Ukraine-Krieg: Russische Behörden nehmen japanischen Journalisten fest

❤️️
😂️
😱️
🔥️
😥️
👏️

Kiew - Trotz der gegen Russland verhängten Sanktionen hat das Land nach eigenen Angaben seit 2022 Erdöl und Erdgas im Wert von mehr als 320 Milliarden US-Dollar an EU-Länder verkauft.

US-Präsident Donald Trump (r.) traf sich im September während der Generalversammlung der Vereinten Nationen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.
US-Präsident Donald Trump (r.) traf sich im September während der Generalversammlung der Vereinten Nationen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj.  © Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

"Diese Zahl beläuft sich für den Zeitraum von 2022 bis heute auf 320,7 Milliarden US-Dollar (etwa 286 Milliarden Euro)", sagte der für Energie zuständige russische Vizeregierungschef Alexander Nowak.

Seinen entsprechenden Angaben zufolge haben die europäischen Länder allein in den ersten neun Monaten dieses Jahres russisches Öl und Gas im Wert von 21,3 Milliarden Dollar gekauft.

"Mit anderen Worten: Trotz der sanktionsbedingten Einschränkungen liefern wir weiterhin Energieressourcen in bestimmten Bereichen, für die Ausnahmen gewährt wurden." Nowak sagte, die russischen Ölexporte könnten bis zum Jahresende wieder das Vorkriegsniveau erreichen.

Russischer Raketenangriff zerstört Lager von deutscher Firma Liqui Moly - auch Puma betroffen
Ukraine Russischer Raketenangriff zerstört Lager von deutscher Firma Liqui Moly - auch Puma betroffen

Die EU hat seit Beginn der groß angelegten russischen Offensive in der Ukraine zahlreiche Sanktionen gegen Russland verhängt, doch viele Länder, darunter Frankreich, decken ihren Bedarf weiterhin mit russischer Energie, insbesondere mit Flüssigerdgas (LNG). Mehrere Staaten, darunter die Slowakei und Ungarn, profitieren zudem von einer Ausnahmeregelung, die ihnen den Kauf von über Pipelines transportiertem russischem Öl erlaubt.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

13. Oktober, 20.32 Uhr: Russische Behörden nehmen japanischen Journalisten fest

Der russische Geheimdienst FSB hat einen japanischen Journalisten der Zeitung "Hokkaido Shimbun" unter dem Vorwurf der Spionage festgenommen.

Die Festnahme sei im Gebiet um die Insel Sachalin im Fernen Osten des Landes erfolgt, meldeten russische Staatsmedien unter Berufung auf den Geheimdienst. Der Mann sei nach Moskau gebracht worden, wo ein Gericht zunächst zwei Monate Untersuchungshaft anordnete.

Der Reporter soll den Angaben nach Material über die Teilnahme von Einwohnern der Kurilen-Inseln an dem seit 2022 andauernden russischen Krieg gegen die Ukraine gesammelt haben.

Die Arbeit von Journalisten ist in Russland nicht erst seit dem Krieg in der Ukraine schwerer geworden. (Symbolfoto)
Die Arbeit von Journalisten ist in Russland nicht erst seit dem Krieg in der Ukraine schwerer geworden. (Symbolfoto)  © Alexander Zemlianichenko Jr/XinHua/dpa

13. Oktober, 20.30 Uhr: Sondersitzung des Landtags zum Krieg in der Ukraine

Schon eine Woche nach der konstituierenden Sitzung des Landtags kommen die Abgeordneten an diesem Mittwoch (10.00 Uhr) zu einer Sondersitzung zusammen.

Auf der Tagesordnung steht ein Antrag von AfD und BSW mit dem Titel "Friedensgespräche statt Ausweitung des Krieges in der Ukraine". Die beiden Fraktionen, die zusammen über die Mehrheit der Stimmen im Parlament verfügen, wollen das Papier beschließen.

Darin heißt es, der Landtag solle feststellen, dass die Politik der gegen Russland gerichteten Sanktionen sowie die Waffenlieferungen und finanziellen Hilfen an die Ukraine gescheitert seien.

AfD und BSW fordern, die Wirtschaftssanktionen gegen Russland sofort aufzuheben, Waffenlieferungen an die Ukraine auszusetzen und auch die finanzielle Unterstützung der Ukraine sofort einzustellen, soweit sie über humanitäre Hilfe hinausgeht.

13. Oktober, 20.29 Uhr: MI5 - Mehr Mittel gegen Staatsbedrohungen als im Kalten Krieg

Der britische Inlandsgeheimdienst MI5 wendet nach Angaben seines Chefs Ken McCallum 2026 mehr Ressourcen für die Abwehr staatlicher Bedrohungen auf als zur Zeit des Kalten Krieges.

