Ukraine-Krieg: Russische Drohnen töten Kapitän im Schwarzen Meer

Ukraine - In den USA hat nach dem Senat auch das Repräsentantenhaus für ein Sanktionsgesetz gestimmt, um Russland wegen des Ukraine-Kriegs stärker unter Druck zu setzen.

Der US-Kongress hat den Weg für ein Sanktionsgesetz freigemacht. (Archivbild)  © J. Scott Applewhite/AP/dpa

Neben direkten Strafmaßnahmen gegen russische Politiker und Firmen soll das Gesetz die russischen Öl- und Gas-Exporte stärker eindämmen, mit denen Russland seinen Angriffskrieg finanziert.

Das Gesetz, das von Donald Trump (80) noch unterzeichnet werden muss, berechtigt den US-Präsidenten unter anderem, die fünf größten Käufer russischer Energieträger mit Sanktionen zu belegen - sowie die fünf Länder, die Russland am meisten dabei helfen, Energiesanktionen zu umgehen.

Damit könnte es die US-Handelsbeziehungen zu China und Indien weiter strapazieren, die große Mengen russisches Erdöl beziehen.

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17. September, 13.46 Uhr: Moskau und Kiew tauschen erneut Soldatenleichen aus

Die Ukraine und Russland haben erneut Leichen von Soldaten ausgetauscht.

Nach Angaben des für Kriegsgefangenenbelange zuständigen ukrainischen Stabes erhielt Kiew 252 Leichen "von Bürgern der Ukraine, darunter von Wehrdienstleistenden" zurück. Der Moskauer Seite wurden Medienberichten zufolge die sterblichen Überreste von 23 russischen Soldaten übergeben. Der Leichenaustausch kam demnach unter Vermittlung des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz zustande.

An welchem Ort die Übergabe stattfand, wurde nicht mitgeteilt.

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17. September, 11.22 Uhr: Russische Drohnen töten Kapitän im Schwarzen Meer

Bei einem russischen Drohnenangriff im Schwarzen Meer ist nach ukrainischen Angaben der Kapitän eines zivilen Schiffes getötet worden.

Der Mitteilung des Transportministeriums zufolge wurden drei weitere Besatzungsmitglieder verletzt. Das Schiff sei unter der Flagge Tansanias gefahren. Der technische Schiffszustand werde derzeit untersucht. Zur Ladung und zum Ziel der Fahrt machte das Ministerium keine Angaben.

Bei einem russischen Angriff wurde ein Schiffskapitän getötet. (Symbolbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

17. September, 6.16 Uhr: US-Kongress beschließt Gesetz für Russland-Sanktionen

In den USA hat nach dem Senat auch das Repräsentantenhaus für ein Sanktionsgesetz gestimmt, um Russland wegen des Ukraine-Kriegs stärker unter Druck zu setzen.

Das Gesetz ist damit noch nicht in Kraft und geht zur Unterzeichnung an US-Präsident Donald Trump (80).

16. September, 22.33 Uhr: Selenskyj erwartet neue Rüstungshilfen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) erwartet neue westliche Unterstützungspakete, darunter vor allem Mittel zur Flugabwehr.

"Wir bereiten neue Treffen mit unseren Partnern in den USA vor", sagte der Staatschef in einer Videobotschaft. Bei den Beratungen werde es um Schritte hin zu einem Frieden mit Kriegsgegner Russland, die Probleme der ukrainischen Energiewirtschaft, Lebensmittelsicherheit und Waffen gehen. Es seien auch Gespräche über das in Entwicklung befindliche System zur Abwehr ballistischer Raketen Freyja geplant.

16. September, 19.33 Uhr: Russischer Angriff zerstört Lager von Selenskyjs Medienfirma

Bei einem russischen Drohnenangriff ist ein Lager in Kiew mit dem Fundus des von Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) mitgegründeten Medienunternehmens "Kvartal 95" zerstört worden.

"Damit haben wir eine große Menge an Kulissen, Kostümen und Gegenständen verloren, die zwanzig Jahre lang Teil unserer Konzerte, Fernsehsendungen, Filme und Serien waren", teilte das Unternehmen bei Facebook mit. Das seien nicht nur einfach Dinge, sondern die Geschichte des "Kvartals". Verletzte habe es bei dem Angriff in der ukrainischen Hauptstadt in der Nacht zum Mittwoch nicht gegeben.

