Ukraine-Krieg: Russische Fabrik nach Raketenangriff in Flammen

Ukraine - Wegen des Anflugs zahlreicher Drohnen sind die vier Flughäfen der russischen Hauptstadt Moskau kurzzeitig geschlossen worden.

Wegen zahlreicher Drohnen wurden die Flughäfen der russischen Hauptstadt Moskau kurzzeitig geschlossen. (Archivbild)  © NATALIA KOLESNIKOVA / AFP

Moskaus Bürgermeister Sergej Sobjanin erklärte am Montag im Onlinedienst Telegram, es seien 59 Drohnen abgefangen worden.

Er machte zwar keine Angaben darüber, woher die Drohnen kamen.

Die Ukraine richtet aber immer wieder Drohnen gegen Russland als Vergeltung für russische Luftangriffe auf ukrainische Städte.

Ukraine Ukraine-Krieg: Drohnen über der Ukraine und Russland

Am frühen Morgen erklärten die russischen Behörden dann, die Moskauer Flughäfen seien wieder geöffnet.

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

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22. Juni, 15.06 Uhr: Fabrik in Russland brennt nach Raketenangriff

In der westrussischen Millionenstadt Woronesch ist offiziellen Angaben nach eine Fabrik bei einem Angriff mit Marschflugkörpern beschädigt worden.

"Zum derzeitigen Moment ist bekannt, dass es drei Verletzte gibt, davon ist einer schwer verletzt", schrieb Woroneschs Gouverneur Alexander Gussew bei Telegram. Seiner Darstellung nach hat die Flugabwehr mehrere "fliegende Hochgeschwindigkeitsziele" über der Stadt entdeckt und vernichtet, zugleich räumte er aber auch Schäden in den Produktionshallen eines Unternehmens ein. Darüber hinaus seien die Fassaden mehrerer Wohnblocks und eine Reihe von Autos zu Schaden gekommen, schrieb er.

Gussew gab keine Details zu dem Unternehmen bekannt. Der ukrainische Generalstab bestätigte später in einer Mitteilung den Angriff. Demzufolge wurde eine Fabrik getroffen, die elektronische Bauteile für Raketen produziert.

"Der zerstörten Kapazitäten des Objekts verschlechtern die Fähigkeit Russlands erheblich, neue Raketen zu produzieren", hieß es. Zum Einsatz seien luftbasierte Marschflugkörper gekommen. Diese werden von Flugzeugen verschossen.

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Erneut wurde eine russische Fabrik von ukrainischen Marschflugkörpern getroffen. (Archivfoto)  © Andre Ballin/dpa

22. Juni, 15.04 Uhr: Lage auf Krim spitzt sich zu: Verbot von Kinderreisen

Die von Moskau eingesetzten Behörden auf der seit 2014 von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim haben die Unterbringung von Kindern zu Erholungs- und Tourismuszwecken verboten. Das gelte bis zum 1. September, hieß es in einem entsprechenden Dekret. 

"In der aktuellen Situation sind diese Maßnahmen nötig zur Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit", schrieb der von Russland einsetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow dazu bei Telegram und bat um Verständnis. Die Krim ist bei russischen Touristen ein beliebtes Reiseziel. Auch Kinderferienlager sind üblich. 

Die Lage auf der Krim spitzt sich zu: Die von Russland eingesetzten Behörden verbieten Reisen von Kindern in Ferienlager.  © Ulf Mauder/dpa

22. Juni, 10.41 Uhr: Tote nach russischen Angriffen an mehreren Orten der Ukraine

Durch russische Angriffe sind in der Ukraine mindestens fünf Menschen getötet worden. In der Gemeinde Snob-Nowhorodske im nordostukrainischen Gebiet Sumy habe ein Drohnenangriff das Haus einer kinderreichen Familie getroffen, teilte die regionale Staatsanwaltschaft mit.

Ein 13-Jähriger, sein Vater und seine Großmutter seien ums Leben gekommen. Die Mutter und zwei Geschwister im Alter von 10 und 13 Jahren wurden demnach verletzt. Die Ortschaft liegt nur wenige Kilometer von der Grenze zu Russland entfernt.

In Saporischschja im Südosten der Ukraine wurde eine Frau bei einem russischen Drohnenangriff getötet, wie Militärgouverneur Iwan Fedorow mitteilte. Drei weitere seien verletzt worden. Der Flugkörper schlug demnach in ein Haus in einem Wohngebiet ein und löste einen Brand aus.

22. Juni, 6.09 Uhr: Wirtschaftliche Lage in Russland spitzt sich zu

Die schwarzen Wolken über der Ölraffinerie Kapotnja in Moskau sind ein klares Zeichen: Die zunächst als lokales Problem abgetane Treibstoffkrise hat ganz Russland erfasst.

So absurd es klingt: In der Rohstoffmacht wird das Benzin knapp. Lange Schlangen vor den Tankstellen sind der sichtbarste Ausdruck der wirtschaftlichen Schieflage, in die Russland nach inzwischen gut vier Jahren Krieg in der Ukraine abrutscht.

Kurz sah es so aus, als könne sich Russland mit Hilfe von US-Präsident Donald Trump berappeln. Der von Trump provozierte Iran-Krieg ließ die Ölpreise explodieren. Das Weiße Haus lockerte die Sanktionen gegen Russlands Ölsektor, für einige Monate sprudelten in Moskau wieder Petrodollar. Doch nach dem Abkommen mit Teheran und dem Ende der Sanktionserleichterungen ist die Verschnaufpause für die russische Wirtschaft vorbei. Die Gewinne aus dem Ölexport dürften zurückgehen - und daheim bekommt Russland Schwierigkeiten mit der Produktion.

