Ukraine-Krieg: Russischer Beschuss verursacht Waldbrand in der Ukraine

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Ukraine - Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat zahlreiche Verstöße Russlands gegen die von Kiew ausgerufene Feuerpause beklagt.

Wolodymyr Selenskyj macht Russland Vorwürfe.
Wolodymyr Selenskyj macht Russland Vorwürfe.  © Danylo Antoniuk/AP/dpa

Bisher antworte Russland auf den Vorschlag einer Waffenruhe nur mit neuen Schlägen und Attacken, sagte er in seiner abendlichen Videobotschaft. "Abhängig von der Lage heute Abend und morgen werden auch wir unsere völlig angemessene Antwort festlegen", sagte er. 

Russland habe ein klares Angebot bekommen und wisse, wie die Ukraine oder deren Partner für Detailfragen zu erreichen sei, sagte er. Damit gab er der Feuerpause noch eine zweite Chance.

Zugleich machte er deutlich, dass die Ukraine kein Interesse an der von Russland verkündeten Waffenruhe rund um die Feierlichkeiten zum Tag des Sieges am 9. Mai habe. Wenn es nur darum gehe, dass Kremlchef Wladimir Putin ungestört seine Militärparade abhalte, werde das noch gültige Angebot für eine Waffenruhe nicht aufrechterhalten, sagte er.

Ukraine-Krieg: US-Außenminister bezichtigt Selenskyj der Lüge
Ukraine Ukraine-Krieg: US-Außenminister bezichtigt Selenskyj der Lüge

Alle relevanten Informationen zum Geschehen in der Ukraine und Russland gibt es hier im TAG24-Newsticker.

7. Mai, 20.04 Uhr: Wadephul übt scharfe Kritik an russischen Drohungen

Mit scharfer Kritik hat Außenminister Johann Wadephul (63, CDU) auf indirekte Drohungen des Kreml gegen diplomatische Vertretungen in Kiew reagiert.

Die Drohungen seien "inakzeptabel", sagte er der "Bild". Wadephul sprach mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin (73) von einem "Zeichen der Panik, die in Moskau umgeht, weil die Konsequenzen der endlosen Kette schwerster Fehlentscheidungen Putins nicht mehr zu verstecken sind".

Der Krieg gegen die Ukraine sei ein fortlaufendes Verbrechen gegenüber der Ukraine, mit jedem weiteren Tag aber auch ein Beweis der absoluten "Verachtung gegenüber den eigenen Soldaten, die als Kanonenfutter zu Tausenden in verlorene Schlachten geschickt werden", sagte der Außenminister. "Das Regime weiß genau, dass seine eigene Bevölkerung die geplante Siegesparade vor diesem Hintergrund nur als Hohn empfinden kann."

7. Mai, 20.02 Uhr: Russischer Beschuss verursacht Waldbrand in der Ukraine

Bedroht durch russische Drohnen kämpfen ukrainische Forstleute gegen einen großen Waldbrand im nördlichen Gebiet Tschernihiw direkt an der Grenze zu Russland.

Das Feuer sei durch russischen Beschuss ausgelöst worden und habe 2.400 Hektar Wald erfasst, teilte der staatliche Forstbetrieb Lissy Ukrajiny mit. 

Zu dem Grenzgebiet bei den Orten Jelyne und Tychonowytschi hätten Förster aus Sicherheitsgründen schon lange keinen Zugang mehr gehabt. Mit Traktoren werde versucht, Schneisen zu ziehen, um das Ausbreiten der Flammen zu verhindern. Ständig seien feindliche Drohnen in der Luft, gegen die man sich mit Störsendern wehre. Trotzdem könne ein Großteil des mobilisierten Löschgeräts nicht eingesetzt werden.

Russischer Beschuss löst einen großflächigen Waldbrand in der Region Tschernihiw aus. (Archivbild)
Russischer Beschuss löst einen großflächigen Waldbrand in der Region Tschernihiw aus. (Archivbild)  © Evgeniy Maloletka/AP/dpa

7. Mai, 19.59 Uhr: Ukraine - Russischer Raketenkreuzer beschossen

Das ukrainische Militär hat nach eigenen Angaben ein russisches Raketenschiff im Kaspischen Meer beschossen.

Getroffen worden sei eine Korvette der Karakurt-Klasse, die auch Marschflugkörper vom Typ Kalibr abschießen könne, teilte der Generalstab in Kiew auf Facebook mit. 

Das Ausmaß der Beschädigungen sei noch unklar. Dazu stellte das Militär eine Wärmebildaufnahme des Schiffs, das wohl von der angreifenden Drohne stammt.

Statt Einhaltung der Waffenruhe erklärt Kiew nun militärische Erfolge. So soll Drohneneinheiten in der Nacht ein weiterer empfindlicher Schlag gegen die russische Marine gelungen sein. (Archivbild)
Statt Einhaltung der Waffenruhe erklärt Kiew nun militärische Erfolge. So soll Drohneneinheiten in der Nacht ein weiterer empfindlicher Schlag gegen die russische Marine gelungen sein. (Archivbild)  © Alexei Druzhinin/Kremlin/dpa

7. Mai, 19.58 Uhr: Selenskyj - Heute Gespräche mit US-Vertretern

Im Ringen um ein Ende des Ukraine-Kriegs hat Kiew neue Gespräche mit den USA angekündigt.

Der Sekretär des nationalen Sicherheitsrats, Rustem Umjerow, werde an diesem Donnerstag amerikanische Vertreter treffen, teilte Präsident Wolodymyr Selenskyj in Online-Medien mit. 

Damit solle der diplomatische Prozess gestärkt werden, sagte Selenskyj. Bei dem Treffen geht es demnach um die mögliche Freilassung von Gefangenen auf beiden Seiten und die Zusammenarbeit von Kiew und Washington bei Sicherheitsfragen. 

