Ukraine-Krieg: Putin schickt neue Gouverneure in Grenzregionen

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Ukraine - Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Großstadt Krywyj Rih mindestens zwei Menschen getötet worden.

Krywyj Rih ist Selenskyjs (48) Heimatstadt und wurde bereits mehrfach Ziel russischer Angriffe. (Archivbild)
Krywyj Rih ist Selenskyjs (48) Heimatstadt und wurde bereits mehrfach Ziel russischer Angriffe. (Archivbild)  © Sven Hoppe/dpa

Vier weitere Menschen seien bei der Attacke am Abend verletzt worden, darunter ein neun Monate altes Mädchen, das in kritischem Zustand im Krankenhaus behandelt werde, schrieb der Regionalgouverneur Olexander Hanscha auf der Plattform Telegram.

Bei den Getöteten handele es sich um eine 65-jährige Frau und einen 43-jährigen Mann.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) verurteilte den Angriff "auf ein gewöhnliches Wohnhaus" als zynisch und militärisch sinnlos. Nach Ende der dreitägigen Waffenruhe am Montag töte Russland nun wieder Ukrainer und Ukrainerinnen.

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Ukraine Ukraine-Krieg: Selenskyj bezweifelt starke russische Frühjahr-Offensive

"Der Druck auf Russland darf deshalb in keiner Weise nachlassen", schrieb Selenskyj auf der Plattform X. Nur entschlossener gemeinsamer Druck und die Stärkung der Ukraine, einschließlich der Ausweitung der Luftabwehr, "können den Aggressor dazu zwingen, diplomatisch auf einen verlässlichen Frieden und ein Ende der Morde hinzuarbeiten".

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

13. Mai, 21.36 Uhr: Putin schickt neue Gouverneure in Grenzregionen

Der russische Präsident Wladimir Putin hat die Gouverneure der besonders vom Krieg betroffenen Grenzregionen Belgorod und Brjansk ausgetauscht.

Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow habe den Posten in Belgorod "auf eigenen Wunsch" abgegeben, hieß es in Putins Erlass, den der Kreml in Moskau veröffentlichte. Zum kommissarischen Nachfolger wurde General Alexander Schuwajew ernannt. Im Gebiet Brjansk folgt Jegor Kowaltschuk auf Alexander Bogomas.

Belgorod ist das erste Gebiet in Russland, auf das der Moskauer Angriffskrieg mit Zerstörungen ähnlich wie in der Ukraine zurückschlägt. Es dient der russischen Armee als Aufmarschgebiet für Angriffe auf die ukrainische Großstadt Charkiw und als logistischer Knotenpunkt. Deshalb beschießen die ukrainischen Streitkräfte immer wieder Ziele der Armee oder der Infrastruktur in Belgorod. Auch kleinere Orte dichter an der Grenze liegen unter Feuer.

Gladkow galt eigentlich als Gouverneur, der sich in dieser Krisensituation bewährt hat. Russische Medien schlossen nicht aus, dass der 57-Jährige auf einen Posten in der Regierung wechseln könnte. Im Grenzgebiet Kursk hatte Putin schon 2024 nach dem überraschenden Vorstoß der ukrainischen Armee den Gouverneur wegen Versagens ausgetauscht.

Die Region Belgorod wird immer wieder Ziel heftiger Angriffe. Nun ließ Kreml-Chef Putin den Gouverneur austauschen.
Die Region Belgorod wird immer wieder Ziel heftiger Angriffe. Nun ließ Kreml-Chef Putin den Gouverneur austauschen.  © Uncredited/Belgorod region governor Vyacheslav Gladkov telegram channel/AP/dpa

13. Mai, 18.13 Uhr: Sechs Tote und viele Verletzte nach russischen Angriffen

Bei einem neuen massiven Angriff mit Hunderten Drohnen sind in der Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj mindestens sechs Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden.

Seit Tagesbeginn seien bereits mindestens 800 Drohnen in den Luftraum des Landes eingedrungen, und die Attacke dauere an, teilte Selenskyj bei Telegram mit. Er sprach von "Terror".

"Es ist sicherlich kein Zufall, dass einer der längsten massiven russischen Angriffe gegen die Ukraine gerade zu dem Zeitpunkt stattfand, als der Präsident der Vereinigten Staaten zu einem Besuch in China eintraf – einem Besuch, von dem sich viele viel versprechen", sagte Selenskyj.

Er hatte zuvor die Hoffnung geäußert, dass US-Präsident Donald Trump auf China einwirke, die Unterstützung für den russischen Angriffskrieg zu beenden.