An einer Tankstelle in Simferopol auf der Krim stehen Autos Schlange.  © -/AP/dpa

21. Juni, 22.13 Uhr: Selenskyj erwartet Deeskalation von Minsk

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) erwartet vom belarussischen Machthaber Alexander Lukaschenko (71) konkrete Schritte zur Deeskalation.

"Lukaschenko muss über Worte hinaus Deeskalation demonstrieren", sagte er in einem Interview ukrainischer Medien. Eine bloße Entschuldigung des engen Verbündeten Moskaus genüge nicht: "Sein "Ich entschuldige mich" soll er für sich behalten, das funktioniert seit dem ersten Tag des Kriegs nicht mehr."

Belarus gilt als engster Verbündeter Russlands. Beim Einmarsch in die Ukraine im Februar 2022 griff die russische Armee auch von belarussischem Gebiet aus in Richtung der ukrainischen Hauptstadt Kiew an, musste sich aber nach schweren Verlusten zurückziehen. Selenskyj spricht seit Wochen davon, dass Russland versuche, Belarus in den Krieg hineinzuziehen und warnt Minsk davor.

Lukaschenko hatte erst vor kurzem Moskau und Kiew aufgerufen, den Krieg zu beenden, da ein militärischer Sieg für beide Seiten unrealistisch sei. Zugleich betonte er, die Ukraine habe von Belarus nichts zu befürchten und entschuldigte sich bei Selenskyj.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) richtet mahnende Worte an den belarussischen Machthaber.  © Michael Kappeler/dpa

21. Juni, 15.09 Uhr: Ukraine attackiert Krim - Tote und viele Verletzte

Bei neuen massiven ukrainischen Drohnenangriffen sind auf der von Russland annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim nach Behördenangaben im Raum Kertsch mindestens vier Menschen getötet worden.

Nach den Attacken gebe es auch 28 Verletzte, teilte der von Moskau eingesetzte Krim-Chef Sergej Aksjonow am Morgen bei Telegram mit. Details nannte er nicht.

Nach Berichten in sozialen Netzwerken gab es mehrere Explosionen und Brände in verschiedenen Regionen der Halbinsel. Im Kraftstoffterminal der Hafenstadt Kertsch sei ein Feuer ausgebrochen, eine große Rauchwolke liege über der Region, berichtete das Telegram-Portal "Krymski Weter" am Morgen. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

21. Juni, 7.15 Uhr: Abgeordnete wollen Schritte gegen Schattenflotte Russlands

Parlamentsabgeordnete aus Deutschland und Frankreich fordern mit einer gemeinsamen Initiative mehr konkrete Schritte gegen Schiffe der russischen Schattenflotte.

Nötig seien verstärkte Kontrollen und die Festsetzung von Schiffen bei Verstößen gegen geltendes Recht, heißt es in einer Vorlage, die am Montag bei einer Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung (DFPV) beschlossen werden soll. Zudem werden zusätzliche diplomatische Bemühungen gegenüber den Flaggenstaaten von beteiligten Schiffen verlangt.

In Deutschland unterstützen Abgeordnete von Union, SPD und Grünen die an die Regierungen gerichtete Forderung. Mit der Schattenflotte versucht Russland, Sanktionen zu umgehen, die wegen des Angriffskriegs gegen die Ukraine für den Handel mit Öl und anderen Waren verhängt wurden.

Der vom deutschen Zoll eingezogene ltanker "Eventin" ist eines von mehr als 150 Schiffen der sogenannten russischen Schattenflotte, gegen die Sanktionen der EU gelten.  © Jens Büttner/dpa

20. Juni, 20.03 Uhr: Selenskyj warnt Landsleute vor massiven Angriffen

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) hat seine Landsleute vor neuen massiven Angriffen der russischen Streitkräfte gewarnt.

Angesichts der bereits registrierten Angriffe auf die Städte Dnipro und Saporischschja bereite sich Russland auf neue Attacken in der Nacht vor, sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Bitte passt gut auf euch auf." "Die Russen stellen den Krieg nicht ein, obwohl alle diesbezüglichen Vorschläge konkrete Formate und realistische Möglichkeiten darstellen", sagte er.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj (48) erwartet Schlimmes.  © Michael Kappeler/dpa

20. Juni, 19.07 Uhr: Tote bei russischen Luftangriffen auf Ukraines Städte

Bei einem russischen Luftangriff auf die ukrainische Stadt Saporischschja sind nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen ums Leben gekommen.

Weitere sechs Bewohner seien verletzt worden, teilte der regionale Militärverwalter Iwan Fedorow auf Telegram mit.

20. Juni, 16.01 Uhr: Ukrainische Drohnen greifen Raffinerie in Westsibirien an

Drohnen haben nach russischen Behördenangaben eine Ölraffinerie in der westsibirischen Region Tjumen angegriffen.

Die Anlage sei nicht beschädigt worden, teilte der Gouverneur des Gebiets, Alexander Moor, mit. Die Mitarbeiter wurden demnach evakuiert. Einsatzkräfte seien am Ort des Absturzes von Trümmern. Tjumen liegt rund 2.000 Kilometer von der Grenze zur Ukraine entfernt.

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