7. Mai, 19.57 Uhr: Waffenruhe hält nicht - Luftkrieg vor Moskauer Siegesparade

Vor dem traditionellen Tag des Sieges in Moskau haben Russland und die Ukraine ihren Drohnenkrieg unvermindert heftig fortgeführt.

Die Ukraine gab eine einseitig erklärte Waffenruhe nach einem Tag wieder auf und reagierte auf fortdauernde russische Attacken mit einem ihrer größten bisherigen Drohnenangriffe. 

Am Freitag soll dann mit Tagesanbruch um 0.00 in Moskau (Donnerstag 23.00 Uhr MESZ) eine einseitig von Russland erklärte Waffenruhe in Kraft treten. Die Waffen sollen für zwei Tage schweigen, während das Land feierlich an den Sieg der Sowjetunion über Nazi-Deutschland 1945 im Zweiten Weltkrieg erinnert. 

7. Mai, 19.56 Uhr: Selenskyj rechtfertigt Drohnenangriffe trotz Feuerpause

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die ukrainischen Drohnenangriffe auf Russland trotz einer einseitig von Kiew erklärten Feuerpause gerechtfertigt.

"Wir haben eine Waffenruhe ab Mitternacht des 6. Mai vorgeschlagen", schrieb er in sozialen Netzwerken. "Gestern und heute ist diese Waffenruhe von Russland gebrochen worden. Die spiegelbildliche Reaktion auf die russischen Angriffe sind unsere Langstrecken-Sanktionen" - gemeint sind Drohnenangriffe tief ins russische Hinterland.

Die Ukraine lässt wieder Drohnen bis weit nach Russland fliegen. Moskau ignoriere jeden Vorschlag für eine Waffenruhe, sagt Präsident Selenskyj. (Archivbild)
Die Ukraine lässt wieder Drohnen bis weit nach Russland fliegen. Moskau ignoriere jeden Vorschlag für eine Waffenruhe, sagt Präsident Selenskyj. (Archivbild)  © Kay Nietfeld/dpa

7. Mai, 19.55 Uhr: Kreml reagiert nicht auf Selenskyjs Angebot einer Waffenruhe

Der vom ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj annoncierten Waffenruhe ab dem 6. Mai hat der Kreml eigenen Angaben nach keine Beachtung geschenkt.

"Es gab keine Reaktion der russischen Seite darauf", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow auf die Frage, wie Moskau auf Kiews Ankündigung einer Feuerpause reagiert habe. 

Zugleich sagte Peskow, dass Russland an dem eigenen Termin für eine Feuerpause festhalte. Diese soll demnach am 8. und 9. Mai gelten. Damit würde sie den Zeitraum zu den Feiern um den Jahrestag des sowjetischen Sieges im Zweiten Weltkrieg und insbesondere die in Moskau geplante Militärparade auf dem Roten Platz abdecken

7. Mai, 19.54 Uhr: Moskau meldet ukrainische Angriffe - was ist mit Waffenruhe?

Zwei Tage vor dem Tag des Sieges hat Russland ausgedehnte ukrainische Drohnenangriffe gemeldet, was Zweifel an den von Kiew und Moskau einseitig erklärten Waffenruhen weckt.

Über Nacht seien 347 feindliche Drohnen abgefangen worden, teilte das russische Verteidigungsministerium in Moskau mit. Diese Militärzahlen sind nicht unabhängig überprüfbar; es ist aber eine der höchsten je gemeldeten Zahlen. Betroffen waren demnach fast alle Regionen in West- und Zentralrussland. 

7. Mai, 11.47 Uhr: Russische Luftangriffe trotz Kiewer Waffenruhe

Die russische Armee greift die Ukraine nach Angaben des Kiewer Militärs weiter mit Kampfdrohnen an. Die ukrainische Luftwaffe warnte in den Vormittagsstunden vor feindlichen Drohnen über den Gebieten Odessa, Cherson und Mykolajiw im Süden sowie über Sumy im Norden.

Außerdem sei eine ballistische Rakete auf die Industriestadt Dnipro abgefeuert worden. Der dortige Militärgouverneur Olexander Hanscha berichtete auf Telegram von einem Brand und Schäden an einem Lebensmittelbetrieb. 

Russland ignorierte damit weiterhin eine von der Ukraine einseitig ausgerufene Waffenruhe seit Mittwoch. Allerdings hat auch die ukrainische Armee in der Nacht auf Donnerstag Russland wieder mit einer großen Zahl an Drohnen attackiert.

7. Mai, 6.39 Uhr: Drohnen nahe der russischen Grenze in Lettland abgestürzt

In Lettland sind mehrere Drohnen abgestürzt, die nach Militärangaben von Russland aus in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingeflogen waren.

Den Angaben der Streitkräfte zufolge gingen in der Nacht zu Donnerstag zwei unbemannte Flugobjekte in der ostlettischen Region Latgale nieder. Einheiten des Militärs, der Polizei und Feuerwehr sind vor Ort. Berichte über Verletzte gab zunächst es nicht. Ob es sich um russische oder ukrainische Drohnen handelte, blieb zunächst unklar.

Allerdings fielen die Vorfälle zeitlich mit ukrainischen Drohnenangriffen auf Ziele in Russland zusammen. Nach Angaben der Einsatzkräfte ist es möglich, dass eine der Drohnen auf ein Öllager in der Stadt Rezekne stürzte. Größere Schäden seien dort zunächst nicht zu erkennen gewesen, meldete das lettische Fernsehen unter Berufung auf die Feuerwehr.

Titelfoto: Evgeniy Maloletka/AP/dpa

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