Das sagte McCallum bei der Vorstellung des jährlichen Berichts zur Bedrohungslage in London. 

Die Zahl der vom MI5 behandelten Fälle im Zusammenhang mit staatlich gesteuerten Bedrohungen habe sich im letzten Jahrzehnt vervierfacht, erläuterte er. Britische Behörden melden immer wieder teils gewaltsame Vorfälle, hinter denen Drahtzieher im Auftrag von Staaten wie dem Iran oder Russland vermutet werden.

Dazu zählen etwa Spionage, Sabotage und gewaltsame Angriffe wie Brandanschläge.

13. Oktober, 13.50 Uhr: Wadephul bekräftigt Unterstützung für Ukraine

Bundesaußenminister Johann Wadephul hat der Ukraine eine weitere Unterstützung in ihrem Verteidigungskampf gegen Russland zugesichert und die Geschlossenheit der europäischen Verbündeten hervorgehoben.

"Wir sind geeinter als zu Beginn des Krieges", sagte Wadephul am Dienstag bei einem Sicherheitsforum in Warschau. "Wir verfügen über mehr Kapazitäten als zu Beginn des Krieges. Und wir wissen, was vor uns liegt."

Der bevorstehende Winter werde eine Herausforderung sein, sagte der Minister mit Blick auf die massiven Luftangriffe, mit denen Russland unter anderem die ukrainische Energieinfrastruktur ins Visier nimmt. "Aber wir wissen, was zu tun ist." Europa habe "tatsächlich seine Rolle gefunden", betonte Wadephul bei einer Podiumsdiskussion mit seinem polnischen Kollegen Radoslaw Sikorski, dem britischen Außenminister Ed Miliband und Norwegens Chefdiplomaten Espen Barth Eide.

Auch wenn Russland derzeit keine Bereitschaft für eine Waffenruhe zeige, müsse weiter daran gearbeitet werden, Kreml-Chef Wladimir Putin an den Verhandlungstisch zu holen, sagte Wadephul.

13. Oktober, 11.17 Uhr: Tote und Verletzte nach russischem Angriff auf Charkiw

Bei einem russischen Luftangriff auf die ostukrainische Stadt Charkiw sind nach Behördenangaben mindestens drei Menschen getötet und elf weitere verletzt worden.

Bei dem Raketenangriff sei ein viergeschossiges Wohnhaus getroffen worden, teilten die ukrainischen Behörden mit. In den Trümmern des Hauses könnten noch Menschen verschüttet sein, hieß es. Rettungskräfte seien im Einsatz. Charkiw ist immer wieder das Ziel massiver russischer Luftangriffe. 

Auch in der Hauptstadt Kiew meldete Bürgermeister Vitali Klitschko Schäden an einem Wohnhaus nach einem russischen Drohnenangriff. Im Westen der Ukraine brannten im Gebiet Lwiw (früher Lemberg) laut Zivilschutz drei Wohnhäuser nach einem Drohnenangriff. Informationen zu Verletzten gab es demnach zunächst nicht. Die ukrainische Luftverteidigung meldete am Morgen, dass von 108 russischen Drohnenangriffen 88 abgewehrt worden seien.

Rettungskräfte evakuieren einen verletzten Zivilisten, nachdem ein Wohnhaus in Charkiw bei einem Luftangriff getroffen wurde.
Rettungskräfte evakuieren einen verletzten Zivilisten, nachdem ein Wohnhaus in Charkiw bei einem Luftangriff getroffen wurde.  © Andrii Marienko/AP/dpa

13. Oktober, 6.05 Uhr: Laut Trump - Putin will Deal mehr als Selenskyj

US-Präsident Donald Trump will ungeachtet der Kritik an seinem jüngsten Vorgehen im Ukraine-Krieg den Aggressor Russland nicht stärker in die Pflicht nehmen und sieht vor allem die Ukraine unter Zugzwang.

Auf die Frage einer Reporterin, was er dazu sage, dass Russland die von ihm selbst verkündete Energie-Waffenruhe verletzt habe, sagte Trump: "Nun, ich müsste mir das erst einmal ansehen, denn es gab Verstöße auf beiden Seiten." 

Auf Nachfrage, wie er Russlands Präsident Wladimir Putin dazu bewegen wolle, sich an die Waffenruhe zu halten, sagte Trump, er glaube, dass Putin eine Einigung erzielen wolle - und man den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj dazu bringen müsse, das ebenfalls zu wollen.