Die Russen setzen ihre Angriffe gegen Kiew unvermindert fort.  © Uncredited/Ukrainian Emergency Service/AP/dpa

16. September, 18.01 Uhr: Parlamentswahl wird laut Putin Beitrag zum Sieg Russlands

Der russische Staatschef Wladimir Putin (73) stellt die kommende Parlamentswahl als Symbol der Einigkeit seines kriegführenden Landes dar.

"Die Teilnahme an den Wahlen ist unser gemeinsamer Beitrag zum Sieg Russlands", sagte er in einer Videoansprache. Die Wahl solle zeigen, "dass hinter unseren Kämpfern Millionen Menschen stehen, dass wir ein geeintes Volk sind", sagte Putin. Er gehe davon aus, dass die "würdigsten Kandidaten" gewinnen. 

Kreml-Herrscher Wladimir Putin (73) erwartet weiterhin einen Sieg der Russen in der Ukraine.  © Vyacheslav Prokofyev/Pool Sputnik Kremlin/AP/dpa

16. September, 16.12 Uhr: Zweieinhalb Wochen "Held Russlands" - General tot

Zweieinhalb Wochen nach seiner Auszeichnung als Held Russlands ist ein russischer General im Ukraine-Krieg getötet worden.

Der Tod von Generalmajor Anton Grunis, Kommandeur der 4. motorisierten Garde-Schützenbrigade, wurde von russischen Militärbloggern und von dem tschetschenischen General Apti Alaudinow auf Telegram bestätigt.

16. September, 9.34 Uhr: Drohne tötet fünf Menschen in Bus

Ein russischer Drohnenangriff hat im Süden der Ukraine mindestens fünf Menschen in einem Linienbus in den Tod gerissen.

Außerdem seien mindestens sieben Passagiere bei dem feindlichen Angriff in der Region Nikopol verletzt worden, teilte der Gouverneur des südostukrainischen Gebiets Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. "Die sieben Verletzten befinden sich derzeit in ärztlicher Obhut. Sie erhalten alle notwendige Hilfe", sagte er. Er warf Russland Terror vor und veröffentlichte auch ein Foto von dem getroffenen Bus, an dem Blutspuren zu sehen sind.

Auch die ukrainische Hauptstadt Kiew meldete erneut russische Angriffe. Es stünden Lagerhallen in Flammen und es gebe einen Verletzten, teilten die Behörden mit.

Eine russische Kampfdrohne hat einen ukrainischen Linienbus getroffen. Fünf Menschen kamen ums Leben.  © Efrem Lukatsky/AP/dpa

16. September, 8.10 Uhr: In Litauen abgeschossene Drohne hatte Sprengsatz

Eine über Litauen von Nato-Kampfjets abgeschossene Drohne war mit Sprengstoff bestückt. Dies teilte Verteidigungsminister Robertas Kaunas mit.

Die Sprengladung sei von Spezialkräften entschärft worden, schrieb Kaunas auf Facebook. Die Drohne werde weiterhin untersucht und analysiert.

In Litauen wurde in der Nacht zu Dienstag ein unbemanntes Flugobjekt von italienischen Eurofightern über einem ländlichen Gebiet nahe dem Dorf Pratkunai vom Himmel geholt. Verletzte oder Schäden gab es nicht.

Woher die von den Nato-Kampfjets abgeschossene Drohne stammt, ist weiter unklar. (Symbolfoto)  © Mindaugas Kulbis/AP/dpa

16. September, 8.09 Uhr: Selenskyj lobt Eisenbahner und lässt Schutz verstärken

Nach intensiven russischen Angriffen hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj einen stärkeren Schutz für die Eisenbahn angekündigt.

"Obwohl die Russen unsere Bahn als eines ihrer Hauptziele betrachten, funktioniert die ukrainische Eisenbahn weiterhin auf hohem Niveau", sagte der Staatschef. Dabei dankte er den Bahnmitarbeitern für ihre "äußerst professionelle und mutige Arbeit". Die Logistik werde trotz Verspätungen und der angerichteten Schäden aufrechterhalten.

Selenskyj stellte zusätzliche Schutzmaßnahmen für Eisenbahnanlagen und auch für die Grenzübergänge der Bahn in Aussicht.

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