Selenskyj warf Russland vor, die schwierige geopolitische Phase auszunutzen, "das allgemeine politische Klima zu vergiften". In einer Rede in der rumänischen Hauptstadt Bukarest bei einem Gipfel von neun osteuropäischen Nato-Mitgliedern (B9) forderte er die Verbündeten auf, die Verteidigungskraft der Ukraine weiter zu stärken.

Russland müsse auch mit weiterem Druck – etwa mit schärferen Sanktionen – an den Verhandlungstisch gezwungen werden, um den Krieg zu beenden.

Nach dem Auslaufen der Waffenruhe hat Russland die Ukraine wieder mit massiven Angriffen überzogen.
Nach dem Auslaufen der Waffenruhe hat Russland die Ukraine wieder mit massiven Angriffen überzogen.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

13. Mai, 17.49 Uhr: Slowakei schließt überraschend Grenzübergänge zur Ukraine

Die Slowakei hat am Mittwoch überraschend alle Grenzübergänge zur Ukraine geschlossen.

Zunächst hatte den ungewöhnlichen Schritt die staatliche Finanzverwaltung mitgeteilt, die unter anderem für den Zoll zuständig ist. In einer kurzen Pressemitteilung hieß es zunächst: "Aus Sicherheitsgründen sind heute seit etwa 15.00 Uhr bis auf Widerruf alle Grenzübergänge an der Grenze zur Ukraine geschlossen. Die Finanzverwaltung empfiehlt der Öffentlichkeit, die aktuellen Informationen zu verfolgen und die Anweisungen der Mitarbeiter Finanzverwaltung und Polizei zu befolgen."

Der TV-Nachrichtensender TA3 berichtete schon kurz danach unter Berufung auf die Polizei, die Übergänge seien nach etwa zwei Stunden wieder geöffnet worden. Die Schließung sei von der Ukraine ausgegangen, die slowakischen Behörden hätten darauf nach Absprache reagiert.

Aus ukrainischen Quellen erfuhr der Sender schließlich, dass offenbar russische Drohnenangriffe im grenznahen Gebiet Karpato-Ukraine der Anlass für die Grenzschließung durch die ukrainischen Behörden gewesen war.

Die Slowakei schloss überraschend alle Grenzübergänge zur Ukraine. Anlass waren offenbar russische Drohnenangriffe in Grenznähe.
Die Slowakei schloss überraschend alle Grenzübergänge zur Ukraine. Anlass waren offenbar russische Drohnenangriffe in Grenznähe.  © Christoph Reichwein/dpa

13. Mai, 12.38 Uhr: Putin befiehlt mehrstufigen Angriff, Drohnenschwärme unterwegs

Nach Angaben des ukrainischen Militärgeheimdienstes hat Kremlchef Wladimir Putin (73) einen mehrstufigen Angriff auf de Ukraine befohlen.

Zum Start der Attacke am Mittag waren mindestens acht Drohnen-Gruppen (Kamikaze-Drohnen vom Typ Shahed) in der Luft, berichtet die ukrainische Luftwaffe. Eine weitere solle bereits aus Richtung Schwarzes Meer im Anflug gewesen sein. Insgesamt greife Russland mit mehr als 200 Drohnen an.

In einer zweiten Stufe soll die Ukraine - etwa deren kritische Infrastruktur - mit Raketen beschossen werden.

13. Mai, 12.23 Uhr: Feuer in Russland nach ukrainischen Drohnenangriffen

Ukrainische Drohnenangriffe haben mehrere Brände in Russland ausgelöst.

Die Ukraine habe eine gasverarbeitende Fabrik in Astrachan am Kaspischen Meer attackiert, teilte der Gouverneur der Region, Igor Babuschkin, bei Telegram mit. Herabstürzende Trümmer verursachten demnach ein Feuer. Verletzte gebe es nicht.

13. Mai, 6.06 Uhr: Tote nach russischen Angriffen in der Ukraine gemeldet

Bei russischen Angriffen auf die Ukraine sind in der Großstadt Krywyj Rih mindestens zwei Menschen getötet worden.

Vier weitere Menschen seien bei der Attacke am Abend verletzt worden, darunter ein neun Monate altes Mädchen, das in kritischem Zustand im Krankenhaus behandelt werde, schrieb der Regionalgouverneur Olexander Hanscha auf der Plattform Telegram. Bei den Getöteten handele es sich um eine 65-jährige Frau und einen 43-jährigen Mann.

Nach russischen Angriffen auf die Großstadt Krywyj Rih sind mindestens zwei Menschen getötet worden. (Archivbild)
Nach russischen Angriffen auf die Großstadt Krywyj Rih sind mindestens zwei Menschen getötet worden. (Archivbild)  © Mykola Myrnyi/AP/dpa

12. Mai, 18.40 Uhr: Hegseth sichert geplante Ukraine-Hilfen zu

Hilfen im Wert von 400 Millionen US-Dollar (fast 340 Mio Euro) sollen nach den Worten von US-Verteidigungsminister Pete Hegseth wie geplant der Ukraine zur Verteidigung gegen den russischen Angriffskrieg zufließen. Einen konkreten Zeitplan legte er allerdings nicht vor.

Das Pentagon wolle mit dem für Europa zuständigen Regionalkommando (Eucom) zusammenarbeiten, um die Mittel "entsprechend und ordnungsgemäß auszugeben", sagte der Republikaner lediglich vor einem Senatsausschuss.

Senator Chris Coons zufolge hat das Pentagon bislang keinen einzigen Groschen aus diesem Paket für Waffen für die Ukraine ausgegeben. Auf die Nachfrage des Demokraten nach einem konkreten Ausgabenplan wich Hegseth aus. "Es ist Mai, und dies ist seit Januar geltendes Recht. Sie oder Ihre Abgeordneten wurden von Mitgliedern dieses Ausschusses wiederholt und parteiübergreifend dazu aufgefordert", kritisierte Coons.

Wann die Ukraine-Hilfen fließen sollen, konnte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth jedoch nicht sagen.
Wann die Ukraine-Hilfen fließen sollen, konnte US-Verteidigungsminister Pete Hegseth jedoch nicht sagen.  © Kevin Wolf/FR33460 AP/dpa

12. Mai, 17.24 Uhr: Verteidigungsminister Pistorius sieht Russland in einer Phase der Schwäche

Verteidigungsminister Boris Pistorius sieht Anzeichen für eine Kehrtwende im schwierigen Abwehrkampf der Ukraine gegen russische Angreifer.

Zugleich machte er nach einem Besuch ukrainischer Gefechtsstände im Osten des Landes deutlich, dass er aus den Erfahrungen der Ukraine beim Kampfeinsatz unbemannter Waffensysteme weitere Schlüsse für die Bundeswehr ziehen will.

"Ich glaube, dass die Ukrainer tatsächlich ein Momentum haben. Russland hat eine Phase der Schwäche, sowohl wirtschaftlich als auch innenpolitisch, als auch auf dem Gefechtsfeld", sagte Pistorius, der am Dienstag in den Gebieten von Saporischschja und Dnipro unterwegs war. Und: "Die Ukrainer machen riesige Fortschritte. Die Schläge gegen russische Militärinfrastruktur im Hinterland werden empfindlicher und hinterlassen Wirkung."

"Heute reden viele von einer entscheidenden Phase des Krieges, möglicherweise zugunsten der Ukraine", sagte Pistorius. Eine für die Ukraine sehr pessimistische Prognose über den weiteren Kriegsverlauf werde heute nicht mehr geteilt. Das erkläre vielleicht auch, warum der russische Präsident Wladimir Putin über ein baldiges Ende des Krieges spreche, obwohl er selbst ihn sofort beenden könne.

Bei seiner Reise in die Ukraine teilte Verteidigungsminister Boris Pistorius seine Hoffnung auf eine geänderte Lageentwicklung.
Bei seiner Reise in die Ukraine teilte Verteidigungsminister Boris Pistorius seine Hoffnung auf eine geänderte Lageentwicklung.  © Kay Nietfeld/dpa

12. Mai, 14.03 Uhr: Selenskyj kritisiert Moskaus Rückkehr zum Krieg

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat Russland für das Wiederaufflammen der Kämpfe nach dem Auslaufen einer dreitägigen Waffenruhe verantwortlich gemacht.

"Russland hat sich dafür entschieden, die teilweise Stille zu beenden, die mehrere Tage geherrscht hat", schrieb Selenskyj auf dem Portal X. "Über Nacht sind mehr als 200 Kampfdrohnen Richtung Ukraine gestartet worden."

12. Mai, 6.08 Uhr: 90-Milliarden-Kredit: Erste Auszahlungen im Juni?

Selenskyj zufolge erwartet die Ukraine die Auszahlung erster Tranchen des EU-Kredits über 90 Milliarden Euro im Juni.

Es werde intensiv mit der EU-Kommission zusammengearbeitet, damit sich die Auszahlung nicht weiter verzögere, erklärte er. Die Europäische Union hatte den Weg für den Kredit im April freigemacht.

Titelfoto: Uncredited/Belgorod region governor Vyacheslav Gladkov telegram channel/AP/dpa

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