Auch eine weitere Reporterfrage, wo er bei Putin die Bereitschaft für eine Einigung sehe, wenn dieser die Ukraine angreife, bügelte Trump ohne ein Wort der Kritik am Kreml ab: "Ich glaube, sie werden eine Einigung erzielen. Ich glaube tatsächlich, dass Putin mehr als Selenskyj daran interessiert ist, einen Deal zu machen."

12. Oktober, 20.22 Uhr: Ukraine-Krieg: Toter bei russischem Drohnenangriff in Kiew, zahlreiche Verletzte

Bei einem russischen Drohnenangriff ist in der ukrainischen Hauptstadt Kiew mindestens ein Mensch getötet worden.

Knapp ein Dutzend Menschen seien bei der Attacke verletzt worden, teilte Bürgermeister Vitali Klitschko auf der Plattform Telegram mit. Die Drohne schlug demnach in ein 25-stöckiges Hochhaus im Ostteil der Dreimillionenstadt ein. Mehrere Autos seien zudem in Brand geraten.

Bereits mehrfach überschatteten russische Drohnenangriffe die ukrainische Hauptstadt Kiew.
Bereits mehrfach überschatteten russische Drohnenangriffe die ukrainische Hauptstadt Kiew.  © Andreas Stein/dpa

12. Oktober, 19.21 Uhr: EU weitet Beitrittsverhandlungen mit Ukraine und Moldau aus

Die Europäische Union weitet die Beitrittsverhandlungen mit der Ukraine und Moldau aus.

Vertreter der 27 Mitgliedstaaten verständigten sich in Luxemburg darauf, Gespräche zu zwei weiteren Themenblöcken aufzunehmen, wie die derzeitige irische EU-Ratspräsidentschaft mitteilte.

Konkret geht es dabei um den Binnenmarkt sowie um Wettbewerbsfähigkeit und inklusives Wachstum. Zum Binnenmarkt gehören etwa der freie Waren-, Dienstleistungs- und Kapitalverkehr sowie die Arbeitnehmerfreizügigkeit; zur Wettbewerbsfähigkeit Themen wie die Wirtschafts- und Steuerpolitik, Bildung und Forschung.

12. Oktober, 18.28 Uhr: Tote im Gebiet Donezk nach russischem Angriff

Bei russischem Raketenwerferbeschuss sind in der ostukrainischen Region Donezk Behördenangaben zufolge mindestens drei Zivilisten getötet worden.

Bei dem Angriff seien in der Siedlung Tscherkaske im Landkreis Kramatorsk weitere vier Menschen verletzt worden, teilte die ukrainische Staatsanwaltschaft auf sozialen Netzwerken mit.

Den Angaben nach wurde beim Beschuss des Wohngebiets mit dem Mehrfachraketenwerfersystem "Smertsch" mindestens ein Einfamilienhaus komplett zerstört.

Die Behörde habe Ermittlungen wegen eines möglichen Kriegsverbrechens aufgenommen. Tscherkaske ist etwas mehr als 30 Kilometer von der Frontlinie entfernt.

Russische Raketenwerfer beschossen in der Region Donezk eine Siedlung hinter der Frontlinie.
Russische Raketenwerfer beschossen in der Region Donezk eine Siedlung hinter der Frontlinie.  © Uncredited/Russian Defense Ministry Press Service/AP/dpa

12. Oktober, 14.15 Uhr: EU verhängt Rekord-Sanktionen gegen russische Kriegshelfer

Die Europäische Union hat neue Sanktionen gegen eine Rekordzahl von Unterstützern der russischen Kriegsmaschinerie verhängt.

Die EU-Außenminister beschlossen, knapp 1600 Personen, Unternehmen und andere Organisationen mit Strafmaßnahmen zu belegen, wie die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas mitteilte. Ihren Angaben zufolge ist die Gesamtzahl der Listungen im Rahmen des Sanktionsregimes zum Schutz der territorialen Unversehrtheit der Ukraine damit auf knapp 4600 gestiegen.

Betroffen von den neuen Sanktionen sind Akteure, die mit der Produktion von ballistischen Raketen zu tun haben. Zudem geht es beispielsweise um Unternehmen, die wichtige Komponenten für moderne russische Drohnen und Flugzeuge liefern. Zu diesen Bestandteilen gehören etwa Halbleiter, Radargeräte, Antennen und Sendeempfänger, Systeme für die Luftfahrt sowie Satelliten- und Raketensysteme, Sprengstoffe und Munition sowie Optik- und Navigationssysteme.

Die Strafmaßnahmen umfassen das Einfrieren von Vermögenswerten sowie das Verbot, Gelder oder andere wirtschaftliche Ressourcen bereitzustellen. Gegen Personen werden außerdem EU-Einreiseverbote verhängt.

Titelfoto: Alexander Zemlianichenko Jr/XinHua/dpa

Mehr zum Thema Ukraine: