  © Mod Crown Copyright/Ministry of Defence/PA Wire/dpa

15. September, 10.08 Uhr: Ukraine greift russische Anlage trotz Trump-Ansage an

Die Ukraine hat in der Nacht mit Drohnen eine Industrieanlage in Russland angegriffen.

Dabei seien die Anlage sowie mehrere Wohngebäude in der Region Samara im Südosten des Landes beschädigt worden, berichtete die russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Gebietsgouverneur Wjatscheslaw Fedorischtschew. Todesopfer habe es nicht gegeben.

Rund 40 Drohnen seien abgeschossen worden. Laut ukrainischen Berichten handelte es sich bei der Industrieanlage um eine Ölraffinerie.

Am Montag hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, Russland und die Ukraine wollten auf Angriffe auf gegnerische Energieanlagen verzichten. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb auf X, dass ein deeskalierender Schritt mit Blick auf kritische Infrastruktur "ein erster Schritt in Richtung Frieden" sein könnte. Aus Moskau gab es zunächst keine Reaktion.

Titelfoto: Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

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